meta value=Abenteuer- und Erlebnispädagogik

Abenteuer- und Erlebnispädagogik

Schirp, Jochem
ISBN: 9783497604715

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art001 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Der Beitrag skizziert die wechselhafte Geschichte der Erlebnispädagogik in Deutschland von der Wende zum 20. bis ins beginnende 21.Jahrhundert und beleuchtet ihre Traditionslinien sowie ihre zunehmende Relevanz in der Sozialen Arbeit und der professionellen Jugendhilfe seit Beginn der 1980er Jahre. Trotz einer vielfach formulierten Skepsis an ihren zivilisations- und kulturkritischen Färbungen, an ihrer linear-positivistischen Begründungsrhetorik und an begrifflich-systematischen Unschärfen konnte sich die Erlebnispädagogik als Praxiskonzept nachhaltig etablieren und dies, obwohl der Austausch mit den Erziehungswissenschaften und mit der Sozialpädagogik weiterhin nur unzureichend entwickelt ist.
Vor diesem Hintergrund werden verschiedene theoretische Ansätze vorgestellt, die Erlebnispädagogik mit Vorstellungen zur Lebensweltorientierung, mit Konzepten zur Salutogenese und Gesundheitsförderung, mit Überlegungen zur Aneigungs- und Sozialraumdiskussion und mit der Bildungsdiskussion in der Jugendhilfe zu verknüpfen. Diese Ansätze legen eine Erweiterung des Begriffes hin zu einer Abenteuer- und Erlebnispädagogik nahe.
Ein Ausblick umreißt Herausforderungen und Perspektiven und skizziert Entwicklungsbedarfe, die sich insbesondere im Zusammenhang mit Themenbereichen wie Inklusion, Früher Bildung und Professionalisierung stellen.


meta value=Abweichendes Verhalten

Abweichendes Verhalten

Böhnisch, Lothar
ISBN: 9783497604722

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art002 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Adoption und Pflegschaften

Adoption und Pflegschaften

Ristau-Grzebelko, Brita
ISBN: 9783497604739

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art003 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Adressatin und Adressat

Adressatin und Adressat

Bitzan, Maria
Bolay, Eberhard
ISBN: 9783497604746

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art004 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Die Intention einer Beschäftigung mit ‚Adressatenorientierung‘ zielt darauf, paternalistische bzw. ökonomistische Bedeutungen anderer Begrifflichkeiten wie ‚Klient_in‘ oder ’Kund_in‘ zu überwinden und den Gedanken der Partizipation und des Respekts vor dem Eigensinn von Adressat_innen zu stärken. Verbunden damit ist ein Perspektivwechsel, der, statt der Fokussierung eines ‚Problems‘, die Betroffenen als prinzipiell handlungsfähige Individuen in den Mittelpunkt stellt. Diese Perspektive reagiert nicht zuletzt auf disziplinäre Diskurse um die Demokratisierung der Sozialen Arbeit wie auch in kritisch-reflexiver Perspektive auf gesellschaftliche Entwicklungen der Individualisierung und der Aktivierungspolitik.
Die Konturierung eines kritischen Adressatenbegriffs fokussiert die Ausbildung bzw. Wiederherstellung von Handlungsfähigkeit — diese verstanden sowohl als personale Kapazität von Adressat_innen in der Bewältigung wie auch als Rahmung (Struktur), die Handeln ermöglicht.
Indem ‚Adressat‘ als relationaler Begriff konzipiert wird, lässt er sich sowohl gegen Funktionalisierungen (bessere Einpassung in Institutionen) als auch gegen die Verabsolutierung subjektiver Deutungen abgrenzen.
Folgerichtig werden theoretische Überlegungen zum Verständnis von Subjekt im Adressatenbegriff vorgestellt, die dieses als grundlegend konflikt- und widerspruchsbehaftet, eingebunden in soziale Formierungen, konzipieren.
Das Konzept knüpft an die Lebensweltorientierung an, ist anschlussfähig an Theorien der Lebensbewältigung und Bedürfnisorientierung sowie an gesellschaftstheoretisch fundierte Biographieverständnisse.
Der Beitrag schließt mit Überlegungen zu einer kritischen Adressatenorientierung in Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit.


meta value=Agency

Agency

Raithelhuber, Eberhard
Schröer, Wolfgang
ISBN: 9783497604753

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art005 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik

Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik

Winkler, Michael
ISBN: 9783497604760

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art006 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Anerkennung

Anerkennung

Heite, Catrin
ISBN: 9783497604777

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art007 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

In einem gesellschaftstheoretischen und gesellschaftskritischen Sinn bietet sich der Begriff Anerkennung für die Soziale Arbeit zur Theoretisierung insbesondere sozialpädagogischer Professionalität an. Denn die Soziale Arbeit beschäftigt sich mit Fragen sozialer Gerechtigkeit, individueller und kollektiver Statuspositionierungen, Autonomie und Handlungsfähigkeit, und ihr Interventionsfeld bildet sich u.a. im Kontext von Kämpfen gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit ab.
Im Mittelpunkt der sozialtheoretischen Auseinandersetzungen um eine angemessene Bestimmung des Begriffs Anerkennung stehen Fragen nach der anerkennungstheoretischen Bestimmung von Gerechtigkeit, dem Gewicht des sozialen Status, der Subjektivität von Akteuren und des Verhältnisses von Anerkennung und Umverteilung. Nach einer Sichtung dieser Debatten geht der Beitrag der Frage nach der Relevanz von Anerkennung für die Soziale Arbeit nach. Sowohl status- als auch subjektorientierte Anerkennungskonzeptionen bieten einen kategorialen, begrifflichen und systematischen Rahmen für Theoriebildung, Analyse und Praxiskonzepte Sozialer Arbeit. Dieser Rahmen lässt sich sowohl auf der Ebene des Status der Adressat_innen und deren Betroffenheiten von sozialer Ungleichheit als auch auf der Ebene des Status Sozialer Arbeit als Profession formatieren. So ist sowohl der Professionsstatus Sozialer Arbeit zu begründen als auch Professionalität in einem substanziellen Sinne als Form befähigender und ermöglichender Unterstützung theoretisch bestimmbar und praktisch realisierbar. Für solche Begründungen prädestiniert sich die Anerkennungstheorie in doppelter Weise: als eine spezifische Analyseperspektive, die gegenwärtige sozialstrukturelle Bedingungen kritisch in den Blick nimmt und als (skeptisch) normatives Konzept, das jene Offenheit bezüglich Formen der Lebensgestaltung und der Eröffnung neuer, anderer, erweiterter Deutungs-, Denk- und Handlungsweisen von Personen(gruppen) fundiert.


meta value=Anwaltschaft

Anwaltschaft

Urban-Stahl, Ulrike
ISBN: 9783497604784

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art008 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Der Begriff Anwaltschaft erfasst in der Sozialen Arbeit den sich aus den Strukturen des Feldes, aus dem Respekt für die Subjektstellung des Klienten und dem Ideal sozialer Gerechtigkeit ergebenden Anspruch von beruflichem Handeln und an berufliches Handeln, Verantwortung für die Wahrung der Würde und der Rechte von KlientInnen(-gruppen) zu übernehmen. Diese Aufgabe richtet sich auf die Gestaltung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, auf die Lebenslagen und Chancen benachteiligter und ausgegrenzter Gruppen und auf KlientInnen Sozialer Arbeit.
Die Notwendigkeit von Anwaltschaft als Element Sozialer Arbeit wird aus deren spezifischer Struktur abgeleitet, die sich sowohl im gesellschaftlichen Kontext — d.h. im doppelten Mandat der Sozialen Arbeit zwischen Individuum und Gesellschaft — als auch in der Helfer-Klient-Beziehung und den darin bestehenden Machtasymmetrien zeigt.
Der Beitrag diskutiert daher Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Entwicklung anwaltschaftlichen Handelns. Ausgewählte Konzepte und Traditionen der Sozialen Arbeit — Partizipation, Parteilichkeit, Empowerment und Einmischungsstrategie — werden exemplarisch daraufhin befragt, welchen Beitrag sie zur Reflexion und Verwirklichung von Anwaltschaft in der Sozialen Arbeit leisten. Neuere Entwicklungen der Gründung von Ombuds- und Beschwerdestellen innerhalb und außerhalb von Einrichtungen werden dargestellt und im Kontext von Anwaltschaft diskutiert.
Alle diese Konzepte sollen in der Sozialen Arbeit auch dazu dienen, die Subjektstellung der Betroffenen zu sichern. Dabei zeigt sich jedoch, dass Fachkräfte diese Impulse zwar suchen und demokratische Forderungen formulieren, diese Konzepte aber durch professionelle Verarbeitungsmuster entschärfen und an die institutionellen Strukturen und professionellen Deutungs- und Handlungsmuster anpassen. Auch die Hoffnung, durch Implementierung von Ombuds- und Beschwerdestellen das zugrundeliegende Spannungsfeld zu lösen, wird sich nicht erfüllen. Strukturelle Spannungsfelder und Asymmetrien sind weder konzeptionell noch methodisch zu lösen — man kann nur reflexiv mit ihnen umgehen. Damit in der Sozialen Arbeit die Perspektive und die Rechte der AdressatInnen gewahrt werden, braucht es daher eine Selbstverpflichtung der Fachkräfte zu anwaltschaftlichem Handeln.


meta value=Behindertenpolitik, Behindertenarbeit

Behindertenpolitik, Behindertenarbeit

Wacker, Elisabeth
ISBN: 9783497604807

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art010 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

meta value=Beratung

Beratung

Nestmann, Frank
Sickendiek, Ursel
ISBN: 9783497604814

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art011 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

Kurztext

Beratung ist eine grundlegende und weit verbreitete Form sozialpädagogischer Hilfe in Orientierungs-, Entscheidungs-, Planungs- und Handlungsanforderungen. Sie hilft Klienten in unterschiedlichsten Lebens- und Belastungskonstellationen, Problemen vorzubeugen und Krisen präventiv zu begegnen, Schwierigkeiten zu bewältigen und Belastungsfolgen zu rehabilitieren. Insbesondere zielt sie aber auf die Förderung von Entwicklung und Wachstum der Adressaten. Beratung richtet sich heute sowohl auf die Unterstützung von Personen und Gruppen/Familien wie von formellen und informellen Systemen und Organisationen (Mitarbeiterteams, Institutionen, soziale Netzwerke). Die Geschichte der professionellen Beratungsentwicklung (international wie in Deutschland) lässt die historische Veränderung von thematischen Schwerpunkten wie auch von theoretischen Konzepten nachvollziehen. Insbesondere in der Sozialpädagogik gehen eigenständige Beratungsentwicklungen über traditionelle klinisch-psychotherapeutische Adaptationen hinaus. Theorie und Praxis sozialpädagogischer Beratung sind geprägt durch lebenswelt- und alltagstheoretische, systemische und sozialkonstruktivistische, sowie ressourcen- und netzwerkorientierte Modellvorstellungen. Postmoderne Theorieentwicklungen befruchten hierbei auch zeitangemessene Beratungskonzepte, die sich in aktuellen Funktionskontexten und Praxisbezügen sozialpädagogischer Arbeit bewähren müssen.


meta value=Beratungsforschung

Beratungsforschung

Dewe, Bernd
ISBN: 9783497604821

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art012 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

Kurztext

Es bedarf nicht des Nachweises, dass grundsätzlich Beratung (als Institutionalisierungsform)und Beraten (als Handlungsmethode) für die Sozialarbeit/Sozialpädagogik eine nicht zu unterschätzende Bedeutung haben. Ein Blick in die einschlägige Literatur zeigt allerdings, dass wissenschaftliche Verlautbarungen darüber, wie Beratung sich in der Praxis sozialarbeiterischen Handelns zu vollziehen habe, um „erfolgreich“ zu sein, in einem quantitativen wie qualitativen Missverhältnis zu solchen wissenschaftlichen Abhandlungen stehen, die sich empirisch Gewissheit darüber verschaffen wollen, was eigentlich faktisch geschieht, wenn Sozialarbeiter beraten bzw. Beratungsdienstleistungen ihren Adressaten anbieten oder diese solche nachfragen. Theoretische Rekonstruktionen und empirische Studien, die im weitesten Sinne die zuletzt genannte Perspektive verfolgen, lassen sich als Beiträge zur Beratungsforschung lesen.Beratungsforschung befindet sich trotz ihrer zwei bis drei Dekaden umfassenden Entwicklungsgeschichte noch in der Konstitutionsphase. Dem in den letzten Jahrzehnten stark ausgeweiteten institutionalisierten Beratungsmarkt mit seiner kaum überschaubaren Fülle an Beratungsangeboten, seiner Vielzahl der von Berufs wegen beratend Tätigen und der nach wie vor steigenden Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen steht zur Zeit noch kein ebenso breites Kompendium an empirisch gewonnen Erkenntnissen über erwähnte soziale Phänomene gegenüber.„Aus […] wissenschaftlicher Perspektive […] fällt auf, wie überraschend gering dem Ausbau (des Beratungssektors – d. V.) ein entsprechendes Wissen über die Akzeptanz und Wirkung der angebotenen Beratungsformen gefolgt ist“ (Straus/Stiemer 1991, 323).


meta value=Berufs- und Professionsgeschichte der Sozialen Arbeit

Berufs- und Professionsgeschichte der Sozialen Arbeit

Rauschenbach, Thomas
Züchner, Ivo
ISBN: 9783497604838

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art013 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

Kurztext

Soziale Berufe sind inzwischen zu Zukunftsberufen geworden und haben einen in der Öffentlichkeit steigenden Stellenwert. Dabei wurde Soziale Arbeit lange Zeit dem diffusen Feld der Nächstenliebe und der karitativen Fürsorge zugeordnet und galt nicht als Beruf, zumal soziale Tätigkeiten häufig ehrenamtlich und ganz überwiegend von Frauen durchgeführt wurden. M21Der Beitrag zeichnet den Weg der Professionalisierung und Akademisierung Sozialer Arbeit historisch nach: Von den ersten Qualifikations- und Ausbildungsformaten für Kindergärtnerinnen, Jugendleiterinnen und Heimerzieherinnen, über die ersten Frauenschulen für Fürsorgerinnen, bis es 1970 erstmals möglich war, Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik universitär zu studieren und mit einem Diplom abzuschließen.
Die Autoren unterscheiden zwei Richtungen der Akademisierung Sozialer Arbeit, einerseits den professionsbezogenen „Bottom-up-Prozess“, und andererseits die „Top-down-Entwicklung“, die die innerwissenschaftliche, disziplinbezogene Akademisierung beschreibt. Der Text erklärt die Entwicklung verschiedener Ausbildungsprofile und Akademisierungsgrade an Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten und die daraus entstehenden Konflikt- und Konkurrenzsituationen.
Mit Blick auf den Bologna-Prozess und den Umbau der Studienstrukturen wird die Frage aufgeworfen, welche Auswirkung die BA- und MA-Abschlüsse auf die Berufsfelder und akademischen Grade innerhalb der Sozialen Arbeit haben.
Fünf Herausforderungen für die Zukunft fassen die momentane Ausbildungssituation für die Sozialen Berufe zusammen, und zeigen deren wichtige Funktion auf, in einer unübersichtlicher werdenden, wohlfahrtsstaatlich geprägten Gesellschaft, soziale Dienstleistungen für alle Menschen sicherzustellen.


meta value=Beschäftigung und Arbeit in der nachindustriellen Gesellschaft

Beschäftigung und Arbeit in der nachindustriellen Gesellschaft

Baethge, Martin
ISBN: 9783497604845

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art014 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

20 Seiten
Preis E-Book: € [D] 20.00 €

meta value=Bildung

Bildung

Thiersch, Hans
ISBN: 9783497604852

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art015 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

Kurztext

Bildung als einer der zentralen Leitbegriffe der derzeitigen pädagogischen und sozialpädagogischen Diskussion wird in verwirrender Weise vielfältig ausgelegt. Statt einer einheitlichen Bestimmung versucht der Beitrag die derzeitige Diskussion durch Differenzierung des Bildungsbegriffs in den unterschiedlichen Verwendungskontexten zu ordnen und ein orientierendes Raster zu entwerfen, in dem die unterschiedlichen Bestimmungen von Bildung und die ihnen entsprechenden Praxen als notwendige Momente von Bildung und Bildungswesen zueinander in Beziehung gesetzt sind. Der Beitrag unterscheidet – zum einen – den anthropologisch allgemeinen Bildungsbegriff vom neuzeitlichen Projekt Bildung als Selbstbildung im Horizont sozialer Gerechtigkeit, wie es sich in der klassischen Diskussion ausgebildet hat und für die veränderten Bedingungen der zweiten Moderne fortgeschrieben werden muss. Der Beitrag unterscheidet – zum anderen – Bildung als unterschiedliche Arrangements, in denen das Projekt Bildung sich realisiert. Die informelle (Alltags-)Bildung, die non-formalisierte (z.B. sozialpädagogische) Bildung und die curricular strukturierte (schulische) Bildung werden in der Unterschiedlichkeit ihrer spezifischen Leistungen und Grenzen skizziert.Der Beitrag betont die zentrale Bedeutung von Alltagsbildung als Lebensbildung, die wechselseitigen, gegenseitigen Offenheiten und Angewiesenheiten der spezifischen Bildungsarrangements und ihr Zusammenspiel in Bildungslandschaften und Bildungsbiografien. Die in der Gesellschaft und im Bildungswesen selbst liegenden Bildungsbarrieren und Widerstände, die zum Scheitern von Bildungserfahrungen führen, werden skizziert, und Veränderungsmöglichkeiten der Bildungslandschaft im Horizont des kritischen Potenzials des Projekts Bildung werden erörtert.


meta value=Bildungsforschung

Bildungsforschung

Schmidt-Hertha, Bernhard
ISBN: 9783497604869

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art016 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Bildungspolitik

Bildungspolitik

Mack, Wolfgang
ISBN: 9783497604876

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art017 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Bindungsbeziehungen: Aufbau, Aufrechterhaltung und Abweichung

Bindungsbeziehungen: Aufbau, Aufrechterhaltung und Abweichung

Ahnert, Lieselotte
ISBN: 9783497604883

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art018 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Biographie

Biographie

Jakob, Gisela
ISBN: 9783497604890

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art019 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Biographie spielt in Praxis und Wissenschaft der Sozialen Arbeit eine wichtige Rolle. Im beruflichen Handeln geht es immer wieder um die Deutung autobiographischer Äußerungen und um die Rekonstruktion biographischer Prozesse, um einen Zugang zu den Lebenswelten der Adressat(inn)en zu erhalten. Darüber hinaus konstruiert Soziale Arbeit auch die Biographien ihrer Adressat(inn)en: Sozialpädagogische Interventionen greifen in Leben und Biographie der Adressat(inn)en ein. Professionelle stellen Deutungsmuster bereit, die von den Adressat(inn)en genutzt werden, um ihr Handeln sinnhaft zu begründen.
In der Wissenschaft hat sich eine ausdifferenzierte „Landschaft“ biographischer Forschung herausgebildet, die von den Traditionen und Methoden der qualitativ-rekonstruktiven Sozialforschung geprägt wird. In einem adressatenbezogenen Forschungsschwerpunkt geht es darum, die Problemaufschichtungen in den Biographien der Adressat(inn)en im Kontext kollektiv-historischer und organisatorischer Rahmenbedingungen zu rekonstruieren. In einem professionsbezogenen Forschungsschwerpunkt werden vor allem Fragen nach individuellen Professionalisierungsprozessen und Strukturen der Habitusbildung bearbeitet.
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Rolle von Biographie in professionellen und disziplinären Kontexten Sozialer Arbeit. Dabei wird von einem Begriff von Biographie als sozialem Konstrukt ausgegangen, wie es der sozialwissenschaftlichen Biographieforschung zugrunde liegt. Die Konstruktion von Biographie wird dabei als emergenter Vorgang verstanden, in dem der/die Biographieträger(in) eine eigene Geschichte hervorbringt, die sich an kulturellen Traditionen biographischer Präsentation orientiert und von gesellschaftlich-historischen Abläufen geprägt wird.


meta value=Care – Sorgen als sozialpolitische Aufgabe und als soziale Praxis

Care – Sorgen als sozialpolitische Aufgabe und als soziale Praxis

Brückner, Margrit
ISBN: 9783497604906

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art020 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Der Umbau der Wohlfahrtsstaaten und der Wandel der Geschlechter- und Generationenverhältnisse machen eine Debatte über gesellschaftliche Sorgetätigkeiten notwendig. Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt: eine gerechtere Arbeitsverteilung und die Einbeziehung von Sorgeleistenden und Sorgeempfangenden in soziale Staatsbürgerschaft, da Care als traditionell weibliche Tätigkeit weiterhin primär der nachrangigen privaten Sphäre zugeordnet respektive als Beruf abgewertet wird. Dazu ist es erforderlich, die Entwicklungsstränge der internationalen Care Debatte nachzuzeichnen, für die folgende Wissenschaftsbereiche relevant sind: Demokratietheorie/ Ethik, Sozialpolitik/ Arbeitswissenschaften und Handlungstheorien.
Charakteristisch für Care ist das Spannungsverhältnis zwischen dem privaten und dem öffentlichen Bereich, bezahlten und unbezahlten Tätigkeiten sowie der politischen und der sozialen Sphäre. Insbesondere die Zunahme häufig illegalisierter Sorgearbeit von Migrantinnen in Privathaushalten stellt eine neue Ungerechtigkeit dar. Für Care als berufliche Tätigkeit ist eine bewusste „Fürsorgerationalität“ von besonderer Bedeutung, die auf Grenzen der Normierungen und Standardisierungen von Sorgetätigkeiten und auf notwendige Gestaltungsspielräume verweist. Angesichts der wachsenden Lücke im Sorgenetzwerk — bei steigenden Sorgeaufgaben — bedarf es neuer Modelle des Sorgens als gesellschaftliche Aufgabe, die den Bedürfnissen der zu Versorgenden gerecht werden und die Sorgenden nicht ausbeuten. Voraussetzung ist ein sozialstaatlich gesicherter Überbau und die Anerkennung von Sozial- und Pflegeberufen als Teil einer gerechten, öffentlichen Kultur des Sorgens.


