Handbuch 5. Auflage

788 Treptow  Qualitätsstandards Eine teilweise Neuorganisation von Einrichtungen der Katastrophenhilfe, der parallel dazu vorgenom- mene Ausbau von Organen der inneren Sicherheit, die in nationalstaatlichem und internationalem Maßstab tätig sind, findet in vielen Ländern statt oder ist bereits abgeschlossen. Inzwischen haben sich eine Reihe wichtiger Nicht- regierungsorganisationen auf eine Charta Humani- tärer Hilfe geeinigt, in der Mindeststandards für die Zusammenarbeit mit betroffenen Bewohnern bei der Versorgung mit Wasser, Hygiene, Nahrung und bei der Gesundheitsversorgung festgelegt wer- den (Sphere Project 2004). Mit der Weltkonferenz für humanitäre Studien 2009 kommt erstmalig ein Verständigungsprozess zum Ausdruck, der als He- rausbildung einer „Humanitären Welt“ verstanden werden kann (Walker /Maxwell 2009; World Con- ference of Humanitarian Studies 2009). Fragen der Professionalisierung (Roth 2008) und der Koordi- nierung von Forschung – etwa im Rahmen des Overseas Development Institute (ODI) – stehen weiterhin auf der Agenda (McCord 2009). Literatur Antares-Foundation (2006): Managing Stress in Humanita- rian Workers. Guidelines for Good Practice. Antares Foundation, Amsterdam Auswärtiges Amt (2009): Themen humanitärer Hilfe. In: www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/ The- men/HumanitaereHilfe/Uebersicht.html, 21.09.2009 Barnett, M., Weiss, T. G. (Hrsg.) (2008): Humanitarianism in Question. Politics, Power, Ethics. Cornell University Press, New York Bengel, J. (Hrsg.) (2004): Psychologie in Notfallmedizin und Rettungsdienst. Springer, Berlin/Heidelberg Böhme, R. (2007): Innere Einsätze der Streitkräfte beim Ka- tastrophenschutz im Frieden. Dr. Kovacz, Hamburg national regional international transnational OCHA ECHO UNHCR 6 Ärzte ohne Grenzen, Cap Anamur, World-Vision, Care u.a. Internationales Rotes Kreuz/ Roter Halbmond, Deutsches Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie, ASB , Malteser, 3 Johanniter u.a. Welthungerhilfe, Caritas International, Diakonie-Katastrophenhilfe, Malteser, Medico International u.a. BBK/ BMI DKKV THW 2 auf Kreisebene: Landratsamt (Grundgesetz/ Ländergesetz) auf Kreisebene: Vereine, Verbände, Initiativen GMLZ BVA 1 Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe AA BMZ GTZ 4 1 GMLZ: Gemeinsames Lagezentrum von Bund und Ländern BVA: Zentralstelle für Zivilschutz im Bundesverwaltungsamt VENRO 5 2 BKK: Bundesamt für Bevölkerungs- schutz und Katastrophenhilfe BMI: Bundesministerium des Inneren DKKV: Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge THW: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk 4 AA: Auswärtiges Amt BMZ: Bundesministerium für wirtschaft- liche Zusammenarbeit und Entwicklung GTZ: Gesellschaft für technische Zusammenarbeit 5 VENRO: Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungs- organisationen 6 OCHA: UN Office für Coordination of Humanitarian Affairs ECHO: EU Humanitarian Aid Office UNHCR: UN High Commissioner for Refugees 3 ASB: Arbeitersamariterbund Abb. 2:  Organisationen der Katastrophenhilfe auf unterschiedlichen Ebenen

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