Handbuch 5. Auflage
Weiterbildung 1845 Tab. 1: Prinzipien einer Didaktik entlang des Akronyms „Ermöglichen“ (Schüßler 2007, 329 f.) Didaktische Prinzipien Anforderungen an die Lernprozess begleitung Anforderungen an die Lernenden Eigenverant- wortung Die Eigenständigkeit der Lernenden zulassen durch aktive Partizipation in didaktischen Entscheidungen Zunehmende Selbststeuerung und Ver- antwortungsübernahme für den eigenen Lernprozess (Entwicklung von Selbstlern- kompetenzen) Rückkopplung Rückkopplungsmöglichkeiten z. B. über Metakommunikation, Feedback-Ver- fahren anregen Bereitschaft zur Offenlegung der eigenen Wirklichkeitskonstruktion Multiple Per- spektiven Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, z. B. Perspek tivenwechsel Neugierde, Offenheit und Flexibilität im Denken und Handeln Öffnung des Lehr-Lernpro- zesses Offenheit gegenüber neuen Methoden, neuen Lernorten, neuen Kooperationen mit anderen Lehrenden und Lernenden etc. Öffnung nach innen: sich auf neue Er- fahrungen einlassen können, Experimen- tierfreude und Unvoreingenommenheit; Öffnung nach außen: z. B. Kontakte zu anderen Lernprojekten suchen Gelassenheit Gelassenheit gegenüber der Eigenwillig- keit der Lernenden und pädagogischer Takt im Umgang mit persönlichen Erfahrungsschilderungen und Konflikten Der Lernprozessbegleitung (Trainer und andere Teilnehmende) ehrliches Feedback geben und eigene Bedürfnisse artikulieren können Lebenswelt bezug Bezug zur Lebenswelt und Alltag der Lernenden auch im Lehr-Lernprozess über Situations- und Prozessorientierung Sich eigene Handlungsprobleme und Schwierigkeiten im Alltag eingestehen können Irritationen Differenzerfahrungen behutsam anbieten Sich auf Neues einlassen können, ohne darauf mit Abwehr zu reagieren Didaktische Prinzipien Anforderungen an die Lernprozessbe gleitung Anforderungen an die Lernenden Coaching Den Lernenden Coach, Berater und Lernbegleiter sein Den anderen Einblick in die eigene Lebenswirklichkeit gewähren Handlungs- orientierung Den Lernenden vielfältige Erprobungs- möglichkeiten anbieten und Aktion vor Reflexion setzen Eigene Handlungsressourcen aktiv nut- zen und sich trauen, neue Fähigkeiten im geschützten Raum zu erproben Emotionalität Seine eigene Rolle als „Lehrender“ (und damit verbundene Gefühle) vor dem Hintergrund des eigenen Gewordenseins reflektieren, positive Lernatmosphäre gestalten Sich der eigenen Gefühle bewusst werden und bereit sein, diese zu veröffentlichen und gemäß ihrer Situationsangemessenheit kritisch zu hinterfragen Nachhaltigkeit Die möglichen Wirkungen des eigenen Handelns und seine pädagogischen Ansprüche reflektieren Das eigene Handeln als gestaltbar und veränderbar auch verantwortbar begreifen und daraus für sich eigene Lernanforderungen ableiten ob computergestütztes Lernen per se vorteilhaft ist, einer neuen Sachlichkeit gewichen, die die Potenzi- ale Neuer Medien im Rahmen einer didaktischen Analyse sachlich-nüchtern abwägt und dabei die zentralen Vorzüge des E-Learning zur Kenntnis nimmt, ohne sie als einzig relevante Faktoren zu überhöhen (Arnold/Lermen 2006; Kraft 2003). Im Rahmen der Analyse gegeneinander abgewogen werden müssen folgende Faktoren: Genuine Vor- züge sind:
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