meta value=Care und Case Management

Care und Case Management

Rainer, Wolf
ISBN: 9783497604913

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art021 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Im Verhältnis von formeller humandienstlicher Versorgung (care) und eigenem Sorgen von Menschen (care) wird ein Case Management als personen- und situations+M19bezogene Wegleitung in der Lösung sozialer und in der Behandlung gesundheitlicher Probleme begriffen. In individueller Fallführung organisiert das Verfahren die Erschließung von Ressourcen und gestaltet eine angemessene Erbringung von Leistungen. Das Case Management besteht in einer rationalen Gliederung des Vorgehens in die Schritte und Funktionen des Fallzugangs, des Assessments, der Zielvereinbarung und Hilfeplanung, der Koordinierung und Überwachung, der Evaluation und der Rechenschaftslegung.
Zur Unterstützung, Förderung und Problembehandlung im Einzelfall gehört ein Care Management zur Vernetzungs- und Gestaltungsarbeit im persönlichen Umfeld und im Leistungssystem. Es erfolgt eine Systemsteuerung in der Infrastruktur der Versorgung und im Mix der Wohlfahrtsproduktion. Vom Care Management wie vom Case Management wird erwartet, dass es fachlich qualifiziert und orientiert an Standards erfolgt.


meta value=Demografie

Demografie

Luy, Marc
ISBN: 9783497604920

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art022 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Die Demografie befasst sich mit der Erforschung von Bevölkerungen in Bezug auf ihre Größe und Struktur sowie den entsprechenden zeitlichen Veränderungen. Durch ihr Methodenspektrum und die daraus entspringenden Indikatoren für die Beschreibung demografischer Verhaltensweisen und demografischer Verhältnisse von Bevölkerungen steht die Demografie in direkter Verbindung zu allen Wissenschaftsdisziplinen, die sich ebenfalls ausschließlich oder in spezifischen Teilbereichen mit Bevölkerungen beschäftigen, wie die Soziologie, die Ökonomie, die Geografie, die Geschichtsforschung, die Medizin, die Psychologie, die Biologie oder die Politikwissenschaft. In aller Regel behandelt die Demografie Bevölkerungen, die groß genug sind, damit die Analyse der demografischen Prozesse nicht vom spezifischen Verhalten einzelner Individuen beeinflusst wird. Dennoch werden demografische Kennziffern im Allgemeinen als beste Beschreibung für das typische Verhalten von Individuen interpretiert, auch wenn sie allenfalls das durchschnittliche Verhalten der Mitglieder einer Bevölkerung wiedergeben. Durch diese Charakteristika stellt die Demografie mit ihren Indikatoren auch für jene Disziplinen eine bedeutende Grundlage dar, die sich vor allem mit den Individuen selbst auseinandersetzen, wie die Sozialarbeit und die Sozialpädagogik.Neben der intensiven Beschreibung der Aufgaben der Demografie behandelt der Beitrag noch weitere relevante Aspekte um diese Wissenschaftsdisziplin, wie Ursprung und Art demografischer Daten, Berechnung und Bedeutung demografischer Kennziffern sowie ausgewählte Aspekte angewandter demografischer Forschung.


meta value=Demokratie

Demokratie

Richter, Helmut
ISBN: 9783497604937

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art023 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

In deutschen Jugendserveys wird regelmäßig die Einstellung zur Demokratie erhoben und dabei ungefragt ein Wissen über Demokratie und eine Praxis in Demokratie unterstellt, obwohl bisher nicht geklärt ist, wo Mensch Demokrat wird und sein kann. Erst im 21. Jahrhundert ist diese Frage angesichts der dramatischen Zuspitzung gesellschaftlicher Konflikte systematisch gestellt und aus Sicht der Schulpädagogik dahingehend beantwortet worden, dass Demokratiebildung in der Schule geschehen müsse. Die Jugendarbeit hat dem nicht widersprochen, weil beide Demokratie entsprechend dem vorherrschenden „westlichen“ Verfassungsverständnis als Regierungsform begreifen: als einen Konkurrenzkampf der Eliten/Parteien um die Macht im Staat, auf den die Jugend schulisch-kognitiv vorzubereiten ist, um sich später als Wahlbürger daran zu beteiligen. Versteht man Demokratie jedoch auch als Lebensform, als deliberativ und beteiligungszentriert in Beratung und Entscheidung, dann bedarf es hierfür nicht nur einer kognitiven Vorbereitung, sondern einer Bildung in demokratischer Praxis. Ihre genuine Institution ist aufgrund seiner Tradition und Prinzipien der Verein mit seinem egalitären Mitgliederhandeln, der Diskussionsfreiheit und den Majoritätsentscheidungen im Rahmen einer kommunalen Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund, dass der Verein heute in Deutschland als wichtigster Sozialraum gilt und zugleich die Basis-Institution der Sozialpädagogik ist, wird die Vereinspädagogik entfaltet und in der Differenz zur Schulpädaogogik als Demokratiepädagogik rekonstruiert.


meta value=Diagnostik in der Sozialen Arbeit

Diagnostik in der Sozialen Arbeit

Heiner, Maja
ISBN: 9783497604944

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art024 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Nach einem Rückblick auf die zehnjährige Fachdiskussion zur Diagnostik in der Sozialen Arbeit wird für die Entwicklung eines integrativen Konzeptes plädiert, das zur Überwindung der blockierenden Polarisierung zwischen den hermeneutisch-rekonstruktiven und den klassifikatorisch-erkenntnislogischen Ansätzen beitragen soll.Auf der Basis einer Analyse der erkenntnistheoretischen und handlungstheoretischen Grundlagen dieser Modelle werden Aspekte einer Theorie der Diagnostik erörtert (Zielsetzung, Gegenstand, Verwendungskontext und Gütekriterien der Diagnostik). Dabei wird auch ein Modell phasen- und kontextspezifischer diagnostischer Anforderungen entwickelt, das die Auswahl und die unterschiedliche Kombination mehr oder minder standardisierter und formalisierter, mehr oder minder operationalisierter, sowie mehr oder minder dialogischer Verfahren begründet. Es wird von der Prämisse ausgegangen, dass bei der Entscheidung für bestimmte Ansätze den erläuterten Standards professionellen Handelns und der Praktikabilität der Modelle im Berufsalltag ebenso große Bedeutung zukommt wie den wissenschaftlich begründeten Kriterien zuverlässiger, präziser und überprüfbarer Informationsverarbeitung unter Berücksichtigung der Ergebnisse empirischer Untersuchungen. Hinweise auf publizierte Diagnoseverfahren ergänzen diese theoretischen Überlegungen.


meta value=Didaktik

Didaktik

Steinbacher, Elke
ISBN: 9783497604951

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art025 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Dienstleistungsorientierung

Dienstleistungsorientierung

Oechler, Melanie
ISBN: 9783497604968

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art026 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Diskriminierung und Rassismus

Diskriminierung und Rassismus

Scherr, Albert
ISBN: 9783497604975

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art027 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Soziale Arbeit ist mit Problemen der Lebensführung befasst, die in einem engen Zusammenhang mit sozialen Benachteiligungen stehen. Dies wird in Theorien Sozialer Arbeit gewöhnlich mit ungleichheitssoziologischen Begriffen (Klasse, Schicht, Milieu, soziale Ausgrenzung) thematisiert. Ausgeblendet bleiben dabei traditionell diskriminierende Strukturen und Praktiken, d.h. die Ungleichbehandlung aufgrund kategorialer Unterscheidungen wie Geschlecht, Ethnizität, „Rasse“ oder Staatsangehörigkeit.
Im vorliegenden Beitrag werden Grundlagen für ein sozialwissenschaftlich fundiertes Verständnis von Diskriminierung entwickelt. Dabei wird aufgezeigt, dass Diskriminierung keineswegs zureichend als ein vorurteilsgeleitetes Handeln verstanden werden kann, wie vielfach angenommen wird. Demgegenüber wird die gesellschaftsstrukturelle und institutionelle Dimension von Diskriminierung verdeutlicht. Hingewiesen wird weiter auf die Notwendigkeit, Gruppenkategorien, wie sie auch in der Sozialen Arbeit verbreitet sind, kritisch zu hinterfragen und die ihnen zugrundeliegenden sozialen Konstruktionsprozesse in den Blick zu nehmen.
Im Hinblick auf die Soziale Arbeit wird auf dieser Grundlage einerseits argumentiert, dass für die Soziale Arbeit bedeutsame Problemlagen von Einzelnen, Familien und sozialen Gruppen auch durch Diskriminierung verursacht bzw. mitverursacht sein können. Andererseits wird Soziale Arbeit aufgefordert, sich mit ihrer eigenen potentiellen Verstrickungen in diskriminierende Strukturen und Praktiken auseinanderzusetzen. Dazu ist ein theoretisch und empirisch fundiertes Verständnis der Ursachen, Formen und Folgen der heterogenen Formen von Diskriminierung erforderlich.


meta value=Diversity und Soziale Arbeit

Diversity und Soziale Arbeit

Mecheril, Paul
Plößer, Melanie
ISBN: 9783497604982

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art028 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Soziale Arbeit stellt ein Handlungsfeld dar, das durch historisch und kontextuell wechselnde Fokussierungen von Differenz geprägt ist. Im Beitrag von Paul Mecheril und Melanie Plößer wird in diesem Verständnisrahmen das in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen breit diskutierte Konzept „Diversity“ als ein Konzept der Anerkennung von Vielfalt und Differenz vorgestellt und kritisch reflektiert. Mit dem Begriff „Diversity“ steht der Sozialen Arbeit ein Konzept zur Verfügung, das einen angemessenen Umgang in und mit gesellschaftlicher Wirklichkeit in Aussicht zu stellen scheint. Der aus dem angloamerikanischen Sprachraum stammende Begriff „Diversity“ kann zunächst mit Vielfalt, Heterogenität übersetzt werden. Mit dem Begriff ist eine normative Haltung der grundsätzlichen Bejahung und Würdigung von Unterschiedlichkeit und Diversität verbunden. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wird Diversity als ein Konzept der Anerkennung von Vielfalt und Differenz vorgestellt und kritisch reflektiert. Vor dem Hintergrund, dass Differenz und Vielfalt in der Sozialen Arbeit lange Zeit ausgeblendet wurden, wird in einem ersten Schritt ein Überblick über diejenigen Impulse gegeben, die die Soziale Arbeit zur Thematisierung und Berücksichtigung von Differenzverhältnissen angeregt haben. Deutlich wird bei diesem Rückblick, welche grundlegende Bedeutung Differenz in der Sozialen Arbeit zukommt und auf welchen Ebenen Fragen von Andersheit und Vielfalt eine Rolle spielen. Es werden drei implizite und explizite Bezugnahmen auf Differenz in der Sozialen Arbeit unterschieden: Differenz als Ausgangspunkt sozialpädagogischer Normalisierungsarbeit; Differenz als Vielfalt der Lebenswelten; Differenz als Ausdruck einer machtvollen Differenzordnung.In einem Zwischenschritt wird sodann mit Hilfe der Ausdrücke „Differenzordnung“ und „Intersektionalität“ erläutert, was wir meinen, wenn wir von Differenz sprechen. Vor diesem Hintergrund wird in einem nächsten Schritt „Diversity“ als Konzept in der Sozialen Arbeit vorgestellt, das auf Anti-Diskriminierung, auf die Anerkennung von unterschiedlichen Differenzlinien und deren Nutzung als Ressource abzielt. Welche Grenzen und welchen Sinn ein solches Konzept als regulatives Prinzip für die Pädagogik besitzt, ist Gegenstand abschließender Überlegungen.


meta value=Eingriff

Eingriff

Müller, Burkhard
ISBN: 9783497604999

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art029 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Eltern und Elternschaft

Eltern und Elternschaft

Oelkers, Nina
ISBN: 9783497605002

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art030 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Elternschaft basiert auf heterogenen Entstehungs- und Begründungszusammenhängen und differenziert sich in verschiedene Segmente aus, zu denen ‚genetische‘, ‚biologische‘, ‚rechtliche‘ und ‚soziale Elternschaft‘ zählen. Als kulturell konstruierte Begriffe unterliegen ‚Elternschaft‘ und ‚Eltern‘ aufgrund ihrer gesellschaftlich-historischen Einbettung fortwährendem Wandel. Gegenwärtig findet eine zunehmende Pluralisierung von Elternschaftskonstellationen und damit verbundener Familienformen statt, in deren Zusammenhang sich familiale Lebensformen weiter ausdifferenzieren und ein heterogenes Spektrum an Eltern-Kind-Beziehungen entsteht. Elternschaft unterliegt einerseits (verfassungs-)rechtlichem Schutz sowie staatlicher Kontrolle und andererseits — insbesondere wenn von der ‚Normalfamilie‘ abgewichen wird — unterschiedlichen gesellschaftlichen Bewertungen. Elternverantwortung wird zur Zielkategorie, welche aus gesellschaftlicher Perspektive die moralische Verantwortung der Eltern gegenüber ihren Kindern meint sowie gesellschaftlich normative Erwartungen und Idealvorstellungen impliziert. Gleichermaßen umfasst Elternverantwortung die rechtliche Verantwortung der Eltern für ihre Kinder, deren Erfüllung durch staatliche Instanzen in der Rolle des staatlichen Wächteramtes kontrolliert wird und bei Gefährdungen des kindlichen Wohlergehens entsprechende Eingriffe nach sich zieht. Insbesondere wenn elterliche Erziehungspraktiken das Kindeswohl gefährden bzw. nicht gewährleisten, geraten Eltern in den Fokus der Sozialen Arbeit.


meta value=Empowerment

Empowerment

Seckinger, Mike
ISBN: 9783497605019

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art031 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Entwicklung

Entwicklung

Oerter, Rolf
ISBN: 9783497605026

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art032 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

meta value=Erziehung und Erziehungsmittel

Erziehung und Erziehungsmittel

Hörster, Reinhard
ISBN: 9783497605040

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art034 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Der Beitrag geht davon aus, dass es heutzutage schwieriger ist, das Generationenverhältnis zu beherrschen, als zu Schleiermachers Zeiten im 19. Jahrhundert. Er gewichtet deshalb die Bedeutung pädagogischer Reflexion in der Sozialen Arbeit hoch und stellt ein Verständnis pädagogischen Handelns vor, das von einer bestimmten Basisdifferenz ausgeht: der zwischen dem Sinn und dem komplexen, oft gegenläufigen Vollzug des Erziehens. Verschiedene Möglichkeiten der pädagogischen Reflexion, mit dieser Differenz umzugehen, werden im ersten Abschnitt durchgespielt. Im zweiten Abschnitt betont der Beitrag den Wagnischarakter des Erziehens und wirft einen Blick auf verschiedene Ansätze, in denen der Umgang mit Nebenwirkungen bedacht wird. Der dritte Abschnitt schließlich verdeutlicht ein Denken der Basisdifferenz, das sich etwas mehr Klarheit über Erziehungsmittel verschaffen möchte und insbesondere Wissen über Wirksamkeiten ins Zentrum stellt. Er zeigt, inwiefern es die mit Ungewissheit belastete Verwendung von wahrscheinlichen Wirkungen in pädagogischen Handlungsstrategien ist, die die Beschäftigung mit Erziehungsmitteln relevant werden lässt. Einige Positionen der wissenschaftlichen Pädagogik, die diesem Verständnis eines Erziehungsmittels zuordenbar sind, werden erläutert. Hierbei macht der Beitrag deutlich, inwiefern lediglich eine lockere Verbindung von pädagogischen Zielen und mehr oder weniger begründet angenommenen Wirksamkeiten zur Debatte stehen kann und welche Ambivalenzen und immanenten Widersprüche ein pädagogisches Feld durchziehen.


meta value=Erziehungs- und Bildungsziele

Erziehungs- und Bildungsziele

Winkler, Michael
ISBN: 9783497605057

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art035 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

meta value=Evaluation und Evaluationsforschung

Evaluation und Evaluationsforschung

Groenemeyer, Axel
Schmidt, Holger
ISBN: 9783497605064

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art036 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

meta value=Familie

Familie

Ecarius, Jutta
Schierbaum, Anja
ISBN: 9783497605071

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art037 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Die Familienforschung ist seit jeher Gegenstand erziehungs- und sozialwissenschaftlicher Analysen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Familie ist dabei ganz unterschiedlicher Art: Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Familie und Gesellschaft konzentriert sich auf die charakteristischen Merkmale, durch die sich Familien auszeichnen, sowie auf die sozialen Rahmenbedingungen, in die Familien eingebettet sind. Andere Zugänge fokussieren stärker das innerfamiliale Handeln, die Generationsbeziehungen und die Erziehungsprozesse in Familien. Um diesen unterschiedlichen Perspektiven möglichst gerecht zu werden, wird zunächst mit Hilfe sozial-anthropologischer Konzepte die Familie in ihrer Gestaltform diskutiert. Daran anschließend stehen die historischen Veränderungen sowie aktuelle Erscheinungsformen von Familien im Mittelpunkt. Hierbei wird insbesondere auf generationsdifferenzierte Lebensformen der Familie unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht und Migration eingegangen. Auf dieser Basis wird schließlich das Forschungsfeld Familie und Erziehung erörtert. Themen sind die Erziehungsstilforschung, die Theoretisierungen von Familienerziehung sowie die historischen Wandlungsprozesse von Erziehungspraxen. Bei diesen Untersuchungen steht neben der Betrachtung der Erziehung von Kindern auch stets das Verhältnis von Familie und Jugend im Fokus.


meta value=Familienhilfe

Familienhilfe

Richter, Martina
ISBN: 9783497605088

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art038 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Familienpolitik, Soziale Arbeit mit Familien und Familienbildung

Familienpolitik, Soziale Arbeit mit Familien und Familienbildung

Euteneuer, Matthias
Sabla, Kim-Patrick
Uhlendorff, Uwe
ISBN: 9783497605095

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art039 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

meta value=Freie Träger in der Sozialen Arbeit

Freie Träger in der Sozialen Arbeit

Olk, Thomas
ISBN: 9783497605101

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art040 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

meta value=Freiheit

Freiheit

Lauermann, Karin
ISBN: 9783497605118

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art041 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Eine freiheitliche Gesellschaft unter dem Postulat des Respekts und der wechselseitigen Anerkennung gesteht allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe, physischem, psychischem, sozialem oder moralischem Status ein Recht auf ein Leben in Autonomie zu.
In Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts eines jeden Menschen widmet sich der Beitrag — ausgehend von einer mehrperspektivischen Betrachtung von Freiheit — dem Verhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung als zentrales Problem des Freiheitsgedankens. Das Postulat der Freiheit als Ziel menschlicher Entwicklung rückt, unter Bezug auf genuin (sozial-)pädagogische sowie interdisziplinäre Diskussionen, die in der Zukunft liegende höchstmögliche Autonomie als Selbstbestimmung im Sinne transzendentaler Freiheit in den Fokus sozialpädagogischer Interventionen oder Nichtinterventionen. Daraus formuliert sich der Auftrag an die Soziale Arbeit für eine Optimierung der Handlungs- und Entscheidungsfreiheit aller Menschen zu deren höchstmöglicher Entfaltung. In den Lebensverhältnissen einer postmodernen Gesellschaft möge Soziale Arbeit Möglichkeitsbedingungen für ein gelingenderes Leben anbieten und die Menschen befähigen, im höchstmöglichen Maße selbstbestimmt entmündigende Kräfte zu überwinden.
Dabei ist es auch für die in der Sozialen Arbeit professionell Tätigen unabdingbar, selbst über Begriffe des freien Handelns zu verfügen, um eine emanzipative Autonomieentwicklung unter dem Aspekt der Freiheit im Blick zu behalten.


meta value=Friedens- und Konflikterziehung

Friedens- und Konflikterziehung

Gugel, Günther
ISBN: 9783497605125

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art042 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Friedenspädagogik und Friedenserziehung sind Sammelbegriffe für unterschiedliche Ansätze, die durch Erziehung und Bildung Frieden fördern wollen, sich aber in ihren konkreten Vorstellungen, was Frieden sei und wie dieser erreicht werden kann, stark unterscheiden.Friedenserziehung beschäftigt sich mit den emotionalen, sozialen und kognitiven Grundlagen und Lernchancen für Friedensfähigkeit und Friedenshandeln; also mit der Entwicklung von prosozialen Einstellungs- und Verhaltensweisen von Individuen und Gruppen. Konfliktmanagement, Mediation und Strategien der Versöhnungsarbeit greifen allesamt auf die Grundlagen der Konfliktforschung zurück, allerdings weitgehend ohne die politischen und internationalen Dimensionen und machtkritischen Inhalte dieser Ansätze aufzunehmen. Gerade diese zeichnen jedoch Friedenspädagogik aus. Konflikterziehung bedeutet, Lernangebote zur Förderung von Konfliktfähigkeit zu entwickeln und zu implementieren, um damit Personen, Gruppen und Organisationen zu befähigen, konstruktiv mit Konflikten umzugehen. Dies bezieht sich unter einem friedenspädagogischen Aspekt auf den individuellen, gruppenspezifischen, gesellschaftlichen und internationalen Bereich. Die im Nahbereich notwendigen Kompetenzen für Konfliktfähigkeit lassen sich in fünf Bereiche aufgliedern, nämlich in kommunikative, kooperative, Deeskalations-, Verfahrens- und Konfrontations-Kompetenzen.Die Entwicklung einer friedensfähigen Gesellschaft kann nicht alleine durch politische und ökonomische Veränderungen erreicht werden, sondern muss die Veränderung tief verankerter kultureller Muster einbeziehen, welche die Transformation einer „Kultur der Gewalt“ in eine „Kultur des Friedens“ erst ermöglichen.


meta value=Funktionsbestimmungen Sozialer Arbeit

Funktionsbestimmungen Sozialer Arbeit

Böllert, Karin
ISBN: 9783497605132

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art043 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Ganztagsbildung

Ganztagsbildung

Coelen, Thomas
Otto, Hans-Uwe
ISBN: 9783497605149

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art044 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Gefühle, Emotionen, Affekte

Gefühle, Emotionen, Affekte

Müller, Burkhard
ISBN: 9783497605156

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art045 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Gemeindepsychiatrie und Soziale Arbeit

Gemeindepsychiatrie und Soziale Arbeit

Hanses, Andreas
ISBN: 9783497605163

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art046 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Gemeinschaft

Gemeinschaft

Böllert, Karin
ISBN: 9783497605170

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art047 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Gender, Genderforschung

