Handbuch 5. Auflage
Alter 69 3,7 Mio. (48,7 %) 4,4 Mio. (48,7 %) 4,8 Mio. (49,3 %) 5,8 Mio. (48,9 %) 6,6 Mio. (49,0 %) 5,1 Mio. (50,1 %) 5,3 Mio. (51,6%) 3,8 Mio. (57,1 %) 2,1 Mio. (70,9 %) 0,5 Mio. (77,0 %) 3,9 Mio. (51,3 %) 4,6 Mio. (51,3 %) 4,9 Mio. (50,7 %) 6,1 Mio. (51,1 %) 6,8 Mio. (51,0 %) 5,1 Mio. (49,9 %) 4,9 Mio. (48,4 %) 2,9 Mio. (42,9 %) 0,9 Mio. (29,1 %) 0,1 Mio. (23,0 %) unter 10 10 − 20 20 − 30 30 − 40 40 − 50 50 − 60 60 − 70 70 − 80 80 − 90 Im Alter von … bis unter … Jahre 90 Jahre und älter Männer Frauen Abb. 3: Bevölkerung nach Altersgruppen und Geschlecht 2005. In Mio. und in % der jeweiligen Bevölkerung (nach Statistisches Bundesamt 2008) Ethnisch-kulturelle Differenzierung des Alters In dem Maße, in dem ältere MigrantInnen auf Dauer in Deutschland bleiben, verändert sich auch die kulturelle Zusammensetzung der Altenbevöl- kerung. Damit steigt das Erfordernis, die spezifi- schen sozialen Probleme und Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppen in der Sozial- und Altenpoli- tik gesondert zu berücksichtigen. Verjüngung des Alters Bestimmte Altersprobleme treten in immer früheren Stadien des Lebenslaufes auf (so auf dem Arbeits- markt). Die Menschen werden insbesondere durch den ökonomischen und sozialen Wandel alt „ge- macht“, ohne bereits selbst kalendarisch alt zu sein. Dieser Trend widerspricht jedoch der Selbstzuord- nung zur Gruppe der Alten: Die Selbsteinschätzung als „alt“ erfolgt zunehmend später und beginnt heute im Durchschnitt erst weit nach dem 75. Lebensjahr. Z.B. fühlen sich Menschen zwischen 40 und 85 Jahren heute im Schnitt etwa zehn Jahre jünger. Feminisierung des Alters Das Bild vom Alter wird weitgehend von Frauen geprägt. Bedingt durch die längere Lebenserwar- tung der Frauen, aber auch infolge der überdurch- schnittlich hohen Mortalität der Männer während des 2. Weltkriegs überwiegt ihr Anteil an der Al- tenpopulation in Deutschland. Derzeit beträgt die Geschlechterverteilung bei den 60-Jährigen und Älteren etwa gut drei Fünftel Frauen zu knapp zwei Fünftel Männer (vgl. Abbildung 3). Mit zuneh- mendem Alter verschiebt sich diese Relation immer weiter zu Gunsten der Frauen; bei den über 80-Jäh- rigen machen die Frauen nahezu drei Viertel der Bevölkerung aus. Altenpolitik ist insofern faktisch vor allem Politik für ältere Frauen. Singularisierung des Alters Im höheren Lebensalter leben bzw. wohnen Men- schen vermehrt allein. Bundesweit trifft dies auf gut 40% der Altenbevölkerung ab 65 zu, in Groß- städten z.T. noch deutlich darüber. Dabei handelt es sich zu mehr als 85% um Frauen. Ältere Frauen
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