Handbuch 5. Auflage
Sozialstatistiken 1647 Teile der Einkommens- und Verbraucherstichproben ■ ■ Relevante Teile der Preisstatistik (z.B. der Miet- ■ ■ preisstatistik) Gebäude und Wohnungserhebung ■ ■ Sozialstatistiken aus speziellen Statistiken im Rahmen der Vollerhebung Sozialhilfestatistik ■ ■ Statistik zur Grundsicherung für Arbeitssuchende ■ ■ Pflegestatistik ■ ■ Kinder- und Jugendhilfestatistik ■ ■ Statistik über Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit ■ ■ Wohngeldstatistik und Statistik der Wohnversor- ■ ■ gung (Bestand, Zugänge, Abgänge) Schwerbehindertenstatistik ■ ■ Kriminalstatistik ■ ■ Verkehrsunfallstatistik ■ ■ Bevölkerungsstatistik aus melde- und standesamt- ■ ■ licher Tätigkeit (Eheschließungen, Ehescheidungen, Geburten, Todesfälle) Teile der Gesundheitsstatistik (Todesursachen, ■ ■ meldepflichtige Krankheiten, Abtreibungen, Kran- kenkosten) Statistiken der Sozialversicherungsträger ■ ■ Steuer- und Einkommenstatistik ■ ■ Umweltdaten (Verkehrsbelastungen, Immissionen ■ ■ etc.) Weiterführende Informationen zu den einzelnen Sozialstatistiken werden behandelt von Eggen (2000, 122 ff.) aus Sicht der Familienberichterstat- tung. Das Statistische Bundesamt (1997) stellt das gesamte Erhebungsprogramm der amtlichen Sta- tistik dar. Amtliche Statistiken zur Sozialen Arbeit Ebenso liegen für einzelne Arbeitsfelder der Sozia- len Arbeit Daten aus den amtlichen Statistiken vor, die allerdings unterschiedliche Aspekte beleuchten. Dabei ist zwischen Geldleistungen, der Infrastruk- tur der Sozialen Arbeit, Angeboten und Maßnah- men sowie Adressaten zu unterscheiden. Öffentliche Geldleistungen an Berechtigte Über die Geldleistungen an Berechtigte im Rah- men der Sozialen Arbeit stehen umfangreiche In- formationen über die Rechnungsergebnisse des öf- fentlichen Gesamthaushalts zur Verfügung. Diese werden jährlich erfasst und in der Fachserie 14 „Fi- nanzen und Steuern“, Reihe 3.1 des Statistischen Bundesamts, veröffentlicht. Innerhalb dieses Ge- samtüberblicks der öffentlichen Ausgaben werden im Bereich der sozialen Sicherung die Ausgaben für Hilfen zum Lebensunterhalt nach dem Bundes- sozialhilfegesetz, die Altenhilfe, die Hilfen für Schwerbehinderte, die Einzelhilfen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe etc. ausgewiesen. Eine differenziertere Darstellung erfolgt darüber hinaus für die gesamtstaatliche Ebene in der Fachserie 14, Reihe 3.5 „Rechnungsergebnisse der öffentlichen Haushalte für soziale Sicherung und für Gesund- heit, Sport und Erholung“. Zur Darstellung der Ausgaben für Geldleistungen an Berechtigte im Rahmen der sozialen Sicherung auf der Ebene der kommunalen Haushalte werden ebenfalls die Aus- gaben, aufgeschlüsselt nach einzelnen Bundeslän- dern, ausgewiesen (StBA: Fachserie 14, Reihe 3.3 „Rechnungsergebnisse der kommunalen Haus- halte“). Diese Darstellungsform hat zwei Vorteile: Einerseits greift die Darstellung auf die kommunale Haushaltssystematik zurück, die eine noch diffe- renziertere Auswertung einzelner Haushaltsposi- tionen zulässt. So kann z. B. zwischen den Aus- gaben für Hilfen zum Lebensunterhalt und Eingliederungshilfen für Behinderte unterschieden werden oder im Bereich der Kinder- und Jugend- hilfe zwischen Ausgaben für Hilfen zur Erziehung und Hilfen für junge Volljährige. Andererseits er- öffnet diese Darstellung die Möglichkeit, die Belas- tungen der kommunalen Haushalte in Abgrenzung zur Landes- und Bundesebene aufzuzeigen. Ein weiterer Differenzierungsschritt wird noch durch die Fachstatistiken vorgenommen. So ist es z. B. wichtig für die kommunale Sozialpolitik oder Sozialplanung, Informationen darüber zu haben, ob die Ausgaben im Rahmen der erzieherischen Hilfen für ambulante Hilfen, teilstationäre Hilfen, Vollzeitpflege oder Heimerziehung eingesetzt wer- den. Diese Differenzierungen werden für die Kin- der- und Jugendhilfe sowie für die Sozialhilfe im Rahmen eigener Fachstatistiken erfasst und aus- gewertet (StBA: Fachserie 13, Reihe 2 „Sozialhilfe“
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