Gender, Genderforschung

Maurer, Susanne
May, Michael
ISBN: 9783497605187

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art048 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Der Beitrag diskutiert zunächst die Problematik geschlechterpolitischer und historischer Systematisierungsversuche von Ansätzen der Genderforschung und geschlechtsbezogenen Sozialen Arbeit, wie auch solche, die vermeinen, wissenschaftlichen Paradigmenwechseln in diesem Feld diagnostizieren zu können. Vor diesem Hintergrund werden sodann bis heute nebeneinander existierende identitäts- und rollentheoretische sowie machtanalytische Modelle ebenso wie solche der Dekonstruktion und Intersektionalität kritisch bezüglich ihrer theoretischen Zentralreferenzen rekonstruiert und auch in ihren praktischen Implikationen für die Soziale Arbeit skizziert.
Im Anschluss fokussiert der Beitrag „Gender“ als eine politische Kategorie, mit der Problemlagen thematisiert und auf die hin konkrete Arbeitskonzepte entwickelt werden können. Er rekonstruiert entsprechende Thematisierungsdynamiken als Fragen, an denen sich die entsprechenden Denkbewegungen historisch-konkret abgearbeitet haben (und auch heute abarbeiten müssen), und verortet diese in einem Spannungsfeld von Kritik, Norm und Utopie. Vor dem Hintergrund, dass Gesellschafts- und Subjektperspektiven bzw. Mikro- und Makroebene eine Schnittstelle zwischen Genderforschung und Sozialer Arbeit darstellen, wird die „Aufklärung“ vielschichtiger Verhältnisse von Ungleichheit und Differenz als die zugleich wissenschaftliche wie professionelle Herausforderung der Gegenwart markiert.


meta value=Gender-Mainstreaming in der Sozialpädagogik

Gender-Mainstreaming in der Sozialpädagogik

Karsten, Maria-Eleonora
ISBN: 9783497605194

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art049 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Gender-Mainstreaming in der Sozialpädagogik als Prozess, der alles Handeln umfasst, das sich auf den Abbau von Ungleichheiten und die Entwicklung von Gleichstellung hinsichtlich gesellschaftlich und kulturell geprägter Ungleichbehandlung in Rollen, Rechten, Pflichten und Interessen von Frauen und Männern bezieht, ist auf Grund nicht durchgängig konsequent verfolgter struktureller, analytischer und reflexiver Gestaltung in Theorie, Praxis und Forschung eine weiterhin zu realisierende Entwicklungsaufgabe. Gender-Mainstreaming bleibt damit ein fortdauerndes Arbeitsprogramm, das so verstanden, die Besonderheiten der sozialpädagogischen Profession (in der Vielfalt der Konstitution von Handlungsfeldern und ko-konstruktiver personenbezogener Dienstleistungsarbeit) ausgestaltet. Ziel ist es daher, Geschlechterrollen als soziales und kulturelles Konstrukt zu verstehen und eben diese Konstruiertheit durch eine aktive, ko-konstruktive Gestaltung im Aktionsfeld sozialer Ungleich- und Ungerechtigkeiten zu bearbeiten. Hervorzuheben ist dabei vor allem, dass dieser Gedanke als Querschnittsaufgabe bereits rechtliche Verankerung z.B. in den Strukturmaximen für die Kinder- und Jugendhilfe im SGB VIII hat und somit bspw. auch in sozialen Institutionen den Rahmen für Denk- und Handlungsprozesse bietet.Aktive doing-gender-Prozesse, die Entwicklung von Geschlechtsidentitäten und ein kontinuierliches Reproduzieren in der doppelten sozialen Konstruktion können durch „Bildung“, als Möglichkeit der reflexiven Bewusstmachung und kritischen Auseinandersetzung, gestützt werden.Gender-Mainstreaming wird damit als Gender-Kompetenz zur Schlüsselqualifikation und Maßstab professionellen Handelns, Wissens, der Wissensbildung sowie der Haltung und des Könnens. Das damit untrennbar einhergehende Denken von Vielfalt, als wesentliches Element sozialpädagogischer Professionalität, bedeutet in einer entsprechend differenzierten Konkretisierung, dass z.B. Methoden und Hilfeformen gemeinsam mit Adressatinnen und Adressaten auszuarbeiten sind. Dazu bedarf es u.a. einer biographischen Auseinandersetzung mit und Reflexion der eigenen Geschlechterrolle sowie die genderspezifische Differenzierung sozialpädagogischer Arbeitsformen und der sozialen Berufe. Ein entsprechender Sprachgebrauch, differenzierte Dokumentationen und Berichterstattungen, Zusammensetzung von Teams, Arbeitsgruppen und Kommissionen charakterisieren hierbei Handlungserfordernisse, die multiperspektivisch (z.B. in sozialen Organisationen inklusive des Managements, Wissenschaft, Politik) zu realisieren sind, um das Ziel des Gender-Mainstreamings, die Geschlechter- und damit Chancengerechtigkeit, auf allen gesellschaftlichen und bildungsbezogenen Ebenen der Sozialpädagogik zu ermöglichen.Ein beispielhaftes Modell bietet Schweden, das durch die Arbeit mit der so genannten „5-R-Methode“ (Repräsentation, Ressourcen, Rechte, Realitäten und Resultate) wiederkehrende Analysen zur Realisierung von Gender-Mainstreaming in Alltagshandlungen und Maßnahmenentwicklungen ausgestaltet. Dies ist ein sozialpädagogischer und sozialdidaktischer Weg, das beschriebene Arbeitsprogramm professionell zu realisieren.


meta value=Genderpolitik

Genderpolitik

Bitzan, Maria
ISBN: 9783497605200

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art050 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

Kurztext

Der Beitrag „Genderpolitik“ fokussiert die Fragen, wie Geschlechteraspekte in Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit beachtet werden und wie die Profession beitragen kann zu einer geschlechtergerechteren Gesellschaft.
Soziale Arbeit hat schon immer einen spezifischen Bezug auf „Geschlecht“: Viele der „klassischen“ Probleme im Zusammenleben sind eng verknüpft mit der Geschlechterdimension, aus der die häusliche Arbeitsteilung sowie die Zuschreibungen und Erwartungen an „Mann“ und „Frau“ inkl. sexueller Gewalt resultieren. Soziale Arbeit als „weiblicher“ Beruf kämpft einerseits mit der gesellschaftlichen Minderbewertung von Care-Tätigkeiten, ist andererseits als genderpolitisches Ergebnis der ersten Frauenbewegung anzuerkennen.

„Genderpolitik“ meint hier weniger Gesetzespolitik, sondern sowohl die Strategien und Bemühungen kritischer Akteur_innen wie der Frauenbewegungen, der kritischen Männerbewegungen und der aktuellen schwul-lesbisch-queeren Bewegungen als auch staatliche Maßnahmen hinsichtlich des Geschlechterverhältnisses.
Einige exemplarisch erörterte Marksteine genderpolitischer Praxis — zum Thema (sexualisierte)Gewalt gegen Frauen, Mädchenförderung, Frauenbildung, Jungenarbeit, Genderkompetenz — charakterisieren fachlich-politische Bestrebungen in all ihrer Ambivalenz.
Weiterhin werden die (meist fehlende) Bezugnahme von Genderpolitik und Fachdiskurs angesprochen und die „Geschlechterpolitik“ des neoliberalen Paradigmas und seine Implikationen für die Soziale Arbeit skizziert. Die Verortung genderpolitischer Ansätze in kritischer diversitätsbewusster Sozialer Arbeit schließt den Beitrag ab.


meta value=Generationen

Generationen

Liegle, Ludwig
ISBN: 9783497605217

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art051 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Gerechtigkeit

Gerechtigkeit

Böllert, Karin
Otto, Hans-Uwe
Schrödter, Mark
Ziegler, Holger
ISBN: 9783497605224

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art052 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

meta value=Geschichte der Sozialen Arbeit

Geschichte der Sozialen Arbeit

Münchmeier, Richard
ISBN: 9783497605231

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art053 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

meta value=Geschichte sozialpädagogischer Ideen

Geschichte sozialpädagogischer Ideen

Maurer, Susanne
Schröer, Wolfgang
ISBN: 9783497605248

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art054 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

meta value=Gesellschaftstheorien und Soziale Arbeit

Gesellschaftstheorien und Soziale Arbeit

Thole, Werner
Hunold, Martin
ISBN: 9783497605255

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art055 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

15 Seiten
Preis E-Book: € [D] 15.00 €

meta value=Gesundheit und Krankheit

Gesundheit und Krankheit

Homfeldt, Hans Günther
Sting, Stephan
ISBN: 9783497605262

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art056 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

Kurztext

Obwohl die Gesundheitsfürsorge in der Entwicklungsgeschichte der Sozialen Arbeit eine zentrale Rolle spielte und sich inzwischen Soziale Arbeit in unterschiedlichen Feldern des Gesundheitswesens etablieren konnte, ist Gesundheit erst im Verlauf der zurückliegenden beiden Jahrzehnte allmählich ins Blickfeld der Sozialen Arbeit gerückt. Ein sozialwissenschaftlich fundiertes Verständnis von Gesundheit und Krankheit, angestoßen durch die Ottawa Charta der WHO von 1986, bietet der Sozialen Arbeit vielfältige Anknüpfungspunkte. Die salutogenetische Orientierung im WHO-Konzept der Gesundheitsförderung geht von der Handlungsfähigkeit der Akteure im Hinblick auf ihre eigene Gesundheit aus. Dabei spielt die Verschränkung von gesundheitlichen und sozialen Aspekten eine zentrale Rolle. Nicht nur die Zugänge zu gesundheitsbezogener Prävention und Gesundheitsförderung, sondern auch Ressourcen und Schutzfaktoren sowie soziale Determinanten von Gesundheit sind ungleich verteilt und schichten sich zu heterogen verlaufenden Gesundheitsbiographien auf. Dabei sind Migranten und Migrantinnen überdies spezifischen Benachteiligungen ausgesetzt. Ferner ist der Zugang zur Gesundheit geschlechterdifferent. Im Gegensatz zur Frauengesundheit rückt die Gesundheit von Jungen und Männern erst allmählich ins öffentliche Blickfeld.
Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit lässt sich in drei Bereiche unterteilen:

in eine Gesundheitsarbeit im Sozialwesen. Ihr geht es in der Kinder- und Jugendhilfe, der Familienhilfe und der Jugendarbeit um die Einbindung gesundheitsförderlicher Aufgaben;
in eine sozialpädagogische Gesundheitsförderung. Sie umfasst präventive und gesundheitsförderliche Tätigkeiten in Settings wie Schule, Stadtteil, Betrieb und Kindergarten; und
in eine Soziale Arbeit im Gesundheitswesen. Sie beinhaltet Soziale Arbeit im Krankenhaus, in der Rehabilitation, im Öffentlichen Gesundheitsdienst, in der Suchthilfe usw.

Gesundheitsbezogene Zukunftsaufgaben der Sozialen Arbeit liegen im Bereich einer kontextbezogenen Qualitätssicherung, in der Entwicklung eines lebensverlaufsbezogenen Verständnisses von Gesundheit, in der Wahrnehmung des Körpers als sozialer Realität und in der Entwicklung von interprofessionellen Kooperationen aufgrund sich ausdifferenzierender Risikolagen des Aufwachsens und der Gesundheitsbiographien.


meta value=Gewalt und soziale Desintegration

Gewalt und soziale Desintegration

Möller, Kurt
ISBN: 9783497605279

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art057 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

Kurztext

Gesellschaftliche und dabei auch insbesondere pädagogische und sozialarbeiterische Maßnahmen, die das Ziel verfolgen, Gewalt vorzubeugen und sie ebenso effektiv wie nachhaltig zu reduzieren, können nur dann als sachangemessen und erfolgversprechend gelten, wenn sie in der Lage sind, ihre Herangehensweisen empirisch und theoretisch zu begründen.Soweit ihr Anspruch darüber hinausreicht, nur situativ fixierte, punktuell vorzunehmende und anlassbezogene Reaktionen zu sein, kommen sie nicht umhin, auf einem Erkenntnisfundament aufzubauen, das durch den thematisch einschlägigen, aktuellen nationalen und internationalen Stand der Forschung gegeben ist.Der Beitrag fasst daher zentrale Ergebnisse der internationalen Gewaltforschung zusammen, sichtet sie auf dem Hintergrund des Erklärungsansatzes der Theorie sozialer Desintegration und entwickelt auf dieser Basis Konsequenzen für den gesellschaftlichen Umgang mit Gewalt und die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Kontext.


meta value=Governance

Governance

Roß, Paul-Stefan
Rieger, Günter
ISBN: 9783497605286

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art058 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Governance bezeichnet im weitesten Sinne Phänomene des Regierens (government) und Steuerns. Insbesondere erfasst der Begriff Governance aber Veränderungen der politischen Steuerung und organisationalen Gestaltung in komplexen Regelsystemen. Zu unterscheiden ist dabei eine empirisch-analytische von einer normativ-strategischen Verwendung des Konzepts. In analytischer Perspektive versucht Governance zu verstehen, wie sich politische Steuerung angesichts zunehmend komplexer gesellschaftlicher Verflechtungen und Interdependenzen über (a) politische Ebenen (kommunal, national, international), (b) gesellschaftliche Sektoren (Staat, Markt, Assoziationen, primäre Netze) und (c) die Grenzen von Politikfeldern hinweg wandelt. Erkannt wird, dass politische Steuerung unter diesen Bedingungen weder allein (hierarchisch) durch den (souveränen) Staat erfolgt, noch gänzlich dem Markt überlassen wird. Politische Steuerung erscheint angesichts der Komplexität der Verhältnisse als Aushandlungsprozess in Politiknetzwerken und ist besser als Mix verschiedener Steuerungsmechanismen zu begreifen. In normativer Perspektive meint Governance ein Reformkonzept, das die Abstimmung und das Zusammenwirken der Ebenen und Sektoren im Sinne guten Regierens zu verbessern versucht (Interdependenzmanagement), um Politik und Organisationen effektiver, effizienter und partizipativer zu gestalten und damit Funktionsfähigkeit und Legitimität zu erhöhen.
Für die Soziale Arbeit liefert Governance einen Analyserahmen, um besser zu verstehen, welche Auswirkungen politische Richtungsentscheidungen und Schwerpunktverlagerungen zugunsten bestimmter Steuerungsmechanismen (hierarchisch-administrative, marktnahe, netzwerkförmige, solidarische usw.) auf die Wohlfahrtsproduktion im Wohlfahrtsmix von Staat, Markt, Assoziationen, Familien und anderen Formen der Gemeinschaft haben. Dabei geht es auch um die Frage, wie Organisationen Sozialer Arbeit (ihre Dienste und Verbände) auf die sich verändernden Rahmenbedingungen (Ökonomisierung, Individualisierung und Pluralisierung der Gesellschaft) reagieren und wie sie sich aufstellen können und sollen, um ihren Integrationsauftrag zu erfüllen. Vor diesem Hintergrund gilt es, kritisch zu hinterfragen, ob Politiksteuerung im Sinne von Governance (einschließlich der damit verbundenen Neubestimmung der Rolle von Kommune und Staat) mit Blick auf die Klientel Sozialer Arbeit tatsächlich einen Fortschritt in Richtung Partizipation und Gerechtigkeit darstellt oder ob nicht vielmehr Governancestrukturen vorhandene Exklusionsphänomene weiter verstärken. Daran schließt sich die Frage an, wie einer solchen potentiellen Verstärkung von Exklusion seitens Politik und Sozialer Arbeit entgegengewirkt werden kann.


meta value=Grundrechte

Grundrechte

Richter, Ingo
ISBN: 9783497605293

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art059 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Grundrechte sind einerseits nach Art. 1 Abs. 3 GG Verfassungsrechte, die als unmittelbar geltendes Recht alle Staatsorgane der Bundesrepublik binden. Grundrechte gehen andererseits auf philosophische Grundsätze zurück, die als Menschenrechte international anerkannt sind und zu denen sich das Grundgesetz in Art. 1 Abs. 2 bekannt hat. Für die soziale Arbeit sind sie aus verschiedenen Gründen außerordentlich wichtig: Sie sollen gewährleisten, dass jeder sein Leben nach eigenem Willen selbst bestimmen und bewältigen kann. Aus diesem Grunde sichern sie für jedermann das Existenzminimum und schützen durch die Sozialversicherung vor den Lebensrisiken. Sie schützen auch die Familie und regeln das familiäre Zusammenleben. Den Kindern und Jugendlichen geben sie ein Recht auf Betreuung, Erziehung, Bildung und Ausbildung und den Eltern das Elternrecht auf Erziehung ihrer Kinder. Die Betroffenen können sich gegenüber den Mitarbeitern der sozialen Dienste auf ihre Grundrechte berufen und im Streitfalle die Gerichte anrufen. Die Mitarbeiter wiederum müssen die Grundrechte der Betroffenen nicht nur beachten, sondern auch versuchen, ihnen in ihrer Arbeit zur Wirksamkeit zu verhelfen.


meta value=Handlungskompetenz

Handlungskompetenz

Treptow, Rainer
ISBN: 9783497605309

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art060 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Die Aufgabenstellung der Sozialen Arbeit steht in der Erwartung, dass das entsprechende Handeln, sei es das ehrenamtlich Tätiger oder beruflich bezahlter Fachkräfte, auf kompetente Weise geschieht, also einen Qualitätsunterschied zu inkompetentem Handeln aufweist. Diese Erwartung wird mit dem Begriff der Handlungskompetenz aufgenommen. Die entsprechenden Diskurse verweisen historisch auf die klassische Frage, nach in teils widersprüchlich und spannungsreich strukturierten Handlungsfeldern fallangemessen zu handeln. Auch hier lassen sich die Diskurslinien teils einem weiteren, sozialisations- bzw. interaktionstheoretischen Verständnis, teils einem engen, professionstheoretischen Verständnis zuordnen. Das weitere Verständnis sieht professionelle Handlungskompetenz von Sozialpädagogen von Anfang an in Interaktion mit der Handlungskompetenz ihrer Adressaten. Es thematisiert jenen, auch von sozialpädagogischen Interventionen unabhängigen Prozess des Erwerbs von Handlungskompetenz, wie er sich im Lauf der Lebensgeschichte entwickelt. Diese Sichtweise verdankt sich nicht nur der Berücksichtigung besonderer Entwicklungsstadien von Kompetenz, die sich in den Lebensphasen Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter verändern, sondern vor allem der Einsicht, dass sowohl das Gelingen eigenständiger Lebensführung als auch die durch soziale Dienste angebotenen Interventionen in hohem Maße auf eine Einbeziehung der Handlungskompetenzen der Adressaten und ihres sozialen Umfelds angewiesen sind.


meta value=Hilfe

Hilfe

Gängler, Hans
ISBN: 9783497605316

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art061 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Hilfen zur Erziehung

Hilfen zur Erziehung

Moch, Matthias
ISBN: 9783497605323

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art062 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Der Begriff der „Hilfen zur Erziehung“ lässt sich aus unterschiedlichen Perspektiven definieren: Unter rechtssystematischen Gesichtspunkten meint er den gesetzlichen Anspruch von Eltern auf Hilfen, wenn sie in der Erziehung überfordert sind. In organisatorischer Sichtweise kommen die vielfältigen Träger in den Blick, welche die verschiedensten Hilfeformen von der Erziehungsberatung bis zum längerfristigen Wohnen leisten, in sozialpädagogischer Betrachtungsweise meint der Begriff die Unterstützung eines jungen Menschen bei der Bewältigung von Krisen, welche im Wechselverhältnis zwischen ihm und seiner Familie einerseits und den sozialen Kontexten seines Alltagslebens andererseits auftreten können. Seit den allerfrühesten Ansätzen von Pestalozzi (1746–1827), über staatlich organisierte Disziplinarmaßnahmen, Gründung familienähnlicher Wohnformen bis hin zu modernen individuellen Hilfesettings spannt sich ein weiter Bogen, in dem sich jeweils die gesellschaftlichen Normen von Erziehung widerspiegeln. Generell lässt sich eine Entwicklung individualisierter Hilfen zugunsten einer Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung feststellen. Aktuell werden insbesondere die Themen der Leistungsfähigkeit von Erziehungshilfen, bessere Möglichkeiten der Partizipation junger Menschen, angemessene Formen der Regionalisierung sowie Verbesserungen des Schutzes vor allem junger Kinder diskutiert.


meta value=Individuum/Identität

Individuum/Identität

Keupp, Heiner
ISBN: 9783497605330

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art063 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Informationstechnologien in der Sozialen Arbeit

Informationstechnologien in der Sozialen Arbeit

Ley, Thomas
Seelmeyer, Udo
ISBN: 9783497605347

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art064 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

In der Sozialen Arbeit werden Aspekte der Digitalisierung
zunehmend nicht mehr nur mit Blick auf die Lebenswelten von AdressatInnen und die damit verbundenen medien- und sozialpädagogischen Herausforderungen thematisiert, sondern auch hinsichtlich der Relevanz und Implikationen für Arbeits- und Organisationsprozesse. Die durch IT induzierten Veränderungen haben auch Konsequenzen für die Soziale Arbeit: sowohl in Bezug auf Interventionsanlässe als auch mit Blick auf Formen und Verfahren der Bearbeitung durch Institutionen und Professionelle. Die zunehmende Informatisierung Sozialer Arbeit führt zu einer Transformation professioneller Wissensformen sowie zu Wahrnehmungs- und Verarbeitungsmustern, deren Tragweite noch kaum erforscht ist.
Der Beitrag nimmt IT als widersprüchliche Einheit von Arbeitsmittel und Organisationstechnologie in sozialpädagogischen Institutionen in den Blick. Die Entwicklung ihres Einsatzes wird nachgezeichnet für verschiedene Arbeitsfelder und sozialarbeitsspezifische Nutzungsformen — etwa als (1) Informationsbereitstellungen in Form von Websites und Portalen und Wegweisern, (2) digitalisierte Kommunikation im Kontext der Erbringung Sozialer Dienstleistungen (etwa Onlineberatung), (3) Anwendung spezifischer Assistenztechnologien vor allem für AdressatInnen mit Einschränkungen (etwa Sensorsysteme, Pflegetechnik, Robotik) sowie (4) digitalisierte fallbezogene Informationsverarbeitung (Falldokumentationssoftware, Monitoringsysteme, Risikoinstrumente).
Das Forschungsfeld zu Informationstechnologien in der Sozialen Arbeit gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Kontur: Zum einen werden allgemeine Analysen zur Verhältnisbestimmung von IT und Sozialer Arbeit referiert und zum anderen die drei Themenlinien der Steuerung, Dokumentation und Entscheidungsfindung aufgegriffen. Mit diesen drei Aspekten ist schließlich auch die Frage aufgeworfen, welche Handlungsträgerschaft und Wirkmächtigkeit wir Instrumenten, Techniken, Computern zuschreiben. Der Beitrag schließt mit Herausforderungen für Forschung, Ausbildung und Praxis.


