Handbuch 5. Auflage
1652 Schilling gemeinsam analysiert werden, um z. B. die Frage nach den Wechselwirkungen zwischen ambulan- ten und stationären Hilfen zu beantworten (Poth- mann 2000). Zusätzlich weiten sich die Erkennt- nismöglichkeiten aus, wenn die Ergebnisse der Leistungsstatistiken mit denen der Sozialstatisti- ken zur Beschreibung von sozialstrukturellen Be- lastungsfaktoren analysiert werden und bestimmte Wechselwirkungen plausibilisiert werden können (Bürger 1999; Pluto et al. 1999). Insgesamt stellen die amtlichen Sozialstatistiken, insbesondere in Kombination mit der Umfragen- forschung, ein wichtiges Instrument zur Beschrei- bung und Analyse der gesellschaftlichen Wand- lungsprozesse sowie der sozialstaatlichen Leistung dar. Aufgrund der wachsenden Ausdifferenzierung der Erhebungsinstrumente und der Kombinations- möglichkeiten zwischen den Sozialstatistiken er- halten die Erhebungsergebnisse nicht nur für die Sozialplanung eine zunehmende Bedeutung, son- dern ebenso für die sekundäranalytische quantita- tive Forschung zur Gewinnung von neuen Erkennt- nissen über die Soziale Arbeit. Literatur BAGFW (Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrts- pflege) (Hrsg.) (2006): Einrichtungen und Dienste der freien Wohlfahrtspflege – Stand: 01.01.2004, Berlin Bayer, H., Krüger, W., Lüders, Ch. (1997): Jugendhilfestatis- tik und Sozialberichterstattung. In: Rauschenbach, Th., Schilling, M. (Hrsg.), 403–418 Bertram, H., Bayer, H. (1990): Bestand und Bedarf an statis- tischen Erhebungen im Bereich Jugendhilfe. Recht der Jugend und des Bildungswesens 3, 270–279 Bien, W. (2000): Empirische Familienforschung am Deut- schen Jugendinstitut. In: Bien, W., Rathgeber, R. (Hrsg.), 135–154 Bien, W., Rathgeber, R. (Hrsg.) (2000): Die Familie in der Sozialberichterstattung. Leske+Budrich, Opladen Blandow, J. (1997): Hilfen zur Erziehung außerhalb des El- ternhauses. Stationäre Erziehungshilfen auf dem statisti- schen Prüfstand. In: Rauschenbach, T., Schilling, M. (Hrsg.)(1997b), 15–86 Bürger, U. (1999): Die Bedeutung sozialstruktureller Bedin- gungen für den Bedarf an Jugendhilfeleistungen. In: ISA (Hrsg.), 9–34 DCV (Deutscher Caritasverband) – Referat Wirtschaft und Statistik (2000): Die katholischen sozialen Einrichtungen der Caritas in der Bundesrepublik Deutschland – Stand: 01.01.1999. Neue Caritas 1, Sonderdruck DHS (Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahr) (Hrsg.) (1999): Jahrbuch Sucht. Geesthacht Diakonisches Werk der EKD (Hrsg.) (1999): Einrichtungs- statistik – Stand: 01.01.1998. Statistische Informationen, 1/1999, Stuttgart DJI (Deutsches Jugendinstitut) (Hrsg.) (2008): Zahlenspiegel 2007. Kindertagesbetreuung im Spiegel der Statistik, München. In: www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Publika- tionen/zahlenspiegel2007/root.html, 20.05.2009 Eggen, B. (2000): Familienberichterstattung in der amtli- chen Statistik. In: Bien, W., Rathgeber, R. (Hrsg.), 69– 134 Fendrich, S., Pothmann, J. (2005): Hilfen zur Erziehung – über quantitative Ausweitungen und qualitative Struktur- veränderungen. In: Rauschenbach, Th., Schilling, M. (Hrsg.), 85–107 Hanesch, W. (1995): Soziale Ungleichheit und soziale Pro- blemlagen. In: Böttcher, W., Klemm, K. (Hrsg.): Bildung und Soziales in Zahlen. Juventa, Weinheim/München, 285–274 Hölder, E. (1992): Bundesstatistik Heute und Morgen. Stra- tegien für die Weiterentwicklung. In: Statistisches Bundes- amt (Hrsg.): Statistik in bewegter Zeit – Ehrengabe zum 65. Geburtstag von Egon Hölder. Stuttgart, 435–452 ISA (Institut für Soziale Arbeit) (Hrsg.) (1999): Soziale Indi- katoren und Sozialraumbudgets in der Kinder- und Ju- gendhilfe. Münster Kolvenbach, F.-J., Taubmann, D. (2006): Statistik der erzie- herischen Hilfen neu konzipiert. Wirtschaft und Statistik 10, 1048–1054 Lüders, Ch. (1997): Ungenutzte Chancen. Thesen zum Um- gang der Sozialpädagogik mit der Jugendhilfestatistik. In: Richter, H., Coelen, Th. (Hrsg.), 103–110 Noll, H.-H., Zapf, W. (1994): Social Indicators Research: Societal Monitoring and Social Reporting. In: Borg, I., Mohler, P. Ph. (Hrsg.): Trends and Perspectives in Empiri- cal Social Research. Gruyter, Berlin und New York, 1–16 Pluto, L., Treptow, R., Winkler, M. (1999): Zauber der Zah- len und Zahlenzauber – Sozialindikatoren und Fremdun- terbringung. In: ISA (Hrsg.), 35–61 Pothmann, J. (2000): Zwischen Wachstum und Wandel. Trend zu den Erziehungshilfedaten 1998. KomDat Ju- gendhilfe 1, 1–2 Rauschenbach, Th. (1992): Sind nur Lehrer Pädagogen? Dis- ziplinäre Selbstvergewisserungen imHorizont des Wandels von Sozial- und Erziehungsberufen. Zeitschrift für Päd- agogik 3, 385–417 – (1990): Jugendhilfe als Arbeitsmarkt. Fachschul-, Fach- hochschul- und UniversitätsabsolventInnen in sozialen Berufen. In: Sachverständigenkommission Achter Jugend- bericht (Hrsg.): Jugendhilfe – Historischer Rückblick und neuere Entwicklungen. Materialien zum Achten Jugend- bericht, Band 1, München, 225–297
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