Handbuch 5. Auflage
1642 Schäfer Anteils der Bildung erreichen. Dabei geht es aber auch um mehr Chancengerechtigkeit und den Zu- gang aller Kinder und Jugendlichen zu den Chan- cen und Möglichkeiten des Bildungssystems. Auch die Soziale Arbeit bleibt gefordert, denn es geht darum, mit ihren Kompetenzen die Aneig- nung solcher Fertigkeiten und Fähigkeiten zu er- möglichen, die junge Menschen befähigen, sich als Persönlichkeit zu entfalten und mit den an sie ge- stellten Anforderungen auch umgehen zu können. Sie leistet als „weicher“ Teil der Sozialpolitik einen wesentlichen Beitrag zum Abbau sozialer Benach- teiligungen und zur sozialen Stabilität dieser Ge- sellschaft. Allerdings macht dies erforderlich, ihr auch den strukturellen, organisatorischen und fi- nanziellen Rahmen zu geben, den sie braucht, um sich entsprechend entfalten und erfolgreich wirken zu können. Es ist sicher richtig, dass, wie oftmals in der Politik zu hören, Investitionen in die Bildung als „Investitionen für die Zukunft“ zu bezeichnen sind und daher auch höhere Bildungsausgaben ge- fordert werden. So wurde im Rahmen des Dresde- ner Bildungsgipfels eine Steigerung von 7,3% in 2008 auf 10% im Jahr 2012 vereinbart. (BT-DS 17 / 44, 285) Sind aber Investitionen in die Soziale Arbeit nicht auch Investitionen in die Zukunft? Literatur Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ) (2006) : Siche- rung einer zukunftsfähigen Kinder- und Jugendhilfe nach Verabschiedung der Föderalismusreform. Position der Ar- beitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe. In: http:// www.agj.de/pdf/5/2007/Foederalismus_2007.pdf, 17.08.2010 Baumert, J., Deutsches PISA-Konsortium (Hrsg.) (2001): Pisa 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich. Leske+Budrich, Opladen Beckmann, C., Otto, H.-U., Richter, M., Schrödter, M. (Hrsg.) (2004): Qualität in der Sozialen Arbeit. 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