meta value=Inklusion

Inklusion

Kastl, Jörg Michael
ISBN: 9783497605354

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art065 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten

meta value=Interkulturelle Soziale Arbeit

Interkulturelle Soziale Arbeit

Nieke, Wolfgang
ISBN: 9783497605361

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art066 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Internationaler Vergleich in der Sozialen Arbeit

Internationaler Vergleich in der Sozialen Arbeit

Walther, Andreas
ISBN: 9783497605378

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art067 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten

meta value=Jugend

Jugend

Sander, Uwe
Witte, Matthias D.
ISBN: 9783497605385

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art068 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

meta value=Jugendarbeit

Jugendarbeit

Lindner, Werner
ISBN: 9783497605392

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art069 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Jugendarbeit ist Bestandteil eines öffentlich zu gewährleistenden Sozialisations-, Erziehungs-, Freizeit- und Bildungsangebotes, welches sich neben Familie und Schule/ Ausbildung/ Arbeitswelt als dritte Säule öffentlicher Daseinsvorsorge konstituiert. Das Arbeitsfeld ist als kommunale Pflichtleistung im Sozialgesetzbuch VIII/ Kinder- und Jugendhilfegesetz über die §§ 11 und 12 definiert. Die Besonderheit der Jugendarbeit liegt zunächst in der Abkehr von Defizitorientierungen sowie in der auf Freiwilligkeit basierenden Teilnahme. Als Aktionsfeld öffentlicher und pädagogischer Aufmerksamkeit speiste sich die Jugendarbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum einen auf der Herausbildung einer staatlichen Jugendpflege, zum anderen auf der Entstehung autonomer Jugendbewegungen; beide Entwicklungsstränge sind bis heute sichtbar, verlaufen jedoch zusehends ineinander. Die weitere Entwicklung dokumentiert diverse Trendwenden und Themenkonjunkturen, die sich in den letzten Jahren insbesondere in der Akzentuierung eines eigenständigen sozialpädagogischen Bildungsauftrages, Aktivitäten der demokratie-fördernden Mitwirkung sowie einer aktualisierten jugendpolitischen Relevanz zeigen. Die empirische Entwicklung dieses Arbeitsfeldes zeigte zuletzt einen deutlichen Abbau, der jedoch weniger gesetzlichen oder sozialpädagogischen Begründungen, sondern vielmehr politisch zweifelhaften Entscheidungen zuzurechnen ist. Insgesamt hat sich die Jugendarbeit des neuen Stellenwertes von Forschung und Empirie, neuerdings aber auch von Lobbyarbeit und Politikberatung im Zuge der Etablierung einer Neuen und Eigenständigen Jugendpolitik vergewissert und ist dabei, diese insbesondere auf der kommunalen Ebene zu qualifizieren.


meta value=Jugendhilfe und Strafjustiz – Jugendgerichtshilfe

Jugendhilfe und Strafjustiz – Jugendgerichtshilfe

Trenczek, Thomas
Müller, Siegfried
ISBN: 9783497605408

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art070 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Es gibt wohl kaum ein anderes Arbeitsfeld, welches so durch unterschiedliche Erwartungen, Logiken und Diskurse von Sozialer Arbeit und (Straf-)Justiz geprägt ist wie das Jugendkriminalrecht und die (Jugend-)Straffälligenhilfe.
Der Beitrag erläutert die Aufgaben und Funktionen der Jugendhilfe im Hinblick auf ihre Mitwirkung im Strafverfahren nach § 52 SGB VIII, die traditionell als „Jugendgerichtshilfe“ (JGH) bezeichnet wurden. Der Verfasser erörtert die sich aus der Überschneidung von Sozial- und Strafrecht (einerseits SGB VIII, andererseits JGG) ergebenden Fragen insb. zu den Themen „Erziehung und Strafe“, den Aufgaben und Arbeitsschwerpunkten sowie die verfahrensrechtliche Stellung des Jugendamts im strafrechtlichen Verfahren. Besonderer Fokus wird auf die unterschiedlichen Perspektiven von Jugendhilfe und Strafjustiz gelegt und eine verlässliche Orientierung im Hinblick auf die Herausforderungen für die Soziale Arbeit in einem nicht spannungsfreien Kooperationsfeld gegeben.


meta value=Jugendkulturen

Jugendkulturen

Metz, Nina
Richard, Birgit
ISBN: 9783497605415

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art071 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Jugendstrafvollzug

Jugendstrafvollzug

Walter, Joachim
ISBN: 9783497605422

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art072 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Die Jugendstrafe stellt die einzige echte Kriminalstrafe des Jugendstrafrechts dar. Sie wird in Jugendstrafanstalten vollzogen und ist inhaltlich am Erziehungsgedanken auszurichten. Wegen ihrer durchaus zweifelhaften Wirkungen darf sie nur als „ultima ratio“ angewandt werden.Der Beitrag skizziert zunächst die rechtlichen Grundlagen des Jugendstrafvollzugs. Er referiert wichtige rechtstatsächliche Daten über die Jugendstrafanstalten, ihre Population und ihre Ausstattung. Im Hauptteil werden Möglichkeiten und Grenzen der Erziehung im Rahmen der totalen Institution Jugendstrafvollzug diskutiert. Dabei wird auch auf die Erziehungsplanung eingegangen, und es werden die wichtigsten erzieherischen Angebote wie schulische Bildung, berufliche Ausbildung, soziales Lernen und der Sport vorgestellt. Behandelt werden weiter die Sicherheit und Ordnung in der Anstalt, Vollzugslockerungen und die Problematik der zahlreichen Gefangenen mit Migrationshintergrund. Die Grundsätze der sozialen Hilfe im Jugendstrafvollzug und der Nachsorge werden erörtert. Kritisch aufgegriffen wird schließlich die Debatte über den Rückfall nach verbüßter Jugendstrafe. Der Beitrag endet mit einer kurzen Vorstellung der zur Verfügung stehenden Rechtsbehelfe.


meta value=Jugendverbände und Jugendpolitik

Jugendverbände und Jugendpolitik

Gängler, Hans
ISBN: 9783497605439

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art073 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Katastrophenhilfe und humanitäre Hilfe

Katastrophenhilfe und humanitäre Hilfe

Treptow, Rainer
ISBN: 9783497605446

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art074 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Kinder- und Jugendhilfe

Kinder- und Jugendhilfe

Struck, Norbert
Schröer, Wolfgang
ISBN: 9783497605453

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art075 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

Kurztext

Die Kinder- und Jugendhilfe ist durch eine Doppelfunktion als soziale Dienstleistung einerseits und als eingreifendes und disziplinierendes System gekennzeichnet. Ihre Geschichte als Fürsorgesystem ist stark durch Kontrolle und Disziplinierung, Macht und Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen und Familien gekennzeichnet. Mit der Verabschiedung des Artikels 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, dem Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) wurde der Akzent in dieser Doppelfunktion hin zu einem sozialstaatlichen Dienstleistungssektor mit einem ausdifferenzierten Versorgungssystem. Die Struktur des SGB VIII wird beschrieben. Sodann werden aktuelle Herausforderungen in den Aufgabenfeldern der Kinder- und Jugendhilfe beschrieben. Ein knappe Skizze der Lebenslage Kindheit und Jugend leitet über zum Thema Sozialpädagogische Fachlichkeit: Lebensbewältigung und Lebensweltorientierung mit ihren Herausforderungen an Partizipation und Teilhabe und die (Mit-)gestaltung sozialer Räume. Schließlich werden noch europäische Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe skizziert.


meta value=Kinderschutz

Kinderschutz

Schone, Reinhold
Struck, Norbert
ISBN: 9783497605460

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art076 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

Kurztext

Je nach Verwendungszusammenhang, Verwendungsinteresse, theoretischem Zugang oder praktischem Aufgabenbereich werden mit dem Begriff „Kinderschutz“ sehr verschiedene Stoßrichtungen und Handlungsmodalitäten assoziiert. Auf der einen Seite wird der Begriff Kinderschutz als Oberbegriff für alle Aktivitäten der Gesellschaft verwandt, die darauf ausgerichtet sind, Kindern und Jugendlichen ein geschütztes Aufwachsen zu ermöglichen (breites Verständnis); auf der anderen Seite fungiert er als Spezialbegriff für die Aufgabe der Abwendung unmittelbarer Gefahren für Kinder und Jugendliche (enges Verständnis). Im ersten Verständnis ist die Kinder- und Jugendhilfe neben anderen gesellschaftlichen Institutionen (Gesundheitswesen, Sozialverwaltung) nur ein Teil des Kinderschutzes. Im zweiten Verständnis ist Kinderschutz nur ein Teil — sogar nur ein kleiner Teil — der Kinder- und Jugendhilfe.
Zentrale Bezugspunkte des Beitrages sind die Kinder- und Jugendhilfe und ihre Aufgaben im Kontext des Kinderschutzes. Unter diesem Blickwinkel werden unter Kinderschutz alle Maßnahmen der Prävention und der Intervention seitens der Jugendhilfe verstanden, die dazu dienen, den Schutz von Kindern in der Gesellschaft zu gewährleisten. Diese beiden Aspekte des Kinderschutzes –- Prävention und Intervention –- werden von unterschiedlichen fachlichen und rechtlichen Seiten beleuchtet.
Abschließend werden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Kinderschutz — gerade auch im Kontext der Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes — dargestellt, und es wird nachdrücklich auf die Notwendigkeit eines ausbalancierten Verhältnisses von Hilfe und Kontrolle im Kinderschutz hingewiesen.


meta value=Kindertagesbetreuung – Frühpädagogik

Kindertagesbetreuung – Frühpädagogik

Thiersch, Renate
ISBN: 9783497605477

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art077 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

15 Seiten
Preis E-Book: € [D] 15.00 €

Kurztext

Die Frühpädagogik und das ihr zugeordnete Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung sind seit etwa zehn Jahren in einer stürmischen Expansion in verschiedenen Richtungen begriffen. Der Artikel skizziert die strukturellen und institutionellen Vorgaben dieser Expansion und beschreibt die gesellschaftlichen Interessen und die gegenwärtige politische Relevanz der Kindertagesbetreuung, bevor er das Bildungsverständnis der Frühpädagogik mit seinen unterschiedlichen Facetten darstellt. Weitere Aspekte sind die hohen Effektivitätserwartungen, vor allem in Bezug auf die Prävention sozialer Bildungsbenachteiligung und die Sprachförderung von Migrantenkindern, und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Eltern, mit der Schule und im Sozialraum. Die Kindertagesbetreuung erweitert ihr Handlungsfeld in neu akzentuierte Bereiche; der Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Westdeutschland, die Erweiterung der Entwicklungs- und Lernbereiche sowie die geforderten Kooperationen stellen neue Herausforderungen dar. Für die skizzierten Expansionen brauchen die frühpädagogischen Fachkräfte erweiterte Kompetenzen und verbesserte Rahmenbedingungen. Trotz frühpädagogischer Forschungen und neuer akademischer Ausbildungsgänge besteht gegenwärtig eine große Diskrepanz zwischen den fachlichen Weiterentwicklungen, den gesellschaftlichen Erwartungen und den Arbeitsmöglichkeiten in der Kindertagesbetreuung.


meta value=Kindheit

Kindheit

Honig, Michael-Sebastian
ISBN: 9783497605484

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art078 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Von Pestalozzi über Bernfeld bis zu den Kindertageseinrichtungen der Gegenwart: Solange es Sozialpädagogik/Soziale Arbeit gibt, sind Kinder ihre Adressaten, und solange denkt sie über Kinder nach. Wie gewinnt die Soziale Arbeit ihr Wissen über Kinder? Sie lernt Kinder kennen, indem sie ihren institutionellen Auftrag erfüllt. Was sie über Kinder weiß, das zeigt ein Durchgang durch einschlägige Lexika, Hand- und Wörterbücher der Sozialen Arbeit, erfährt sie durch eine Reflexion ihrer beruflich verfassten Praxis im Horizont ihrer Aufgaben. Dass diese Praxis aber nicht nur Kinder betreut, erzieht, fördert, diszipliniert etc., sondern durch ihre Praktiken auch Kindheit als Kindheit hervorbringt, wird erst in einer objektivierenden Beschreibung ihrer Selbst-Beobachtungen erkennbar. Sie basiert auf der Unterscheidung zwischen empirischen Kindern und ihrer Kindheit –- eine Unterscheidung, die auf die neueren childhood studies zurückgeht. Sie ermöglicht zu erkennen, dass das Kind eine pädagogische Idee ist, die sich in den Praktiken Sozialer Arbeit ebenso sehr manifestiert wie sie deren Adressaten erst zu „Kindern“ macht. Der Beitrag hat daher eine doppelte Pointe: Zum einen stellt er ein Bündel von inhaltlichen Facetten dar, in denen Soziale Arbeit Kinder als ihre Adressaten begreift und fasst sie im Konzept des Kindes als Waisen zusammen. Zum anderen skizziert er eine Methodologie sozialpädagogischer Forschung, die Praktiken pädagogischen Wissens als Praktiken der Institutionalisierung von Kindheit beschreibt, und weist auf exemplarische Forschungsbereiche hin.


meta value=Kindschaftsrecht

Kindschaftsrecht

Oelkers, Nina
ISBN: 9783497605491

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art079 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Grundsätzlich umfasst der gesetzgeberisch nicht definierte Begriff des ‚Kindschaftsrechts‘ Regelungen, welche das Kind und dessen Beziehungen zu seiner Familie betreffen. Im engeren Sinne geht es um Regelungen des Familienrechts, im weiteren Sinne um alle Regelungen, die an die Verwandtschaft der beteiligten Personen geknüpft sind. Diesem weiter gefassten — und aus der Perspektive der Sozialen Arbeit anschlussfähigen — kindschaftsrechtlichen Begriffsverständnis folgend stellt die Verwandtschaft der beteiligten Personen den zentralen Bezugspunkt dar, der u.a. auch im SGB VIII von Relevanz ist. Weitreichende Änderungen im Familienrecht sowie im SGB VIII traten mit der Kindschaftsrechtsreform 1998 in Kraft, mittels derer gesellschaftlichen Entwicklungen wie der Pluralisierung familialer Lebensformen Rechnung getragen wurde. Mit der Kindschaftsrechtsreform wird die Elternschaft anstelle der Ehe zum zentralen Bezugspunkt, wodurch Eltern deutliche Autonomiegewinne bei der Wahl alternativer Elternschafts- bzw. Familienkonstellationen erhalten.
Besondere Relevanz für die Soziale Arbeit kommt dem Kindschaftsrecht in der Aufgabenwahrnehmung der Jugendämter zu. Dies betrifft z.B. die Beratung von Eltern in Trennungs- und Scheidungsfällen, aber auch die Mitwirkung des Jugendamtes bei familiengerichtlichen Verfahren. Die Kinder- und Jugendhilfe hat die Aufgabe der Vermittlung in strittigen Verfahren unter besonderer Berücksichtigung des kindlichen Wohlergehens.


meta value=Klasse, Schicht, Milieu

Klasse, Schicht, Milieu

Vester, Michael
ISBN: 9783497605507

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art080 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

29 Seiten
Preis E-Book: € [D] 29.00 €

meta value=Klinische Sozialarbeit

Klinische Sozialarbeit

Ansen, Harald
ISBN: 9783497605514

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art081 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Die Klinische Sozialarbeit ist eine Variante der fallbezogenen Sozialen Arbeit. In den USA ist die Klinische Sozialarbeit seit den 1960er Jahren etabliert, auch in Deutschland wird der Ansatz inzwischen aufgegriffen.Unter dem Dach der Klinischen Sozialarbeit werden sozialarbeiterisch fokussierte Behandlungsbeiträge bei Krankheit und psychosozialen Beeinträchtigungen zusammengefasst. Die Klinische Sozialarbeit steht in der Tradition der Psychosozialen Therapie bzw. der psychosozial ausgerichteten Einzelfallhilfe.Im Mittelpunkt der klinisch-sozialarbeiterischen Fallanalyse und der Interventionen stehen die mit einer Erkrankung oder sonstigen Beeinträchtigung verbundenen persönlichen, sozialen, wirtschaftlichen und beruflichen Konsequenzen. Die unterstützenden Angebote der Klinischen Sozialarbeit richten sich an so unterschiedliche Zielgruppen wie körperlich erkrankte Menschen, Opfer von Gewalt, Menschen in akuten Krisensituationen, Abhängigkeitskranke oder psychisch gestörte Menschen. Entsprechend breit sind die Arbeitsfelder, sie reichen vom Krankenhaussozialdienst über Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe und der Psychiatrie bis zu unterschiedlichen Beratungsangeboten. Klinisch meint in der Wortverbindung Klinische Sozialarbeit nicht die Arbeit in einem Krankenhaus, sondern es steht für unmittelbar klientenbezogene Handlungsansätze. Zu den zentralen klinisch-sozialarbeiterischen Arbeitsformen zählen verschiedene Beratungs- und Therapieansätze und das Case Management.Für das methodische Handeln in der Klinischen Sozialarbeit sind die folgenden Aspekte in einer übergreifenden Perspektive bedeutsam: In der Fallerfassung und Diagnose, die prozessbegleitend mit der Klientel erarbeitet wird, geht es um die Analyse von Fragen der sozialen Sicherung, der sozialen Unterstützung und der persönlichen Befähigung. Diese Themen sind auch Gegenstand der Interventionen, die je nach Bedarf im Einzelfall die Erschließung von Sozialleistungen, die Organisation des Zugangs zu sozialen Diensten und Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens, die Förderung sozial unterstützender formeller und informeller Netze und den persönlichen Beistand in prekären Lebenslagen umfassen.


meta value=Kommunale Sozialarbeit

Kommunale Sozialarbeit

Marquard, Peter
ISBN: 9783497605521

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art082 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

Kurztext

Für die Kommunalpolitik ist ein politisch brisantes Spannungsverhältnis zwischen den umfassenden Ansprüchen an lokales Handeln und den vielfältigen Einschränkungen eben dieser unmittelbaren Erfahrungsebene charakteristisch. Vor diesem Hintergrund besteht eine wesentliche kommunalpolitische Aufgabe darin, stärker den Zusammenhang von bürgerschaftlichem Engagement und Sozialer Sicherung herzustellen. Eine solche Wende zielt auf einen öffentlichen Diskurs über die Verteilung von Rechten und Pflichten zwischen Staat, intermediären Organisationen und BürgerInnen mit der Perspektive einer Demokratisierung von Sozialpolitik.Die Alltags- und Lebensweltorientierung, die „Einmischungsstrategie“, strategische Überlegungen zu „Lokale Sozialpolitik und Selbsthilfe“, gemeinwesenorientiertes Handeln als Arbeitsprinzip und entsprechende Überlegungen zur „Dienstleistungsorientierung“ sowie zu einer adäquaten Steuerung unterstreichen die Perspektive eines ressourcenorientierten Empowermentmodells, das wiederum nur im „sozialen Raum“ in einem demokratischen Aushandlungsprozess realisiert werden kann.Im Beitrag wird eine sich neu konstituierende „Sozialarbeitspolitik“ gefordert, die unter der Leitidee einer sozialen Kommunalpolitik die unverbunden nebeneinander her bestehenden Teilpolitiken auf örtlicher Ebene auf das umfassende Ziel der qualitativen Verbesserung sozialer Chancen aller Bevölkerungsgruppen verpflichten will. Über die Phasen einer Neuorganisation Sozialer Dienste und der Einführung neuer Steuerungsinstrumente (NSM) hinweg soll eine Dezentralisierungsstrategie verknüpft werden mit Perspektiven einer Sozialraumorientierung und einer Demokratisierung.


meta value=Körper – Leib – Soziale Arbeit

Körper – Leib – Soziale Arbeit

Hünersdorf, Bettina
ISBN: 9783497605538

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art083 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

In den Theorien Sozialer Arbeit ist der Körper/Leib deutlich unterrepräsentiert, obwohl er im gesellschaftlichen Kontext im Zusammenhang mit Gesundheit und Lebensstil an Bedeutung gewinnt.Der Artikel zeigt auf, dass mit dem Begriff Körper eher ein instrumenteller Zugang verknüpft wird, während Leib auf die situative Verwobenheit mit der Welt verweist. Der instrumentelle Zugang zum Körper zeigt sich durch die mit der wachsenden Bedeutung von Gesundheit einhergehende Präventionsarbeit, die auf Disziplinierung ausgerichtet ist. Ihr geht es im Kern um die Minimierung von Risikoverhaltensweisen, anstatt die soziale Bedingtheit von Gesundheit systematisch in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus spielen Körperkarrieren eine zentrale Rolle. In diesen wird das Alter performativ zur Darstellung gebracht, um sich gegenüber anderen Altersstufen abzugrenzen und dadurch Entwicklung zu markieren. Sozialpädagogik sollte sich gerade diesen performativen Dimensionen des Körpers widmen, nicht nur um Entwicklungen erkennen zu können, sondern auch um die Bedeutung eigenen professionellen Handelns im situativen Kontext zu erschließen.


meta value=Kriminalität, Kriminologie

Kriminalität, Kriminologie

Dollinger, Bernd
ISBN: 9783497605545

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art084 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

meta value=Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung

Fuchs, Max
ISBN: 9783497605552

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art085 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Kulturtheorien

Kulturtheorien

Klein, Regina
ISBN: 9783497605569

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art086 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

