Handbuch 5. Auflage
Anerkennung 89 sierten Normen individueller und kollektiver Le- bensführung stark macht. Damit ist sowohl der Professionsstatus Sozialer Arbeit zu begründen als auch Professionalität in einem substanziellen Sinne als Form befähigender und ermöglichender Unter- stützung theoretisch bestimmbar und praktisch realisierbar. Für solche Begründungen prädestiniert sich die Anerkennungstheorie in doppelter Weise: als eine spezifische Analyseperspektive, die gegen- wärtige sozialstrukturelle Bedingungen kritisch in den Blick nimmt, und als (skeptisch) normatives Konzept, das jene Offenheit bezüglich Formen der Lebensgestaltung und der Eröffnung neuer, ande- rer, erweiterter Deutungs-, Denk- und Handlungs- weisen von Personen(gruppen) fundiert. Andersen, M. (2005): Thinking about Women. A Quarter Century’s View. Gender&Society 19, 437–455 Arnold, H., Böhnisch, L., Schröer, W. (Hrsg.) (2005): Sozial- pädagogische Beschäftigungsförderung. Lebensbewälti- gung und Kompetenzentwicklung im Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Juventa, Weinheim Bitzan, M. (2005): Geschlechterverhältnis und Soziale Ar- beit. In: Engelfried, C. (Hrsg.): Soziale Organisationen im Wandel. Fachlicher Anspruch, Genderperspektive und ökonomische Realität. Campus, Frankfurt/M., 81–100 Bourdieu, P., Boltanski, L. (1981): Titel und Stelle. Zum Ver- hältnis von Bildung und Beschäftigung. In: Bourdieu, P., Köhler, H. (Hrsg.): Titel und Stelle. Über die Reproduk- tion sozialer Macht. Europäische Verlagsanstalt, Frank- furt/M., 89–115 Brückner, M. (2002): Liebe und Arbeit – Zur (Neu)Ordnung der Geschlechterverhältnisse in europäischen Wohlfahrts- regimen. In: Hamburger, F., Eggert, A., Heinen, A., Lu- ckas, H., May, M., Müller, H. (Hrsg.): Gestaltung des Sozialen – eine Herausforderung für Europa. Bundeskon- gress Soziale Arbeit 2001, Leske+Budrich, Opladen, 170– 198 Brumlik, M. (1992): Advokatorische Ethik. Zur Legitima- tion pädagogischer Eingriffe. KT-Verlag, Bielefeld Butler, J. (2004): Undoing Gender. Routledge, Lon- don /New York Bütow, B., Chassé, K.A., Hirt, R. (Hrsg.) (2008): Soziale Ar- beit nach dem Sozialpädagogischen Jahrhundert. Barbara Budrich, Opladen Collins, P. (1999): Moving Beyond Gender: Intersectionality and Scientific Knowledge. In: Marx Ferree, M., Lorber, J., Hess, B.B. (Hrsg.): Revisioning Gender. Sage, London, 261–129 Dewe, B., Otto, H.-U. (2005): Reflexive Sozialpädagogik. Grundstrukturen eines neuen Typs dienstleistungs- orientierten Professionshandelns. In: Thole, W. (Hrsg.): Grundriss Soziale Arbeit. Ein einführendes Handbuch. VS, Wiesbaden, 179–198 Fraser, N. (2003): Soziale Gerechtigkeit im Zeitalter der Identitätspolitik. Umverteilung, Anerkennung und Betei- ligung. In: Fraser, N., Honneth, A. (Hrsg.), 13–128 – (2002): Soziale Gerechtigkeit in der Wissensgesell- schaft – Umverteilung, Anerkennung und Teilhabe. In: Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Gut zu wissen – Links zur Literatur Wissensgesellschaft. Westfälisches Dampfboot, Münster, 50–66 – (2000): Rethinking Recognition. new left review 3, 107–120 –, Honneth, A. (2003): Umverteilung oder Anerkennung? Eine politisch-philosophische Kontroverse. Suhrkamp, Frankfurt/M. Freidson, E. (2001): Professionalism. The Third Logic. Polity Press, Cambridge Gildemeister, R., Robert, G. (2000): Teilung der Arbeit und Teilung der Geschlechter. Professionalisierung und Sub- stitution in der Sozialen Arbeit und Pädagogik. In: Müller, S., Sünker, H., Olk, T. (Hrsg.): Soziale Arbeit. Gesell- schaftliche Bedingungen und professionelle Perspektiven. Luchterhand, Neuwied, 315–336 Gildemeister, R., Wetterer, A. (1992): Wie Geschlechter ge- macht werden. Die soziale Konstruktion der Zweige- schlechtlichkeit und ihre Reifizierung in der Frauenfor- schung. In: Knapp, G.-A., Wetterer, A. (Hrsg): TraditionenBrüche. Entwicklungen feministischer Theo- rie. Kore, Freiburg / B., 201–254 Hafeneger, B. (2002): Anerkennung, Respekt, Achtung. Di- mensionen in den pädagogischen Generationenbeziehun- gen. In: Hafeneger, B., Henkenborg, P., Scherr, A. (Hrsg.), 45–62 –, Henkenborg, P., Scherr, A. (Hrsg.) (2002): Pädagogik der Anerkennung. Grundlagen, Konzepte, Praxisfelder. Wo- chenschau-Verlag, Schwalbach/Ts. Hark, S. (2000): Durchquerung des Rechts. Paradoxien einer Politik der Rechte. In: Quaestio (Hrsg.): Queering Demo- kratie. Querverlag, Berlin, 28–44 Heite, C. (2008): Soziale Arbeit im Kampf um Anerkennung. Professionstheoretische Perspektiven. Juventa, Weinheim Honneth, A. (2003): Umverteilung als Anerkennung. Eine Erwiderung auf Nancy Fraser. In: Fraser, N., Honneth, A. (Hrsg.), 129–224 Kessl, F., Plößer, M. (Hrsg.) (2010): Differenzierung, Nor- malisierung, Andersheit. Soziale Arbeit als Umgang mit den Anderen. VS, Wiesbaden –, Otto, H.-U. (Hrsg.) (2009): Soziale Arbeit ohne Wohl- fahrtsstaat? Zeitdiagnosen, Problematisierungen und Per- spektiven. Juventa, Weinheim Knapp, G.-A. (2005): „Intersectionality“ – ein neues Para- digma feministischer Theorie? Zur transatlantischen
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