Kurztext

Der Beitrag konzentriert sich auf die Transformation kulturwissenschaftlicher Perspektiven und daraus resultierender Potentiale für eine Trans-Soziale Arbeit. Auf die Skizze bedeutungsstiftender traditionaler Varianten des Kulturbegriffs folgt eine systematische Rekonstruktion des Cultural Turns als paradigmatische Wende kulturwissenschaftlichen Denkens und Handelns. Untergliedert in die ihn zentral ausmachenden „Unterturns“, wie interpretativer, reflexiver, performativer und postcolonialer Turn, werden seine zentralen erkenntniserweiternden ethnographischen, repräsentationskritischen, liminalen und hybriden Kategorien und Analyseinstrumente herausgearbeitet. Dargelegt wird, wie sich die Turns aktuell in einer praxeologischen Perspektive treffen und sich in Form transdisziplinärer Theorie- und Forschungsprogramme, den Studies, zunehmend institutionalisieren. Beginnend mit den Cultural Studies werden anschließend die Leitlinien der für die Soziale Arbeit besonders relevanten Gouvernemental, Space, Science, Queer und Disability Studies exemplarisch konkretisiert. Konstatiert wird, dass durch deren machtanalytischen, differenz- und kontingenzorientierten, selbstreflexiven, sich potentiell selbst dekonstruierenden Fokus Kultur endgültig ihre ästhetisierte soziale, ökonomische und politische Ortlosigkeit verliert. Kultur wird damit in den Status eines disziplinenübergreifend gültigen Leitbegriffes befördert, und Kulturanalyse avanciert dabei zu einem perspektivenerweiternden Baustein einer sich als translationale Grenzarbeit definierenden Sozialarbeit.


meta value=Lebensweltorientierung

Lebensweltorientierung

Grunwald, Klaus
Thiersch, Hans
ISBN: 9783497605576

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art087 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Lebensweltorientierte Soziale Arbeit verbindet eine spezifische Sicht auf die AdressatInnen mit einem von ihr inspirierten Selbstverständnis und Arbeitskonzept der Sozialen Arbeit. Sie sieht die AdressatInnen in ihrem Leben bestimmt durch die Auseinandersetzungen mit ihren alltäglichen Lebensverhältnissen und in ihren Anstrengungen, vor dem Hintergrund materieller und politischer Bedingungen Raum, Zeit und soziale Beziehungen zu gestalten. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit agiert in diesen Widersprüchen, indem sie die lebensweltlichen Potentiale der AdressatInnen zu stärken, ihre Defizite zu überwinden und Optionen freizusetzen, also im Medium des Alltags einen gelingenderen Alltag zu ermöglichen und zu erleichtern sucht.Der vorliegende Beitrag skizziert zunächst Entstehung und historisch-gesellschaftliche Hintergründe des Konzepts, um dann zweitens den grundlegenden Begriff der Lebenswelt näher zu bestimmen. In einem dritten Abschnitt werden Selbstverständnis sowie Organisations- und Handlungskonzepte der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit beschrieben und diskutiert. Ausführungen zu notwendigen Ausschärfungen des Konzepts der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit angesichts gesellschaftlicher Spaltungen und Brüchigkeiten der Verhältnisse, vielfältig konstatierten Problemen in sozialpädagogischen/sozialarbeiterischen Diensten und Einrichtungen sowie kritischen Anmerkungen von Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit beschließen den Beitrag.


meta value=Lebenswissenschaften und Biotechnologie im Kontext Sozialer Arbeit

Lebenswissenschaften und Biotechnologie im Kontext Sozialer Arbeit

Mührel, Eric
Dungs, Susanne
ISBN: 9783497605583

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art088 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Leid(en)

Leid(en)

Koch, Matthias
Reusch, Benedikt
ISBN: 9783497605590

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art089 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Die theoretisch-empirischen Perspektiven von Sozialwissenschaften im Generellen und Sozialer Arbeit im Speziellen heben auf die Erforschung und Bearbeitung lebenspraktischer Fragen ab. Lebenspraxen werden dabei innerhalb eines Kontinuums von menschlicher Verwirklichung und Entfaltung einerseits (flourishing), d.h. einem gelingenden oder guten Leben, und aus Nachteilen resultierendem menschlichen Leiden andererseits (suffering) verortet. Leiden wird gefasst als lebensweltlich relevante Verhinderung von Zugängen zu erstrebenswerten Daseins- und Handlungsmöglichkeiten sowie deren materiell-ökonomischen, sozialen und kulturellen Voraussetzungen.
Dem Sachverhalt, dass menschliche Lebensführungsweisen faktisch von Leiden geprägt sind, steht die wissenschaftliche Vernachlässigung einer theoretisch-konzeptuellen Auseinandersetzung mit Leiden gegenüber. Es fehlt an einer überzeugenden begrifflichen Bestimmung und einem theoretischen Modell, welches neben weiteren disziplinimmanenten Erkenntnissen eine analytisch-normative, d.h. nicht nur phänomenbeschreibende Folie für sozialarbeiterische Handlungszusammenhänge offeriert. Dieses Desiderat bearbeitet der Beitrag „Leid(en)“, indem ein theoriearchitektonischer Entwurf vorlegt wird, der Leiden in seinen Kerndimensionen markiert, d.h. die deskriptiven und normativen Momente eines solchen Terminus analysiert. Im Rahmen dieser begriffstheoretischen Annäherung werden vier zentrale Dimensionen sozialen Leidens identifiziert, welche für eine begriffsanalytische wie theoretisch abgesicherte Architektur sozialen Leidens notwendige Relevanz besitzen:

1. Soziales Leiden als sozialer Tatbestand
2. Soziales Leiden und seine normative Verortung
3. Soziales Leiden und dessen Kritik
4. Soziales Leiden und die Bedeutung von ‚distanzierter Nähe‘


meta value=Leistung

Leistung

Maaser, Wolfgang
ISBN: 9783497605606

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art090 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Leistung ist eine normative Leitidee der Erwerbsgesellschaft, die auch jenseits des Arbeitsmarktes in anderen Bereichen eine zentrale Rolle spielt. Mit ihr gehen evaluative Dimensionen einher, die unterschiedliche Bezahlungen und Zugänge regeln und rechtfertigen. Insofern kommt dem Leistungsbegriff eine zentrale Bedeutung in der Legitimation gesellschaftlicher Ungleichheit zu.
Unter neuzeitlichen Bedingungen gesellschaftlicher Differenzierung gilt es, differente menschliche Vermögen, Entfaltungsbereiche und ihre entsprechenden Ziele in der Erfassung der Leistung zu unterscheiden; so verfolgt z.B. eine maximale bereichsspezifische Entfaltung, d.h. eine Höchstleistung im familiären System, andere Ziele und Modi als im Bildungs- oder im Wirtschaftssystem. Bereichsspezifische Leistungen können sich entweder gegenseitig in förderlicher Weise bedingen oder dominieren und verformen. So vermag Allgemeinbildung die Professionalität im wirtschaftlichen Bereich und Beruf indirekt zu fördern. Hingegen trägt ein am wirtschaftlichen Handeln orientierter Leistungsbegriff mit einer enggeführten Output-Orientierung im Bildungssystem weder den substantiell prozesshaften Dimensionen noch den individuellen Zugängen der Bildung Rechnung. Die Theorie eines allumfassenden Humankapitals (G. Becker) als Grundlage aller Lebensbereiche muss angesichts der unhintergehbaren bereichsspezifischen Leistungsdifferenzierungen, vor allem im Bereich von Bildung und Erziehung, kritisch diskutiert werden.
Insgesamt weist die systematische Struktur des neuzeitlichen Leistungsbegriffs mit unterschiedlichen Bereichen, Zielen und Vermögen auf die politische, vor allem staatliche Steuerungsherausforderung zurück. Politik muss die unterschiedlichen Entfaltungsmöglichkeiten durch Aufrechterhaltung der Systemgrenzen und der Erhaltung bereichsspezifischer Leistungsformen sichern. Die Beurteilung von Leistung wird damit zum Thema von
Gerechtigkeitstheorien.


meta value=Lernen

Lernen

Huber, Günter L.
ISBN: 9783497605613

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art091 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

Kurztext

Das komplexe Wechselspiel von Erbanlagen, Umwelteinflüssen und aktiver, autonomer Organisation der Umwelt durch den sich entwickelnden Menschen führt zu relativ dauerhaften Veränderungen, die wir als Lernen bezeichnen. In Erklärungen des Lernens und darauf begründeten pädagogischen Handlungsanweisungen stehen allerdings häufig die externen Lernbedingungen und die Lernprodukte gegenüber den Aktivitäten der Lernenden im Vordergrund. Systematisch sind Erklärungen durch Assoziationsprozesse, kognitive Prozesse, konstruktive Prozesse und sozio-historische Prozesse zu unterscheiden. In aktuellen Erklärungsansätzen rücken die aktive Rolle der Lernenden, ihre Motivation, ihre Möglichkeiten der Selbststeuerung und ihre individuellen Unterschiede in den Mittelpunkt. Für die pädagogische Gestaltung von Lernumwelten folgt, dass einerseits die Komplexität der realen Welt nicht unangemessen reduziert, andererseits aktive, selbstständige Auseinandersetzung mit ihr ermöglicht werden sollte. Aus der Annahme dynamischer Wechselwirkungen zwischen Bedingungen der Lernumwelt und individuellen Lernvoraussetzungen folgt, dass es nicht die eine optimale Lernumwelt für alle gibt. Bei Lernschwierigkeiten dürfen Interventionen daher nicht auf einzelne Faktoren in diesem Bedingungsgefüge, meist die betroffenen Personen, konzentriert bleiben, sondern müssen die relevanten Person-Umwelt-Interaktionen erfassen.


meta value=Liebe und taktvolles Verhalten

Liebe und taktvolles Verhalten

Colla, Herbert E.
ISBN: 9783497605620

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art092 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Gegenwärtig wird die Liebe in dem pädagogischen Diskurs mit einer abwehrenden Randständigkeit behandelt. Der Liebe wird unterstellt, dass diese als romantisches, kuratives oder reformpädagogisches Überbleibsel an den Prozess der Professionalisierung im Zuge der Modernisierung nicht anschlussfähig sei. Demgegenüber erfährt die Liebe in den Nachbardisziplinen eine ausdifferenzierte Auseinandersetzung, die es in den sozialpädagogischen Diskurs rückzubinden gilt. Damit verbunden ist ein Normalitätsdiskurs, der sich auf die Sexualität, die Genderequalisation und die Medien auswirkt.Über den „Pädagogischen Bezug“ nach Herman Nohl ist die unerlässliche personale Dimension in die Interaktionen der personengebundenen Leistung der Sozialpädagogik wieder einzubinden. Als Grundlage für einen pädagogischen Bezug ist Vertrauen zu benennen, um ein Verstehen und Einlassen zu gewährleisten. Durch intersubjektive Beziehungen können den jungen Menschen Orientierungspunkte vermittelt werden, Potenziale freigelegt werden, das „Selbst“-Bewusstsein gestärkt werden, um zur Identitäts(um)bildung beizutragen. Der pädagogische Takt nach Herbart stellt das notwendige Korrektiv zur pädagogischen Liebe dar, um die Balance sowohl zwischen Emotionalität und Rationalität als auch zwischen Nähe und Distanz zu wahren.Vor diesem Hintergrund stellen sich die Fragen, wie Professionelle verantwortlich pädagogische Liebe in die Praxen einbringen können und wie dementsprechend die Ausbildung dafür zu gestalten wäre.


meta value=Managerialismus

Managerialismus

Otto, Hans-Uwe
Ziegler, Holger
ISBN: 9783497605637

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art093 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

meta value=Mediation als Konflikthilfe

Mediation als Konflikthilfe

Iser, Angelika
Wandrey, Michael
ISBN: 9783497605644

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art094 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Der Artikel geht von der grundlegenden Bedeutung von Konflikten und der Konfliktarbeit für die Soziale Arbeit aus sowie von der kontroversen Diskussion dieser Bedeutung in der Disziplin. Vor diesem Hintergrund wird eine Bestimmung des Konfliktbegriffs vorgenommen und der Fokus auf die für die Soziale Arbeit zentralen sozialen Konflikte gelegt. Konfliktsystematiken und Diagnosemodelle werden vorgestellt, und es wird auf neue Modelle aus dem Kontext der Sozialen Arbeit verwiesen. Aus den Verfahren der personenbezogenen Konflikthilfe wird die Mediation als derzeit häufigste und bedeutendste Herangehensweise in der Sozialen Arbeit ausgewählt und systematisch vorgestellt. Die Geschichte und Anwendungsfelder von Mediation werden kurz ausgeführt, und der aktuelle Stand des Diskurses um Mediation wird skizziert. Dabei werden die Herausforderungen für Mediation in der Sozialen Arbeit dargestellt, die notwendigerweise zu einem differenzierten Umgang mit Mediation in der Sozialen Arbeit führen. Der letzte Abschnitt widmet sich der Frage, wie eine eigenständige, sozialpädagogische Herangehensweise zur Professionalisierung der Mediation aussehen kann.


meta value=Medien und Soziale Arbeit

Medien und Soziale Arbeit

Wensierski, Hans-Jürgen von
ISBN: 9783497605651

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art095 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

Kurztext

Einen konstitutiven Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und Medien, Medientheorie oder Medienpädagogik gibt es nicht. Im Zuge einer forcierten und umfassenden Mediatisierung der Lebenswelten, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, und auf dem Hintergrund der steigenden Bedeutung technischer, audiovisueller und onlinegestützter Medien in pädagogischen Handlungsfeldern kommt allerdings den Medien, insbesondere den ‚Neuen Medien‘ auch eine wachsende Bedeutung innerhalb der Sozialen Arbeit zu. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zu einer Mediengesellschaft rekonstruiert der Beitrag zunächst in historischer Perspektive den Zusammenhang von Sozialpädagogik und Medienpädagogik und diskutiert dann die aktuellen Konzepte einer handlungsorientierten Medienpädagogik sowie der Medienbildung als Aufgabenstellungen einer außerschulischen Jugendbildung. In Auseinandersetzung mit dem sozialen und kulturellen Wandel in den mediatisierten Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen werden dann einschlägige –- vor allem auch kulturkritische –- Diskurse (z.B. Jugendmedienschutz, Neue Medien, Soziale Ungleichheit, Mediensucht, Mediengewalt u.a.) der Medienwissenschaft und der Medienwirkungsforschung einer kritischen Analyse unterzogen. Im Resümee macht sich der Beitrag für eine Neuorientierung der Medienpädagogik und Medienbildung stark, in der die vorherrschende Fokussierung an Medientechnik und elektronischen Unterhaltungsmedien überwunden wird zugunsten einer Medienbildung der Literalität und Schriftkultur –- gerade auch in Zeiten von Internet, E-Books, Online-Publikationen und elektronischen Datenbanken.


meta value=Methoden der Sozialen Arbeit

Methoden der Sozialen Arbeit

Galuske, Michael
ISBN: 9783497605668

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art096 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

15 Seiten
Preis E-Book: € [D] 15.00 €

meta value=Migration

Migration

Hamburger, Franz
ISBN: 9783497605675

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art097 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

15 Seiten
Preis E-Book: € [D] 15.00 €

Kurztext

Migration ist seit Menschengedenken ein grundlegender Prozess von Gesellschaften. Migration löst Probleme von Gesellschaften durch Aus- oder Einwanderung und schafft neue Probleme. Der Nationalstaat hat Die Zu- und Abwanderung als nationale Aufgabe der Grenzsicherung definiert. Die Gesellschaft orientiert sich an dem Nutzen, der durch Migration entstehen kann und erwartet vom Staat die Absicherung dieses Nutzens. Mit den erweiterten Möglichkeiten der Mobilität in der Gegenwart wird Migration zu einer politischen Frage, die aktuell in Mitteleuropa zur Formierung aggressiver Abwehrpolitiken im Fall von Flüchtlingen führt. Da gleichzeitig die Zuwanderung von nützlichen Migranten gefördert werden muss, entstehen Widersprüche erheblichen Ausmaßes.
Die Soziale Arbeit ist in diese Prozesse eingebunden. Als Nothilfe kümmert sie sich mit den Gruppen des bürgerschaftlichen Engagements um eine notdürftige Versorgung von Flüchtlingen und von Arbeitsmigranten. Neben der unmittelbaren Migrantenarbeit sind die Zuwanderer in den Standardeinrichtungen der Sozialen Arbeit präsent. Zu dieser adressatenspezifischen Tätigkeit werden gelegentlich eigene Konzepte („Interkulturelle Arbeit“) entwickelt. Die Ansprüche der Sozialen Arbeit und ihrer Organisationen gehen über die „Nothilfe“ hinaus. Aber dabei leidet sie an der Tendenz von Staat und Gesellschaft, die Hilfen für die Migranten zu begrenzen bzw. begrenzt zu halten. Auch wird Soziale Arbeit in die Förderung der Rückkehr unerwünschter Zuwanderer einbezogen. Die Soziale Arbeit gerät, insbesondere wenn sie sich an einem antirassistischen Handlungsmodell orientiert, in diesen Widersprüchen erheblich unter Druck.


meta value=Mobile Jugendarbeit

Mobile Jugendarbeit

Keppeler, Siegfried
Specht, Walther
ISBN: 9783497605682

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art098 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Moral und Soziale Arbeit

Moral und Soziale Arbeit

Thiersch, Hans
Lob-Hüdepohl, Andreas
ISBN: 9783497605699

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art099 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Soziale Arbeit ist moralisch fundiert. Dieses Mandat muss ausgewiesen werden gegen seinen Missbrauch im Moralisieren, also gegen die eigene Geschichte der moralisierenden Disziplinierung und Stigmatisierung ebenso wie gegen Versuche, im Namen von Moral gesellschaftliche Strukturprobleme zu verdrängen, wie sie gerade in der jüngsten Konjunktur der öffentlichen Diskussionen so deutlich sind. In den gesellschaftlichen Widersprüchen und Unübersichtlichkeiten der zweiten Moderne muss Moral verstanden werden als Orientierung an Maximen, die nur gelten, wenn sie dezidiert und argumentativ ausgewiesen werden. Diese Maximen müssen in „moralisch inspirierter Kasuistik“ konkretisiert werden, ebenso für die sozialpolitische Zielorientierung wie für den pädagogischen Umgang und für Institutionen. Im Artikel wird Soziale Gerechtigkeit offensiv gegen die Dethematisierungen im Neoliberalismus bestimmt und in ihren Dimensionen differenziert. Ziele für die Adressaten des sozialpädagogischen Handelns werden in der Spannung von Selbstzuständigkeit als Verantwortlichkeit und der prägenden Macht der Verhältnisse bestimmt und in der Differenz von Gleichheit und Unterschiedlichkeit und im Horizont von Bildung und Lebenskunst konkretisiert. Die spezifisch moralischen Probleme im professionellen Handeln werden in seiner strukturellen Asymmetrie in der Spannung von Anerkennung, Zumutung und Verhandlung und von Authentizität und Distanz im Medium von Selbstreflexion und institutionalisierter Kritik dargestellt; schließlich wird Moral als Kritik institutioneller Selbstbezüglichkeit und Moment in der Gestaltung von Institutionen erörtert.


meta value=Moralerziehung

Moralerziehung

Brumlik, Micha
ISBN: 9783497605705

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art100 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Elsen, Susanne
ISBN: 9783497605712

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art101 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

Kurztext

Seit wenigen Jahren scheint die Erkenntnis zu reifen, dass soziale Nachhaltigkeit kein Nebenprodukt der ökologischen und ökonomischen Dimension ist, sondern dass der sozial-kulturellen Dimension eine Schlüsselfunktion zukommt, denn Nachhaltigkeit muss gelebt werden. Sie erfordert eine Veränderung von Lebensstilen und Lebensformen und eine Neuorganisation von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hierauf hatte bereits Meadows 1972 verwiesen. Er stellte fest, dass es für viele bedeutsame Probleme in der modernen Welt keine technischen Lösungen gebe, sondern dass es umfassende soziale Veränderungen brauche.
Die Risiken des westlichen Wachstums- und Entwicklungsmodells sind zu realen Gefahren geworden und an sozial ungleich verteilten Verwundbarkeiten entzünden sich Risikokonflikte, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen können, wie der Kampf um den Zugang zu Wasser und Boden in vielen Weltregionen bereits heute zeigt.
Die Erfordernisse der ökosozialen Transformation verdeutlichen die Bedeutung einer Arbeit am Sozialen, die den Kulturwandel der Gesellschaft fördert und ermöglicht, den Zugang zu den notwendigen Lebensgütern sichert und sozialstaatliche Rechte ausweitet. Angesichts der Ressourcenknappheit, z.B. der Wasserversorgung in China, des Zugangs zu Boden in vielen Ländern Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas, der katastrophalen Folgen des Klimawandels, aber auch der wachsenden privaten und öffentlichen Armut in den Wohlfahrtsstaaten, stellt sich die Frage des Rechts auf Leben verbunden mit den nötigen Voraussetzungen neu. Die Weiterentwicklung der Menschenrechtsarbeit muss die aktuellen Arenen der Lebensrechte integrieren.
Wenn Ressourcen knapper werden, wird ihre erhaltende Nutzung und ihre gerechte Verteilung zu einer zentralen sozial-, umwelt- aber auch wirtschaftspoltischen Fragestellung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Verteilungsgerechtigkeit gewinnt unter den Bedingungen der Wachstumswende an Bedeutung, denn das Versprechen, nach erreichtem Wachstum auch soziale und ökologische Ziele verfolgen zu können, hat keine Basis mehr. Ein gerechter Anteil am gesellschaftlichen Reichtum für alle ist der sozialpolitische Maßstab.


meta value=Nationalsozialismus

Nationalsozialismus

Nolzen, Armin
Sünker, Heinz
ISBN: 9783497605729

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art102 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Die Geschichte der Sozialen Arbeit in der NS-Zeit harrt noch einer integrierten Zusammenschau. Dies hat zum einen professionsgeschichtliche Gründe, ist Soziale Arbeit doch ein vergleichsweise neuer Begriff, der aus unterschiedlichsten Traditionslinien wie klassischer Fürsorge- und Wohlfahrtspolitik, Sozial- und Reformpädagogik sowie Jugendhilfe entstand. Zum anderen gibt es nur wenige, von Vertretern des Faches verfasste Studien über die Ausdifferenzierung Sozialer Arbeit in kapitalistischen Industriegesellschaften. Insofern ist die Geschichte Sozialer Arbeit größtenteils eine Domäne der Historiker geblieben. Diese begreifen sie jedoch meistens als Bestandteil der Entstehung moderner Sozialstaatlichkeit und pflegen einen eher etatistischen Zugriff. Ein zentrales Kennzeichen Sozialer Arbeit, die psychosoziale Intervention oder Face-to-face-Arbeit, bleibt dabei in der Regel auf der Strecke. Eine moderne Professionsgeschichte muss jedoch die institutionelle beziehungsweise organisatorische Entwicklung Sozialer Arbeit und den Faktor individueller Hilfe am Menschen in einem gemeinsamen Rahmen behandeln.Unser Beitrag versucht eine Synthese der neueren Forschungen zur Sozialen Arbeit in der NS-Zeit. Es geht darin zum einen um den Stellenwert, den Soziale Arbeit, ihre Institutionen und Organisationen innerhalb des NS-Herrschaftssystems besaßen. Zum anderen ist von Interesse, welchen Anteil diejenigen Personen, die im weitesten Sinne in der Profession tätig waren, an der Aufrechterhaltung des NS-Regimes hatten. Zu diesem Zweck werden drei Felder Sozialer Arbeit in den Blick genommen, die sich nicht schematisch voneinander trennen lassen: die Sozial- und Arbeiterpolitik, die Familien- und Gesundheitspolitik sowie die Wohlfahrtspolitik und Fürsorge. Den Abschluss bilden ein kurzes Resümee und ein Ausblick auf weitere Perspektiven der Forschung.


meta value=Neurobiologie

Neurobiologie

Spitzer, Manfred
ISBN: 9783497605736

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art103 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Normalität und Normalisierung

Normalität und Normalisierung

Seelmeyer, Udo
Kutscher, Nadia
ISBN: 9783497605743

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art104 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Während die Bezugnahme auf Normalität zunächst durch alltagsweltliche Vorstellungen geprägt war, fand in den vergangenen Jahren eine theoretische Aufarbeitung dieses in der Theorie Sozialer Arbeit mittlerweile als zentrale Kategorie verankerten Begriffes statt. Ausgehend von einem begriffs- und theoriegeschichtlichen Zugang lassen sich ein weiter und ein enger Normalitätsbegriff unterscheiden. Ein zentrales Differenzmerkmal ist der Bezug auf normative Begründungszusammenhänge mit Implikationen für die Legitimation professionellen Handelns bzw. die Ziele von Interventionen im Feld der Sozialen Arbeit auf programmatischer und organisationaler Ebene. Theoretisch reflektiert wurde Normalität in der Sozialen Arbeit zunächst im Kontext strukturfunktionaler Zugänge und später auch in gouvernementalitätstheoretischen Analysen. Struktur-funktionale Ansätze verstehen „Normalisierung“ als Verhinderung von Abweichungen, die auf der Grundlage expliziter und präetablierter Idealnormen bestimmt werden. Gouvernementalitätsanalysen deuten Prozesse der Normierung als Selbstregierung von Subjekten, bei denen Orientierungen an sich dynamisch verändernden statistischen Verteilungen einen großen Stellenwert besitzen.
Im Kontext des „Normalisierungsauftrags“ Sozialer Arbeit erweist es sich als sinnvoll, diese unterschiedlichen Zugänge hinsichtlich der Veränderung von sozialpolitisch-programmatischen Rahmungen und legitimatorischen Grundlagen sozialpädagogischen Handelns zu analysieren. Neben einer disziplinären Selbstvergewisserung über normative Grundlagen Sozialer Arbeit kann die Theorie der Sozialen Arbeit mit einem differenzierten analytischen Begriff und Verständnis von Normalität und der Prozesse ihrer Herstellung einen wichtigen Beitrag zur Reflexion und Aufklärung Sozialer Arbeit leisten.


meta value=Organisation und Organisationsgestaltung

Organisation und Organisationsgestaltung

Grunwald, Klaus
ISBN: 9783497605767

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art106 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

Kurztext

Organisationen und ihre Verfasstheit stellen eine wesentliche Rahmenbedingung für fachliches Handeln in der Sozialen Arbeit dar. Die Dienstleistungserbringung in der Sozialen Arbeit wird stark geprägt durch die formellen und informellen Seiten von Organisationen, durch Strukturen und Kulturen sowie durch Fragen der Mikropolitik, des Wandels in und von Organisationen sowie die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Organisation und Gesellschaft. Organisationen und ihre Gestaltung sind damit ein wichtiges Thema für Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag zunächst verschiedene Organisationsbegriffe und ihre theoretischen Implikationen dargestellt, um dann knapp einige (neuere) Konzepte der Organisationssoziologie zu beschreiben, die die heutige Sicht auf Organisationen stark beeinflussen. Der Schwerpunkt liegt auf Grundfragen des Organisierens, die die vorab beschriebenen organisationssoziologischen Konzepte aufgreifen und hinsichtlich Möglichkeiten und Grenzen der Organisationsgestaltung konkretisieren. Zu ihnen gehören (1) die bewusste Gestaltung der Interaktion zwischen Organisation und Umwelt, (2) die Berücksichtigung informeller Regeln, (3) die Beachtung des Spannungsfeldes zwischen Fremd- und Selbstorganisation, (4) die Vermittlung von Organisationsstrukturen und Verhalten von MitarbeiterInnen in diesen Strukturen sowie (5) die nachhaltige Gestaltung von Veränderungsprozessen, u. a. durch Verfahren der Organisationsentwicklung. Ein Ausblick fasst zentrale Argumentationslinien zusammen und formuliert Konsequenzen für die Organisationsgestaltung in Einrichtungen und Diensten der Sozialen Arbeit.


meta value=Pädagogischer Bezug

Pädagogischer Bezug

Niemeyer, Christian
ISBN: 9783497605774

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art107 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Der Pädagogische Bezug ist von Herman Nohl (1879–1960) in der Weimarer Epoche, vor allem unter Rückversicherung auf Pestalozzi, als Grundlage aller Erziehung ins Zentrum der Debatte gerückt worden und diente zunächst der Selbstverständnissicherung der damals aufstrebenden Sozialpädagogik (als Theorie der Jugendhilfe). Dies etwa im Sinne des Programmsatzes: „Die alte Erziehung ging aus von den Schwierigkeiten, die das Kind macht, die neue von denen, die das Kind hat.“ (Nohl 1926, 78). Das Dritte Reich mit dem nun dominierenden, eher autoritativen Erziehungsverständnis war diesem Ansinnen gegenüber eher abweisend eingestellt. Nach 1945 kam es zunächst zumindest in Westdeutschland zu einer gewissen Renaissance des Pädagogischen Bezugs, dies etwa im Soge teils desaströser Untersuchungsbefunde im Blick auf autoritäres Lehrerverhalten, aber auch im Zuge der Debatte um Bildungskatastrophe und Begabungsförderung. Andererseits sorgten die Studentenbewegung und das Plädoyer für anti-autoritäre Erziehung für heftige Kritik am Pädagogischen Bezug. In neuerer Zeit hat die Debatte um die Ausgrenzung von Problemjugendlichen aus der Heimerziehung, aber auch aus der Schule zu einem erneuten Interesse an diesem Theoriekonzept geführt, dem auch Bedeutung zukommt für eine fachlich ausgewiesene Gestaltung des beruflichen Alltags etwa in Pflegefamilien, aber auch in der Krippenbetreuung.


meta value=Partizipation

Partizipation

Schnurr, Stefan
ISBN: 9783497605781

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art108 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

meta value=Pflege

Pflege

Gröning, Katharina
Yardley, Yvette
ISBN: 9783497605798

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art109 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Der demografische Wandel und seine Bedeutung für die Entwicklung für die Situation der Pflege werden dargestellt. Weiterhin werden die Entwicklungslinien der Pflegeversicherung vorgestellt, von der Formulierung der Pflegebedürftigkeit als generelles Risiko bis hin zur Einführung der Pflegeversicherung. Auch die Veränderungen in der Pflegelandschaft durch die Einführung der Pflegeversicherung werden nachgezeichnet sowie die Leistungen beschrieben. Auch die Schwierigkeit des Pflegebedürftigkeitsbegriffs in seiner vorrangigen medizinischen Einordnung und damit einer Ausklammerung der sozialen Bedürfnisse bei z.B. Demenz werden benannt. Durch den Grundsatz „ambulant vor stationär“ hat die häusliche Pflege eine besondere Stellung inne. Im Artikel wird die Angehörigenpflege unter verschiedenen Problematisierungen dargestellt, wobei darauf hingewiesen wird, dass häufig die Familiendynamik außer Acht gelassen wird und eine Idealisierung und Verzerrung stattfindet.


meta value=Planung und Planungstheorie

Planung und Planungstheorie

Herrmann, Franz
ISBN: 9783497605804

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art110 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

meta value=Politikberatung

Politikberatung

Rieger, Günter
ISBN: 9783497605811

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art111 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Politische Bildung

Politische Bildung

Claußen, Bernhard
ISBN: 9783497605828

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art112 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Posttraditionale Vergemeinschaftung

Posttraditionale Vergemeinschaftung

Ferchhoff, Wilfried
ISBN: 9783497605835

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art113 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

In diesem Beitrag geht es darum, holzschnittartig die Genese und im historischen Verlauf den sozialen und kulturellen Wandel zu rekonstruieren, den jugendliche Gesellungs-, Erlebnis-, Vergemeinschaftungsformen und Gleichaltrigengruppen in Europa erfahren haben. Vor dem Hintergrund rapider ökonomisch-technologischer, medialer und gesellschaftlicher Entwicklungen wird analytisch herausgearbeitet, dass das historisch vorherrschende jugendkulturelle Territorialprinzip und die tendenziell engen jugendlichen Bindungs-, Erfahrungs- und Lebensräume im Laufe historisch gesellschaftlicher Wandlungsprozesse immer mehr aufgeweicht wurden. Stattdessen rückten vor allem auch delokalisierende Tendenzen und informelle Elemente von Erlebnissen, Gesellungen, Gleichaltrigengruppen sowie posttraditionale, eventorientierte Jugendkulturen, -gemeinschaften und -szenen ins Blickfeld, gleichwohl lokale Jugendkulturen nach wie vor real nicht zuletzt in städtischen Arealen Orte, Plätze, Straßenräume etc. einnehmen, besetzen und gegenüber anderen Jugendgruppen verteidigen. Die Übergänge zu den heutigen delokalisierenden Massenevents und zu den netzbasierten, virtuellen jugendkulturellen Gemeinschaften scheinen kontinuierlicher und fließender zu sein, als die aktuellen Debatten und Diskurse zu den Vergemeinschaftungen der kulturellen Massenevents und zu den ganz neuen virtuellen (Jugend-)Gemeinschaften oftmals suggerieren.


meta value=Prävention und Intervention

Prävention und Intervention

Böllert, Karin
ISBN: 9783497605842

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art114 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

6 Seiten
Preis E-Book: € [D] 6.00 €

meta value=Professionalität

Professionalität

Dewe, Bernd
Otto, Hans-Uwe
ISBN: 9783497605866

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art116 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

meta value=Psychiatrie und Jugendhilfe

Psychiatrie und Jugendhilfe

du Bois, Reinmar
Ide-Schwarz, Henning
ISBN: 9783497605873

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art117 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Psychoanalytische Pädagogik

Psychoanalytische Pädagogik

Dörr, Margret
ISBN: 9783497605880

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art118 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

Kurztext

Die Psychoanalytische Pädagogik nimmt die Bedingungen und Strukturen pädagogischer Beziehungen in einer besonderen Weise in den Blick. Ausgehend von der Psychoanalyse steht auch in ihrer Theorie die Annahme eines „ubiquitären dynamischen Unbewussten” im Zentrum. So erweitert sie zum einen das professionell bedeutsame Wahrnehmungsfeld über den Bereich rational kontrollierten und begründbaren Denkens und Handelns um den Bereich der emotionalen Wahrnehmungen in (sozial-)pädagogischen Beziehungen. Zum anderen vermag sie darüber konsequent die latenten Bedeutungen gesellschaftlicher und institutioneller Rahmungen für Interaktions- und Bildungsprozesse in das (sozial-)pädagogische Denken und Handeln einzubeziehen. In der Weise versteht sich eine Psychoanalytische Pädagogik als eine auf verschiedene Bereiche und Felder der Sozialen Arbeit bezogene, sozialwissenschaftliche Reflexion und Praxis. Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag zunächst in historischer Perspektive die facettenreichen Anfänge einer Psychoanalytischen Pädagogik dar. Anschließend erfolgt im Kontext einer kritischen Kulturtheorie sowie einer kritischen Theorie des Subjekts ein differenzierter Blick auf die sich weiter entwickelnde Disziplin. Abschließend wird die derzeitige Bandbreite der psychoanalytisch-pädagogischen Konzepte skizziert, mit deren Hilfe die (Sozial-)Pädagogin besser in die Lage versetzt werden kann, eine professionelle, selbstreflexive und mehrperspektivische Verstehens- und Handlungspraxis einzunehmen.


meta value=Qualität

Qualität

Dahme, Heinz-Jürgen
Wohlfahrt, Norbert
ISBN: 9783497605897

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art119 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Soziale Dienste sind seit einigen Jahren durch den Sozialgesetzgeber verpflichtet worden, Maßnahmen der Qualitätssicherung oder Qualitätsmanagementsysteme zu implementieren. Die Vorgabe, Qualitätssicherungsmaßnahmen ein- und durchzuführen, ist an Finanzierungsvereinbarungen gekoppelt, so dass solche Maßnahmen mittlerweile flächendeckend in den sozialen Einrichtungen und Sozialbetrieben vorhanden sind. Die Vorgaben für Qualitätsmaßnahmen variieren jedoch stark, und dementsprechend trifft man in den verschiedenen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit ganz unterschiedliche Systeme zur Qualitätssicherung an. Der Artikel gibt einen Überblick über die Qualitätsdebatte in der Sozialen Arbeit und verschiedene Verfahren der Qualitätssicherung, die in sozialen Einrichtungen und Sozialbetrieben am häufigsten anzutreffen sind. Vorgestellt werden u.a.+Zertifizierungsverfahren nach DIN EN IS0 9000ff+European Foundation for Qalitity Management – EFQM+Benchmarking und+Evaluationsverfahren.


meta value=Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement

Trede, Wolfgang
ISBN: 9783497605910

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art120 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Qualitative Forschung

Qualitative Forschung

Bock, Karin
Miethe, Ingrid
ISBN: 9783497605903

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art121 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

meta value=Quantitative Forschung

Quantitative Forschung

Micheel, Heinz-Günter
ISBN: 9783497605927

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art122 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

meta value=Rechtsextremismus/-populismus

Rechtsextremismus/-populismus

Hafeneger, Benno
ISBN: 9783497605934

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art123 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Religionen und Soziale Arbeit

Religionen und Soziale Arbeit

Gabriel, Karl
ISBN: 9783497605941

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art124 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

Kurztext

In ihrer institutionellen wie in ihrer professionellen Ausprägung bewegte sich die Soziale Arbeit von ihren Anfängen an im Spannungsfeld religiös-kirchlicher Ansprüche einerseits und säkular-staatlicher Interessen andererseits. In Deutschland fand diese Grundstruktur in spezifischer Weise ihre Ausprägung in der „dualen“ Wohlfahrtspflege, die im späten 19. Jahrhundert ihren Anfang nahm, sich in der Weimarer Zeit voll etablierte und erst heute einem grundlegenden Wandel unterworfen ist. Will man das Verhältnis von Religionen und Sozialer Arbeit in seiner Tiefenstruktur offenlegen, bedarf es eines Blicks auf die konfessionelle Prägung des Hilfehandelns im ausgehenden Mittelalter. Darum geht es im zweiten Abschnitt des Beitrags. Im langen 19. Jahrhundert –- dies ist Thema des dritten Abschnitts –- bildet sich die spezifisch deutsche duale Struktur Sozialer Arbeit heraus, die in der Weimarer Zeit ihre rechtliche Ausformung findet und –- nach einer Phase der politischen Gleichschaltung in der NS-Zeit –- in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik ihren Höhepunkt erreicht. Im vierten Abschnitt geht es um die Entwicklung des Verhältnisses von Religionen und Sozialer Arbeit in West- und Ostdeutschland, die sehr unterschiedliche Wege repräsentieren. Ein Überblick über die gegenwärtige Situation in Deutschland schließt sich an, bevor es im Schlussabschnitt um den Blick auf neuere Entwicklungen im Verhältnis von Religionen und Sozialer Arbeit geht. Das Thema Religionen und Soziale Arbeit hat lange Zeit wenig explizites Interesse auf sich gezogen. In der Gegenwart lässt sich innerhalb der Sozialwissenschaften ein neues Interesse sowohl an den Religionen als auch an deren Bedeutung für die Tiefenstrukturen der sozialstaatlichen Entwicklung beobachten.


meta value=Religiöse Erziehung

Religiöse Erziehung

Schweitzer, Friedrich
ISBN: 9783497605958

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art125 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Religiöse Erziehung wird hier in einem weiten Sinne bestimmt, so dass auch religiöse Bildung und Begleitung, Sozialisation und Entwicklung in den Blick kommen, nicht nur im christlichen Bereich, sondern auch in einem multireligiösen Sinne. Geschichtliche Zusammenhänge zwischen sozialer Arbeit und Religion bzw. Christentum werden identifiziert. Unterschiedliche Ansätze zur religiösen Erziehung werden vorgestellt und diskutiert, auch im Horizont gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen und Phänomene wie Individualisierung, Fundamentalismus und Synkretismus sowie im Blick auf Werteerziehung, interkulturelles und interreligiöses Lernen. Dazu kommt eine Zusammenfassung empirischer Befunde (religionsbezogene Biographieforschung, verschiedene pädagogische Institutionen). Am Ende stehen Perspektiven für Religion als Dimension sozialpädagogischer Praxis mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.


meta value=Religiosität und Spiritualität

Religiosität und Spiritualität

Gennerich, Carsten
Klein, Constantin
Streib, Heinz
ISBN: 9783497605965

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art126 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Das religiöse Feld ist durch Pluralisierung geprägt. Um dem Rechnung zu tragen, wird ein diskursiver Religionsbegriff vorgeschlagen, so dass auch Variationen des Religiösen jenseits konventioneller Formen in den Blick kommen. In einer exemplarischen Umsetzung mit Daten des Religionsmonitors 2013 wird mit einem Lebensstilmodell gezeigt, wie mit jedem Lebensstil spezifische religiöse Orientierungen einhergehen (einschließlich atheistischer und spiritueller Deutungsmuster). Die religiösen Orientierungen von Menschen mit Hilfebedarfen können so näher bestimmt werden.
Im zweiten Teil des Beitrags wird der Bereich der Jugendhilfe fokussiert. Studien zeigen, dass z.B. Jugendliche in der Heimerziehung offen sind für eine Integration des Themas Religion in die Hilfeplanung, dass jedoch die Mitarbeitenden das Potential religiöser Ressourcen für die Jugendlichen unterschätzen. Weitere Studien zeigen, dass eine Partizipation von Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf an kirchlichen Angeboten mit spezifischen Barrieren konfrontiert ist, die in der Sozialen Arbeit zu berücksichtigen sind.
Soziale Arbeit hat sich darüber hinaus den Befunden zu stellen, die zeigen, dass religiöse Partizipation mit entwicklungsförderlichen Ressourcen einhergeht, die eine Krisenbewältigung erleichtern können (z.B. Normen und Handlungsmuster, die einen schädigenden Alkoholkonsum reduzieren). Abschließend werden, abhängig vom Lebensstil der Jugendlichen und vom sozialen Hintergrund (z.B. muslimische Jugendliche), unterschiedliche Perspektiven einer religionssensiblen, religiöse Ressourcen fördernden und islamophoben Einstellungen begegnenden Arbeit benannt.


meta value=Resilienz

Resilienz

Gabriel, Thomas
ISBN: 9783497605972

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art127 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Menschen reagieren unterschiedlich auf ausgeprägte Risiken und manifeste Krisen. Resilienz umschreibt diese relative Widerstandsfähigkeit gegenüber belastenden Umständen und Ereignissen und stellt somit einen positiven Gegenbegriff zur Vulnerabilität dar. Aus dieser Perspektive ist Resilienz in unterschiedlicher Qualität mit jeder menschlichen Entwicklung verbunden. Das Konzept der Resilienz steht dabei stets in der Gefahr als personale Eigenheit oder gar bio-genetische Disposition missverstanden zu werden. Resiliente Individuen sind nicht aus sich selbst heraus widerstandsfähig. Resilienz ist primär als das Produkt protektiver Einflüsse zu verstehen. Die Analyse dieser protektiven Einflussfaktoren, die Menschen helfen, krisenhafte und problematische Umstände zu bewältigen, erscheinen als eine wichtige Ergänzung zu vorliegenden Wissensbeständen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die durch Forschung vielfältig belegten Risikofaktoren in Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit zu einem professionellen Pessimismus und verbreiteten Missverständnissen geführt haben. Die Frage nach Resilienz verschiebt den Fokus von Forschung auf die positiven Einflüsse individueller Entwicklung und damit auf die Bewältigung von erfahrenen Benachteiligungen oder existenziellen Bedrohungen. Dies kann zu einer Neubewertung und Differenzierung von Präventions- und Interventionsstrategien in der Sozialen Arbeit führen.


meta value=Schule und Soziale Arbeit

Schule und Soziale Arbeit

Braun, Karl-Heinz
Wetzel, Konstanze
ISBN: 9783497605989

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art128 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Ausgangspunkt der neueren Debatten um das Verhältnis von Schul- und Sozialpädagogik bildete die schrittweise Überwindung des starren Halbtagsschulsystems durch die Ausweitung der Ganztagsbetreuung –- besonders zur Förderung der Berufstätigkeit der Frauen –- und der Ganztagsschulangebote, wobei der Gewaltdebatte eine wichtige Katalysatorfunktion zukam. Den weitreichendsten Versuch, alle diese Trends zu einem komplexen Projekt nachhaltiger Bildungsreform zu verdichten, bildet die Ganztagsbildung, die ihre Überzeugungskraft auch dem erweiterten Bildungsauftrag der Schule verdankt: Sie kann sich nicht mehr auf die Qualifizierung, die Selektion, die Legitimation des politischen Systems und die Kulturüberlieferung beschränken, sondern muss auch einen eigenständigen Beitrag zur reflexiven sozialen Integration der Heranwachsenden leisten. Das gelingt ihr in dem Maße, wie sie die zentralen Dimensionen der Sinnbildung ins Zentrum stellt, nämlich die pragmatische, die epochal-historische, die berufliche, die existentielle, die ästhetische und die ethische Bildung. Dies geschieht durch die sozialpädagogische Profilbildung der Schule, die durch die Schulsozialarbeit angeregt, unterstützt und ergänzt wird. Wesentliche bildungsplanerische Perspektive der zuverlässigen Kooperation von Schule und Sozialer Arbeit ist der Aufbau kommunaler Bildungslandschaften.


meta value=Schulwesen

Schulwesen

Tillmann, Klaus-Jürgen
ISBN: 9783497605996

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art129 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Das Schulwesen als institutioneller Komplex in modernen Gesellschaften mit seinen Ebenen Lernorganisation, Verwaltungsorganisation und Makroorganisation wird vorgestellt. Sodann erfolgt eine Beschreibung der heutigen Strukturen des deutschen Schulsystems, dabei werden drei Besonderheiten hervorgehoben: die staatlich-föderale Struktur, die hierarchische Gliederung der Schulformen in der Sekundarstufe I und die Trennung zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung in der Sekundarstufe II. Im abschließenden Kapitel geht es um Stabilität und Wandel im staatlichen Schulsystem. Das Schulwesen ist zwar eine Institution, die auf gesellschaftliche Reproduktion ausgerichtet ist und in der deshalb Stabilität und Kontinuität eine große Rolle spielen. Doch wenn man längere Zeitphasen in den Blick nimmt, sieht man, wie stark sich das Schulwesen in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Der massiv gesunkene Anteil an Hauptschülern ist dafür ein besonders treffendes Beispiel. Angesichts eines wachsenden gesellschaftlichen Veränderungsdrucks (z.B. durch das Anwachsen der Migrationsbevölkerung, durch den Siegeszug der „Neuen Medien“) sind die Erwartungen an eine Modernisierung des Schulwesens deutlich gestiegen. Daraus resultiert eine Veränderung des staatlichen Steuerungskonzepts: Das Ausmaß administrativer Anweisungen durch das Schulministerium wird zurückgefahren, zugleich erhalten die Einzelschulen weit größere Handlungsspielräume („Autonomie“). Dies ist jedoch verbunden mit einer zunehmenden Output-Kontrolle, die z.B. durch kontinuierliche Leistungsmessungen und durch Besuche der Schulinspektionen realisiert werden.


meta value=Sexualpädagogik

Sexualpädagogik

Sielert, Uwe
ISBN: 9783497606009

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art130 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Sexualität ist mehr als Geschlechtsverkehr zum Zweck der Zeugung und Sexualpädagogik mehr als Aufklärung über den „wechselseitigen Gebrauch der Geschlechtsorgane“ (Immanuel Kant). Der Handbuchbeitrag entfaltet zunächst historisch, wie sich Sexualerziehung als Praxis aus ihrer repressiven Tabuisierung des Sexuellen bis zur sexuellen Bildung, und die Theorie von einer Morallehre zur kritisch-reflexiven Sexualpädagogik entwickelt hat. Sexualpädagogik beheimatet sich in der Erziehungswissenschaft, rekurriert auf interdisziplinären Forschungen zur Sexualität, ist aber zugleich mehr als angewandte Sexualwissenschaft. Ihre Inhalte erstrecken sich auf alle Teilaspekte eines umfassenden Sexualitätsverständnisses von der Körperaufklärung über Fortpflanzungs-, Lust-, Beziehungs- und Identitätsthemen. Die Handlungsfelder erstrecken sich entlang des menschlichen Lebenslaufs von der Familie über Kindertagesstätte und Schule bis zur Erwachsenen- und Altenbildung. Aktuelle Vermittlungs- und Beratungsformen resultieren aus einer — dem Gegenstand angemessenen — didaktischen Phantasie und aller Handlungsmodalitäten, die in der Erziehung allgemein von Bedeutung sind. Sexualpädagogik galt schon immer als eine pädagogische Disziplin, die regelmäßig im Kreuzfeuer erregter gesellschaftspolitischer Debatten stand, ohne dabei professionspolitisch in gleicher Weise beachtet zu werden. Angesichts ihrer präventiven Möglichkeiten in diversen Gefahrendiskursen und der wichtiger werdenden Kompetenzvermittlung auf dem Sektor der Diversifizierung sexueller wie auch geschlechtlicher Identitäten ist sexualpädagogische Theoriebildung, Forschung und Praxis vor allem für die Soziale Arbeit von Bedeutung.


meta value=SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe

SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe

Münder, Johannes
Trenczek, Thomas
ISBN: 9783497606016

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art131 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

15 Seiten
Preis E-Book: € [D] 15.00 €

Kurztext

Im SGB VIII sind die wesentlichen Grundlagen, Handlungsprinzipien und Handlungsstandards der Sozialen Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe normativ verankert und stellt mithin den gesetzlichen Rahmen für das (vornehmlich) sozialpädagogisches Handeln im Jugendamt und den freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe dar. Die Autoren erläutern die wesentlichen Gliederungs- und Strukturprinzipien des SGB VIII, die verschiedenen Leistungs- und Aufgabenbereiche der Kinder- und Jugendhilfe und die dabei zu beachtenden normativen (fachlichen) Standards sowie die Besonderheiten der Organisation und des verwaltungsrechtlichen Verfahrens (insb. im Hinblick auf das Leistungserbringungsrecht) der Kinder- und Jugendhilfe.

Im Recht der Kinder- und Jugendhilfe werden wie in kaum einem anderen Regelungsbereich außerjuristische Überlegungen bei der Anwendung des Rechts relevant. Die Autoren beziehen deshalb sozialwissenschaftliche und sozialpädagogische Erkenntnisse in die juristische Auslegung systematisch ein und zeigen die Handlungsspielräume für eine emanzipatorische Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe auf.


meta value=Sozialberichterstattung und Sozialplanung

Sozialberichterstattung und Sozialplanung

Markert, Andreas
Wieseler, Silvia
ISBN: 9783497606023

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art132 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Sozialberichterstattung und Sozialplanung haben sich seit den 1970/1980er Jahren zu zentralen (sozial-)politischen Steuerungsinstrumenten entwickelt. Vor diesem Hintergrund sind von verschiedenen Akteursgruppen (insbesondere Regierungsorganisationen, Statistischen Ämtern, wissenschaftlichen Einrichtungen, Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften) zahlreiche Sozialberichte vorgelegt worden, die sich auf jeweils unterschiedliche räumliche Dimensionen (supranationale, nationale, regionale und kommunale Ebene) und Zielgruppen bzw. Problem- und Lebenslagen beziehen (bspw. Berichte zur Lage von Familien, Frauen, Kindern/ Jugendlichen, Migranten, alten oder behinderten Menschen sowie Armuts- und Gesundheitsberichte). In den letzten Jahren sind die methodischen Zugänge und vor allem die Ergebnisse vieler Berichte zum Teil kontrovers diskutiert worden.
Breiter Konsens gegenwärtiger fachlicher und fachpolitischer Diskurse besteht vor diesem Hintergrund darin, Sozialberichterstattung systematisch auf eine partizipations- und prozessorientierte kommunale Sozialplanung zu beziehen und hierbei Prozesse der Sozialberichterstattung von proaktiven und (sozial-)planerischen Gesichtspunkten zu entkoppeln. (Kommunale) Sozialplanung stellt diesem Verständnis folgend weniger die Erstellung fertiger Planungsberichte in den Mittelpunkt, sondern stärker das regelmäßige Initiieren von Aushandlungsprozessen bzw. Aspekte einer verstetigten und institutionalisierten Evaluation sozialer Praxis. Idealtypisch umfasst ein solches dynamisches Planungsverständnis die folgenden, sich tendenziell überlagernden und in einen zirkulären Prozess einzubindenden Phasen und Grundelemente: kontinuierliche Sozialberichterstattung, Bestandsbewertung und Bedarfsermittlung, Maßnahmedefinition und Prioritätenfestlegung, Umsetzung und Evaluation konkreter Maßnahmen sowie Fortschreibung der Sozialplanung.


meta value=Soziale Arbeit auf dem Land

Soziale Arbeit auf dem Land

Beetz, Stephan
Funk, Heide
ISBN: 9783497606030

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art133 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Der Artikel stellt die Besonderheiten ländlicher Räume im fachwissenschaftlichen Diskurs der Professionalisierung Sozialer Arbeit heraus. Professionalität entsteht im reflexiven Umgang mit der eigenen Arbeitssituation, mit den regionalen Bedingungen sowie mit den Zielgruppen und deren Lebenssituationen.
Im ersten Teil des Artikels setzen sich die AutorInnen kritisch sowohl mit den gesellschaftlichen Diskursen über das Land wie mit aktuellen Definitionen des Landes auseinander. Dabei wird nicht nur seine Wirtschafts- und Siedlungsstruktur, sondern auch seine soziale Verfasstheit, die spezifischen Formen der Vergesellschaftung und die Wahrnehmung des Landes in der Gesellschaft betrachtet. Daraus werden im zweiten Teil bestimmte Anforderungen an Soziale Arbeit abgeleitet (z.B. hinsichtlich von Institutionalisierung, Konfliktorientierung, Regionalisierung). Besonderes Augenmerk wird auf peripherisierte ländliche Räume und die daraus erwachsenden Konsequenzen für Soziale Arbeit gelegt. In einem dritten Teil werden einzelne Handlungsfelder in Bezug auf den ländlichen Raum näher betrachtet (Arbeit mit Älteren, Jugendlichen, Erwerbslosen und Menschen in der psychiatrischen Versorgung). Der Artikel gibt in diesem Zusammenhang auch einen Überblick über weiterführende Studien.


meta value=Soziale Arbeit in den USA

Soziale Arbeit in den USA

Reisch, Michael
ISBN: 9783497606047

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art134 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

16 Seiten
Preis E-Book: € [D] 16.00 €

meta value=Soziale Arbeit in der Schweiz

Soziale Arbeit in der Schweiz

Gabriel, Thomas
Grubenmann, Bettina
ISBN: 9783497606054

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art135 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Die Entwicklung der Sozialen Arbeit in der Schweiz zeigt mit Blick auf die Historie Parallelen, aber auch Differenzen zu den umliegenden europäischen Ländern. Während im 19. Jahrhundert gemeinnützige Gesellschaften im Kontext demokratischer Staatsbildung Praxis und Diskurse des Sozialen prägten, war es auch hierzulande die internationale Frauenbewegung, die wichtige Impulse für den Professionalisierungsprozess nach 1900 lieferte. Pionierinnen gründeten erste soziale Frauenschulen und entsprechend gelangen der Methodenimport und die Rezeption theoretischer Ansätze der Fürsorgewissenschaft. Zudem zeichnete sich der Verwissenschaftlichungsprozess im Sinne einer Konsolidierung von Expertenwissen für die Praxis durch eine Rationalisierung der Jugendfürsorge und durch die Etablierung einer rationellen Armenpflege, insbesondere für männliche Armenpfleger, aus. Im Vergleich zu Deutschland scheiterte in der Schweiz im frühen 20. Jahrhundert ein Akademisierungsprozess, was sich auf die weitere Entwicklung der Theoriediskurse auswirkte. Während die Schulen für Soziale Arbeit in allen Landesteilen ausgebaut und entlang der Schwerpunkte Sozialarbeit, Sozialpädagogik und soziokulturelle Animation strukturiert wurden, fand 1971 mit der Einrichtung der Universitätsausbildungen in Sozialpädagogik (Universität Zürich) und Sozialarbeit (Universität Fribourg) die Professionalisierungsgeschichte des Faches durch die Verwissenschaftlichung einen Abschluss. Es sollte jedoch noch weitere drei Jahrzehnte dauern bis die Fachhochschulen in der Schweiz gegründet wurden.


meta value=Soziale Arbeit in Europa

Soziale Arbeit in Europa

Lorenz, Walter
ISBN: 9783497606061

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art136 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Soziale Arbeit in Mittel- und Osteuropa

Soziale Arbeit in Mittel- und Osteuropa

Chytil, Oldřich
Gojova, Alice
Nedelnikova, Dana
ISBN: 9783497606078

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art137 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Der Text reflektiert die Entwicklung der Sozialen Arbeit in den Ländern Ost- und Mitteleuropas seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen Zeit. Man war nicht nur bestrebt, gemeinsame Trends auszumachen, sondern richtete sein Augenmerk gleichzeitig auch auf einzelne nationale Verschiedenheiten und Besonderheiten. In den meisten Ländern fanden die ersten Versuche, die Ausbildung und Professionalisierung in dem genannten Bereich zu entwickeln, zwischen den beiden Weltkriegen statt. Die Entwicklung der Sozialen Arbeit als einer modernen Profession wurde erst wieder nach dem Zusammenbruch der totalitären Regime in den 1990er Jahren aufgenommen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen knüpfte man in den meisten Ländern an die Vorkriegstraditionen an, man begann über die Existenz von sozialen Problemen sowie über die Notwendigkeit von Lösungen mit Hilfe von qualifizierten Fachleuten offen zu sprechen. In diesem Zusammenhang zeigte sich die Notwendigkeit, das Fach wie auch die Profession Soziale Arbeit weiter zu entwickeln. Diese Entwicklung trägt bis heute in den einzelnen Staaten ihre je eigenen spezifischen Züge. Die jetzigen Probleme der Sozialarbeit in Ost und Mitteleuropa sind mit der sozialen Exklusion, Armut und Arbeitslosigkeit verbunden; der Druck in Richtung Kostensenkung und Beweisführung für die Effektivität der Sozialarbeit spitzt sich zu.


meta value=Soziale Arbeit in Österreich

Soziale Arbeit in Österreich

Scheipl, Josef
ISBN: 9783497606085

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art138 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Soziale Arbeit in Österreich bezieht sich gegenwärtig im Wesentlichen auf theoretische Modelle, die in der Bundesrepublik Deutschland diskutiert werden. Einschlägige österreichische Theorie-Beiträge und Forschungsergebnisse wurden neben Befunden der beiden Kinderschutzkongresse (1907; 1913) in den 1920er Jahren erarbeitet. Sie blieben regional weitgehend auf das „Rote Wien“ begrenzt. Die politischen Umbrüche (1934; 1938–1945) beendeten eine Aufbruchsstimmung, die nachhaltig erst wieder im Gefolge des 2. Jugendwohlfahrtsgesetzes (1989) einsetzen sollte. Neue Aspekte akzentuieren das Kinder- und Jugendhilfegesetz (2013) und das Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern (2011). Ausführliche Berichte widmen sich seit 2010 der Aufarbeitung von „Heimskandalen“.
Die Jugendarbeit (JA) versteht sich als außerschulische JA (verbandliche JA; offene JA).
Die Ausbildungssituation wurde spürbar verbessert –- Ausbildung der SozialarbeiterInnen auf Fachhochschulniveau (2001), Koordinierung und Aufwertung der Ausbildung für Sozialbetreuungsberufe (2005), Einführung von einschlägigen Masterstudiengängen an Universitäten und Fachhochschulen (2006 bzw. 2009).
Die klassischen Arbeitsfelder werden gegenwärtig erweitert um Schnittflächen mit der Schule (Schulsozialarbeit, Nachmittagsbetreuung), um die Bearbeitung der Transitionsproblematik (Schule –[2.] Arbeitsmarkt) u.a.m.
Aktuelle Diskurse beziehen sich u.a. auf die Sozialraumorientierung, die in Österreich durchaus mit Traditionen aufweisen kann, auf sozialpolitische Themen wie neoliberale Ökonomisierung etc.
Der Aufbau einer spezifischen Forschungsinfrastruktur könnte die Forschungslandschaft entscheidend verbessern.


meta value=Soziale Arbeit und Digitalisierung

Soziale Arbeit und Digitalisierung

Kutscher, Nadia
ISBN: 9783497606092

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art139 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

Kurztext

Neue Medien haben seit den 1990er Jahren Einzug in die Soziale Arbeit gehalten. Computer und Internet sind mittlerweile in vielfacher Hinsicht Teil der Lebenswelt sowohl von AdressatInnen als auch von Professionellen der Sozialen Arbeit geworden. Dabei weist der virtuelle Raum als Raum sozialer Dienstleistungserbringung sowohl Kontinuitäten als auch Diskontinuitäten zur Sozialen Arbeit im Face-to-face-Zusammenhang außerhalb des Internets auf.
Die Nutzung des Internets allgemein wird zwischen Befürchtungen und Gefahren einerseits und Technikeuphorie und Demokratisierungsthesen andererseits thematisiert. Dies spiegelt sich auch in den disziplinären Diskursen und der professionellen Praxis Sozialer Arbeit wider. Fragen von Exklusion und Teilhabe stellen sich auch hier in Hinsicht auf Bildungsprozesse und soziale Unterstützung. Die kommunikative Konstruktion von Raum und Teilhabe wirft vielfache Herausforderungen für Soziale Arbeit auf: Qualität und Datenschutz Sozialer Arbeit im digitalen Kontext, digitale Ungleichheit und durch die technische Struktur implizierte Veränderungen des Erbringungsverhältnisses gilt es vor dem Hintergrund unterschiedlicher Zielgruppen und deren Nutzungspraxen ebenso wie auch der Bedeutung eines medienbezogenen Habitus auf Seiten der Professionellen für die Gestaltung von sozialpädagogischen Angeboten im Netz zu reflektieren.


meta value=Soziale Arbeit und Polizei

Soziale Arbeit und Polizei

Feltes, Thomas
ISBN: 9783497606108

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art140 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Soziale Arbeit und soziale Entwicklung in Afrika

Soziale Arbeit und soziale Entwicklung in Afrika

Spitzer, Helmut
ISBN: 9783497606115

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art141 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Der afrikanische Kontinent umfasst 54 Staaten und weist eine große geographische, soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Vielfalt auf. Dementsprechend stellt sich Soziale Arbeit vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme als komplexes und heterogenes Feld dar. Soziale Probleme wie Massenarmut, Arbeitslosigkeit, HIV/Aids, Gewalt und Konflikte stellen die Profession vor große Herausforderungen. Hinzu kommen nur äußerst rudimentär ausgeprägte soziale Sicherungs- sowie krisenhafte Gesundheits- und Bildungssysteme. Das größte Strukturproblem Sozialer Arbeit ist — neben einem eklatanten Mangel an Ressourcen — die Kluft zwischen importierten Konzepten und Methoden und den realen Anforderungen in der Praxis. Entsprechend orientieren sich aktuelle Diskurslinien an der Forderung nach einer Indigenisierung Sozialer Arbeit, womit in der Regel kulturspezifische Ansätze gemeint sind. Des Weiteren werden gegenwärtig Diskurse favorisiert, die Soziale Arbeit in einem breiteren theoretischen Rahmen von „Sozialer Entwicklung“ verorten und als maßgeblichen sozialpolitischen Akteur akzentuieren.


meta value=Soziale Bewegungen

Soziale Bewegungen

Roth, Roland
ISBN: 9783497606122

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art142 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Soziale Kontrolle

Soziale Kontrolle

Flösser, Gaby
Wohlgemuth, Katja
ISBN: 9783497606139

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art143 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

meta value=Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke

Otto, Ulrich
ISBN: 9783497606146

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art144 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

meta value=Soziale Probleme

Soziale Probleme

Groenemeyer, Axel
ISBN: 9783497606153

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art145 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

16 Seiten
Preis E-Book: € [D] 16.00 €

meta value=Soziale Sicherung

Soziale Sicherung

Bäcker, Gerhard
ISBN: 9783497606160

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art146 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

23 Seiten
Preis E-Book: € [D] 23.00 €

meta value=Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik

Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik

Lessenich, Stephan
ISBN: 9783497606177

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art147 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

12 Seiten
Preis E-Book: € [D] 12.00 €

Kurztext

Der Wohlfahrtsstaat ist keineswegs nur sozialer Wohltäter, sondern er wirkt entscheidend daran mit, Marktgesellschaften und deren Struktur ungleicher Soziallagen zu ordnen, gegebenenfalls auch zu stabilisieren. Der Beitrag bindet diese Grundüberlegung einerseits theoretisch zurück an die Soziologie Pierre Bourdieus, die nicht nur die materiale, sondern auch die symbolische Konstruktion sozialer Ungleichheitsordnungen thematisiert. Andererseits diskutiert er, anschließend an Gøsta Esping-Andersens Konzeption wohlfahrtsstaatlicher Regime, die Strukturmuster sozialpolitischer Ungleichheitsproduktion in vergleichender Perspektive. In einem dritten Schritt wird –- illustriert am deutschen Fall –- dargelegt, wie auch innerhalb nationaler Wohlfahrtsstaaten, in verschiedenen sozialpolitischen Feldern, je spezifische Mischungsverhältnisse stärker „residualer“, „korporatistischer“ und „universalistischer“ Strukturierung sozialer Ungleichheit bestehen. Der Beitrag schließt mit einer Skizze der jüngeren Wandlungsprozesse sozialpolitischer Regulierung im Zeichen von „Aktivierung“ und verweist in diesem Zusammenhang auf die neuen, materiellen wie symbolischen Ungleichheiten, die durch diese Transformation systematisch befördert werden.


meta value=Sozialisation

Sozialisation

Grundmann, Matthias
ISBN: 9783497606184

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art148 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

meta value=Sozialmanagement

Sozialmanagement

Wöhrle, Armin
ISBN: 9783497606191

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art149 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Sozialmanagement ist ein relativ junger Begriff. Zwar schon in den 1980er Jahren entstanden, setzte er sich erst in den 1990er Jahren durch. Er kann innerhalb der fachlichen und theoretischen Diskussionslinien nach wie vor Emotionen wecken, gleichwohl ist insbesondere durch die entstandene Sozialmanagementpraxis und die ca. 100 Studiengänge, die dafür im deutschsprachigen Raum ausbilden, eine Faktizität entstanden, die erklärt werden muss.Im Beitrag wird sowohl auf die Wortbestandteile „Sozial“ und „Management“ sowie auf die Besonderheiten des Managens in dem besonderen, noch keineswegs genau bestimmten Sektor der Steuerung (des Dritten Sektors, der Nonprofit-Organisationen, der Sozialwirtschaft und teilweise öffentlichen Verwaltung) eingegangen. Die Entwicklungsgeschichte der Herausbildung des Begriffs wird nachgezeichnet. Dabei wird zwischen Management in der Sozialwirtschaft und Sozialmanagement unterschieden. Es werden verschiedene aktuelle Diskussionslinien verfolgt, und dabei wird das Spannungsverhältnis zwischen einer besonderen ethisch-moralischen Verantwortung im Fachlichen und der Eingebundenheit in gesellschaftliche und politische Verantwortung angesprochen. Fragen der Zuordnung im Wissenschaftsbetrieb werden aufgeworfen. Insgesamt wird ein erheblicher Forschungsbedarf sichtbar. Trotz vieler offener Fragen wird eine Definition vorgeschlagen.


meta value=Sozialpädagogische Kasuistik

Sozialpädagogische Kasuistik

Hörster, Reinhard
ISBN: 9783497606207

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art150 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Der Beitrag verdeutlicht Aufgaben und Gehalte sozialpädagogischer Kasuistik. Einleitend legt er dar, inwiefern der kasuistische Denkmodus den Sozialpädagogikbegriff zirkulieren lässt und inwiefern in diesem Modus sowohl die normative Pragmatik alltäglicher Situationen und Entscheidungen sich einschreibt als auch wissenschaftlich darüber hinaus gefragt werden kann. Der zweite Abschnitt zieht daraus die Konsequenzen und begibt sich auf das Gelände praktischer Wissenschaften wie Ethik, Rechtswissenschaft, Medizin und Pädagogik, stellt einige übergreifende Merkmale des kasuistischen Denkmodus´ heraus und beleuchtet Bedingungen, Grenzen und Möglichkeiten des kasuistischen Tuns. Der dritte Abschnitt ist der Frage gewidmet, wie sich kasuistische Strukturelemente im 20. Jahrhundert sozialpädagogisch entwickelt haben –- Textualität, Bildungsraum, Verlagerung. Im Rückgriff auf eine Schrift, die Carl Mennicke 1936 im niederländischen Exil verfasst hat, erläutert der nächste Abschnitt, wie sozialpädagogische Kasuistik zur kollektiven Gestaltungsaufgabe avancierte. Einige aktuelle Beispiele, in denen die Kollektivität dieser Aufgabe eine Rolle spielt, liefert der Schlussabschnitt des Beitrages.


meta value=Sozialpolitik

Sozialpolitik

Köppe, Stephan
Starke, Peter
Leibfried, Stephan
ISBN: 9783497606214

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art151 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

er Beitrag richtet sich an alle, die einen Einstieg in die Sozialpolitikforschung suchen, und bietet einen Überblick über die zentralen Konzeptionen, Theorien und Wirkungen von Sozialpolitik. Sozialpolitik war von jeher ein schillernder Begriff und entzieht sich einer allumfassenden Definition, weshalb sowohl eine engere Konzeption als auch weiter gefasste Varianten der Sozialpolitik diskutiert werden. Die enge Konzeption bezieht sich auf „Sozialpolitik als Staatstätigkeit“ und wird dann auf sektoraler, funktionaler und territorialer Ebene erweitert. Die Theorien zur Entstehung, zum Wandel, zum Umbau und den nationalen Unterschieden der Sozialpolitik werden systematisch nach drei dominierenden Schulen (Funktionalismus, Machtressourcenansatz, Institutionalismus) abgehandelt und kritisch kommentiert. Im letzten Teil werden die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wirkungen sozialpolitischer Interventionen erörtert. Dabei wird deutlich, dass die positiven Effekte bei aller Kritik dominieren.


meta value=Sozialpolitik und Sozialen Arbeit in der DDR

Sozialpolitik und Sozialen Arbeit in der DDR

Seidenstücker, Bernd
ISBN: 9783497606221

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art152 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Auch die DDR durchlief in ihrer 40-jährigen Geschichte politische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen, die sich auf die sozio-ökonomischen Existenzbedingungen und Lebenswirklichkeiten ihrer Bürgerinnen und Bürger auswirkten. Angestrebt wurde, soziale Unterschiede weitestgehend aufzuheben. Entsprechend war die Sozialpolitik auf Egalität der Lebensverhältnisse angelegt.
Das prinzipiell neue sozialpolitische Grundverständnis hatte auch Auswirkungen auf die Herangehensweise und die Arbeitsstrukturen zur Überwindung sozialer und (sozial)pädagogischer Problemlagen.
Das Hauptmerkmal der Sozialpolitik bestand in der Verantwortungsübernahme des Staates für die soziale Absicherung und andere grundlegende Daseinsfragen.
In deren Folge wurde die traditionelle Doppelstruktur von öffentlicher und freigemeinnütziger Trägerschaft von sozialer Arbeit (nach deren Zerschlagung in der NS-Zeit) nicht wieder bzw. lediglich marginal zugelassen.
Dies betraf sowohl das Gesundheits- und Sozialwesen (einschließlich der Behinderten- und Altenarbeit), welches verstaatlicht, zentralisiert und weitestgehend säkularisiert wurde.
Auch den Betrieben kam für ihre Mitarbeiter und deren Familien eine Betreuungs- und Versorgungsfunktion zu.
Die Jugendhilfe wurde im Wesentlichen auf die kompensierende bzw. ersetzende (Sozial-)Erziehung beschränkt.
Da davon ausgegangen wurde, dass sich durch das Zusammenspiel von generalpräventiven Maßnahmen mit ehrenamtlicher Tätigkeit einschlägige professionelle Tätigkeit erübrige, wurde die Ausbildung in sozialen Berufen zunächst für verzichtbar gehalten. Erst in späteren Jahren wurden in nur eng begrenztem Maße solche Ausbildungskapazitäten vorgehalten.


meta value=Sozialraum

Sozialraum

Kessl, Fabian
Reutlinger, Christian
ISBN: 9783497606238

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art153 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Sozialraumbezogene Methoden

Sozialraumbezogene Methoden

May, Michael
ISBN: 9783497606245

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art154 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

Kurztext

Der Beitrag rekonstruiert im Rahmen einer historischen Betrachtungsweise die unterschiedlichen gemeinwesen- und sozialraumbezogenen Ansätze Sozialer Arbeit vor ihrem jeweiligen gesellschaftspolitischen Hintergrund. Er zeigt, dass sozialräumliche Bezüge in einer ganz grundlegenden Art und Weise konstitutiv für jegliche Soziale Arbeit sind. Nachgezeichnet wird, dass es in der Professionalisierungsgeschichte Sozialer Arbeit einerseits jedoch immer wieder auch starke Tendenzen gab, diese methodisch zu isolieren und auf bestimmte Techniken einzuengen, dass umgekehrt aber ebenfalls — zumindest in bestimmten politischen Umbruchzeiten — auch Initiativen entstanden, Gemeinwesenarbeit aus der „Umklammerung durch die Sozialarbeit“ zu lösen.
Bezüglich der aktuellen Debatte rekonstruiert der Beitrag in kritischer Weise die verschiedenen Modelle zur Systematisierung von unterschiedlichen Handlungsebenen bzw. -feldern sozialraumbezogener Methoden. Er trachtet dabei sowohl die Überschneidungen, wie auch die inhaltlichen und politischen Kontroversen herauszuarbeiten, die mit den unterschiedlichen methodischen Optionen und Funktionsbestimmungen verknüpft sind.
In diesem Zusammenhang werden neuere Ansätze von Sozialraumentwicklung und einer diese übergreifenden Sozialraumorganisation vorgestellt und klassische Ansätze einer kategorialen Gemeinwesenarbeit im Hinblick auf Problemstellungen sich intersektional überlagernder Diskriminierungs- und Unterdrückungszusammenhänge geweitet.


meta value=Sozialstaat, Föderalismus, Soziale Arbeit

Sozialstaat, Föderalismus, Soziale Arbeit

Schäfer, Klaus
ISBN: 9783497606252

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art155 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Das Postulat „Sozialstaat“ als eine grundgesetzliche festgeschriebene Garantie und die Soziale Arbeit stehen in einem engen rechtlichen aber auch sehr konkreten Verhältnis, denn Art. 20 GG verpflichtet die staatlichen Ebenen den Menschen in Deutschland, eine menschenwürdige Existenz zu sichern, vor allem dann, wenn der Markt Risiken und Gefährdungen nicht absichern kann. Aus dieser Aufgabe und dem Anspruch zugleich hat sich in der Sozialen Arbeit und insbesondere in der Kinder- und Jugendhilfe ein ausdifferenziertes Leistungssystem entwickelt, welches einerseits flankierende Maßnahmen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendhilfe bereit hält und andererseits mehr und mehr auch als Bildungsakteur agiert. Gerade vor dem Hintergrund des „Aufwachsens in öffentlicher Verantwortung“ (14. Kinder- und Jugendbericht, BMFSFJ 2013) und der „Scholarisierung des Jugendalters“ (15. Kinder- und Jugendbericht BMFSFJ 2017) ist eine besondere Sensibilität dahingehend festzustellen, wie es gelingt, soziale Ungleichheiten im Aufwachsen abzubauen. Daher besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Sozialen Arbeit und der kommunalen Verantwortung für das Gelingen (und die Finanzierung) sowie zwischen dem allgemeinen Bildungsauftrag über die Institution Schule hinaus. Mit der Föderalismusreform ist es allerdings zu einem Abbau struktureller Vorgaben durch Bundesgesetze gekommen. Eine befürchtete Zersplitterung der Kinder- und Jugendhilfe, die einen zentralen Teil der sozialen Arbeit ausmacht, hat sich bis heute nicht ergeben. Dennoch fördert die Föderalismusreform heraus, dass es bei den bundesgesetzlichen Vorgaben bleibt und so generelle Aufgabenregelungen für alle Länder und Kommunen bundeseinheitlich vorgegeben werden.


meta value=Sozialstatistiken

Sozialstatistiken

Schilling, Matthias
ISBN: 9783497606269

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art156 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Sozialwirtschaft

Sozialwirtschaft

Grunwald, Klaus
ISBN: 9783497606276

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art157 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

15 Seiten
Preis E-Book: € [D] 15.00 €

Kurztext

Ökonomische Fragestellungen, Konzepte und Begrifflichkeiten erhalten auch im deutschen Sozial- und Gesundheitswesen spätestens seit Mitte der 1990er Jahre zunächst in der Praxis, dann im theoretischen Diskurs eine immer größere Bedeutung. Sie werden im vorliegenden Artikel diskutiert unter dem „hybriden“ Begriff oder „Doppelbegriff“ der Sozial-Wirtschaft, der eng verbunden ist mit den Termini des Sozialmanagements und der Ökonomisierung. Im ersten Abschnitt werden Hintergründe, Entwicklung und zentrale Begrifflichkeiten des Sozialwirtschaftsdiskurses erläutert. Er stellt heraus, dass der Begriff „Sozialwirtschaft“ sowohl institutionell als auch funktional verstanden werden kann, womit die zugleich soziale wie ökonomische Zwecksetzung sozialwirtschaftlichen Handelns in den Blick gerät. Ein zweiter Abschnitt widmet sich der Theorieentwicklung im und für den Sozialwirtschaftsdiskurs, die sich sowohl gegenüber der Volks- als auch der Betriebswirtschaftslehre abzugrenzen hat. Dargestellt werden sechs Theorielinien, (1) die Politische Ökonomie, (2) die Dritte-Sektor-Forschung, (3) die betriebswirtschaftliche Dienstleistungsökonomie, (4) die ökosoziale Theorieperspektive, (5) die solidarische und soziale Ökonomie und (6) die reflexive Modernisierung. Im Zentrum des dritten Abschnitts steht die Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen ökonomischer Rationalität in sozialwirtschaftlichen Unternehmen. Hier werden u.a. die zentralen Kategorien der Effektivität und Effizienz kritisch diskutiert und konzeptionell erweitert. Ausführungen zur Rolle der Akteure im Prozess der sozialwirtschaftlichen Wohlfahrtsproduktion und ein Fazit runden den Beitrag ab.


meta value=Spiel

Spiel

Zacharias, Wolfgang
ISBN: 9783497606283

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art158 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Sport aus sozialpädagogischer Perspektive

Sport aus sozialpädagogischer Perspektive

Gabler, Hartmut
ISBN: 9783497606290

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art159 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Stadtentwicklung

Stadtentwicklung

Häussermann, Hartmut
ISBN: 9783497606306

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art160 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Im Laufe des 20. Jahrhunderts sind Millionen von Haushalten aus den großen Städten ins Umland gezogen, weil sie mehr Fläche, mehr Freiraum und weniger Umweltbelastungen haben wollten. Da der Umzug häufig mit Eigentumsbildung verbunden war, bildete sich eine soziale Differenzierung zwischen den Kernstädten und den Umlandgemeinden heraus: in den Städten wuchsen die Anteile der Bewohner mit sozialen Problemen, im Umland wohnten vor allem Mittelschichten. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Stadtplanung, die auf die Trennung der Funktionen Wohnen, Arbeiten, Verkehr und Freizeit orientiert war. Die Suburbanisierung hat sich inzwischen jedoch stark abgeschwächt, was auf die Veränderung von ökonomischen und sozial-kulturellen Rahmenbedingungen sowie auf den Wandel von Lebensstilen zurückzuführen ist. Die Innenstädte, aus denen früher die Familien geflohen sind, sind wieder begehrte Wohnstandorte geworden. Verschiedene Gruppen jüngerer Stadtbewohner, die über unterschiedliche materielle und soziale Ressourcen verfügen, geraten nun miteinander in Konflikt. Gentrification und Ausgrenzung sind die zwei Seiten des Aufwertungsprozesses der Innenstädte. Gleichzeitig nimmt durch die größere Einkommensungleichheit und die wachsende ethnisch-kulturelle Heterogenität die Segregation in den Städten zu. Sozial und kulturell unterprivilegierte Bevölkerungsgruppen werden zunehmend in den weniger attraktiven Teilen der Stadt konzentriert, ein großer Teil von Ihnen sind Migranten. In den marginalisierten Quartieren besteht die Gefahr der Exklusion, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Die soziale Segregation von Schülern aus bildungsfernen Haushalten ist in den Schulen stärker als in den Quartieren, und damit bilden sich Kontexte, die benachteiligende Effekte haben.


meta value=Subjekt und Autonomie

Subjekt und Autonomie

Schrödter, Mark
ISBN: 9783497606313

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art161 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Sucht und Rausch

Sucht und Rausch

Sting, Stephan
ISBN: 9783497606320

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art162 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Die Entwicklung des Substanzkonsums und der Suchtproblematik in den letzten Jahrzehnten zeigt, dass vor allem in Verbindung mit dem Konsum legaler Substanzen Gesundheitsgefährdungen auftreten, wobei der Konsum von Tabak und Alkohol in der Gesamtbevölkerung stagniert. Suchtprobleme sind unter erwachsenen Alkoholkonsumenten am stärksten ausgeprägt, während sich Suchtprävention eher an jugendliche Konsumentengruppen richtet. Zu den substanzungebundenen Suchtformen gibt es bisher nur wenig aussagekräftige Daten.Substanzkonsum zielt nicht auf Sucht, sondern auf Rauscherfahrungen. Während der Rausch in unserer Gesellschaft trotz Tabuisierungen zum Teil positiv besetzt ist, sind Sucht und Abhängigkeit eindeutig negativ konnotiert. Unsere heutige Sucht-Idee orientiert sich am Leitmodell des Alkoholismus mit den Elementen Wiederholungszwang, Kontrollverlust, progressiver Verlauf, Therapieziel Abstinenz bei Gefahr des Rückfalls, das jedoch nicht für alle Suchtformen passend ist. Die im medizinischen Kontext vorgenommene Ersetzung des Suchtbegriffs durch den Begriff der „Abhängigkeitserkrankung“ konnte sich nicht im gesamten Suchtdiskurs durchsetzen. Vor allem im Bereich der Prävention dominiert weiterhin der Suchtbegriff.Suchtprävention verfolgt inzwischen sehr ausdifferenzierte Strategien. Trotz negativer Evaluationen sind informationsbasierte Ansätze, die durch die Vermittlung von Wissen über die Wirkungsweisen von Substanzen und die Gefahren von Sucht aufklären wollen, nach wie vor am meisten verbreitet. Ebenfalls häufig eingesetzt werden Aktivitäten zur Lebenskompetenzförderung, die auf die Stärkung von Selbstwert und Selbstwirksamkeit, auf die Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen sowie auf Widerstandsfähigkeit und Bewältigungsfertigkeiten zielen. In der Arbeit mit Jugendlichen stellt das Konzept der Risikoalternativen eine Grundlage für jugendgemäße Präventionsangebote dar. In den letzten Jahren sind insbesondere im Bereich der Sekundärprävention bzw. der selektiven und indizierten Prävention neue Zugänge zur Schadensminimierung und zur Früherkennung und –intervention entwickelt worden. Schließlich finden sich Versuche, die Auseinandersetzung mit Konsumerfahrungen als Bestandteil einer übergreifenden Erziehungs- und Bildungsarbeit zu begreifen und damit den Blick von der Präventions- und Gefährdungsperspektive auf die Entwicklungs- und Bildungsperspektive zu verlagern.Im Bereich der Suchtrehabilitation ist in den letzten Jahrzehnten eine „lebensweltorientierte Drogenhilfe“ entstanden, die nicht mehr allein auf alltagsferne Langzeittherapien mit dem Endziel Abstinenz setzt, sondern die unterschiedliche, biographisch angepasste Zielvorstellungen entwickelt und diese mittels niederschwelliger Angebote, ambulanter Behandlungsformen, Substitutionsbehandlungen, Strategien kontrollierten Konsums etc. verfolgt. Die Suchtrehabilitation fügt sich in eine umfassende „soziale Rehabilitation“ ein, bei der neben der medizinischen und psychischen Stabilisierung pädagogische Begleitung, alltagspraktische Unterstützung und berufliche Integration eine wichtige Rolle spielen. Ähnlich wie in der Suchtprävention scheinen auch hier positive, entwicklungsförderlich und salutogenetisch ausgerichtete Zugänge erfolgversprechender zu sein als kontrollierend-repressive Ansätze. Die Prämissen der Suchtarbeit –- Partizipation, Ressourcenorientierung und Unterstützung der Adressatinnen und Adressaten bei ihren Anliegen –- decken sich zunehmend mit den Vorgehensweisen der Sozialen Arbeit insgesamt.


meta value=Supervision

Supervision

Iser, Angelika
ISBN: 9783497606337

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art163 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Systemtheorie und Soziale Arbeit

Systemtheorie und Soziale Arbeit

Kosellek, Tobias
Merten, Roland
ISBN: 9783497606344

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art164 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Theorie Sozialer Dienste

Theorie Sozialer Dienste

Flösser, Gaby
Rosenbauer, Nicole
Witzel, Marc
ISBN: 9783497606351

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art165 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €

meta value=Theorie und Theoriegeschichte Sozialer Arbeit

Theorie und Theoriegeschichte Sozialer Arbeit

Füssenhäuser, Cornelia
Thiersch, Hans
ISBN: 9783497606368

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art166 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Im Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass sich seit den 1970er Jahren sowohl die Disziplin wie die Profession Sozialer Arbeit differenziert und konsolidiert hat. Soziale Arbeit ist — zu Beginn des 21. Jahrhundert — in der Mitte der Gesellschaft angekommen und ist in zentrales Medium sozialer Integration über den Lebenslauf hinweg.
Neben einer Klärung zentraler Begriffe (Theorie bzw. Theorie Sozialer Arbeit, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Sozialarbeit) verfolgt der Beitrag insbesondere die Überlegung, dass Theorie und Theoriebildung nur im Zusammenhang ihrer geschichtlichen Herausbildung und Konsolidierung, d.h. in einer historisch-systematischen Rekonstruktion gesehen werden kann. Der Beitrag erinnert von daher sowohl an zentrale Stationen der Disziplin- und Professionsgeschichte wie auch an zentrale Phasen der Theorieentwicklung.
Der Beitrag schließt mit Überlegungen zu gegenwärtigen Perspektiven der Theoriebildung Sozialer Arbeit. Zu Beginn des 21. Jahrhundert steht Soziale Arbeit weiterhin vor vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen. Prozesse der Biografisierung, der Globalisierung und der Ökonomisierung, der Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft und die damit einhergehende Spaltung der Gesellschaft schwächen die Integrationskraft des Sozialstaats. Soziale Probleme als öffentliche Aufgabe werden dethematisiert und privatisiert.
Vor diesem Hintergrund muss einer Theorie der
Sozialen Arbeit, die auf Herausforderungen und Probleme der zweiten entgrenzten Moderne antwortet, dazu beitragen, dass Soziale Arbeit sich ihres gesellschaftlich-sozialstaatlichen Auftrags und der Eigenheit ihres Ansatzes –- also ihrer Identität in einem sozialpädagogischen Denken — immer wieder (neu) vergewissert.


meta value=Theoriekonstruktion und Positionen der Sozialen Arbeit

Theoriekonstruktion und Positionen der Sozialen Arbeit

Füssenhäuser, Cornelia
ISBN: 9783497606375

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art167 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

14 Seiten
Preis E-Book: € [D] 14.00 €

Kurztext

Der Theoriediskurs Sozialer Arbeit ist geprägt durch eine hohe Vielfalt unterschiedlicher Positionen, die sich sowohl im theoretischen Diskurs wie in der empirischen Forschung und der damit verknüpften professionellen Praxis abbilden lassen. In diesem Zusammenhang kommt Theorien der Sozialen Arbeit eine zentrale Funktion zu. Theorien Sozialer Arbeit dienen einerseits der Vergewisserung und Verständigung der Disziplin Sozialer Arbeit nach innen und außen; sie klären andererseits auch den spezifischen Standpunkt der Profession Sozialer Arbeit. Theorien der Sozialen Arbeit übernehmen in diesem Kontext auch die Funktion, die Komplexität von sozialen Lagen und / oder Fällen zu erfassen sowie so zu reduzieren, dass für die Profession Handlungsfähigkeit hergestellt bzw. möglich wird, sowie die Kontextualität des Falls gewährt bleibt.
Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag zunächst zentrale Aufgaben und Strukturmerkmale von Theorie sowie Theorien Sozialer Arbeit. Im Weiteren werden exemplarisch theoretische Entwürfe, die in den letzten Jahrzehnten zur Theoriebildung Sozialer Arbeit beigetragen haben und zugleich für sich beanspruchen, Praxisfragen (kritisch) zu reflektieren und weiterzuführen, in ihren zentralen Begriffen skizziert und in folgenden vier Profilierungen dargestellt: Bildungstheoretische und Diskursanalytische Positionen, Lebenswelt- und Bewältigung orientierte Positionen, Systemtheoretische und systemistische Positionen sowie Professionalisierungstheoretische Ansätze.


meta value=Therapie und Soziale Arbeit

Therapie und Soziale Arbeit

Schneider, Sabine
Heidenreich, Thomas
ISBN: 9783497606382

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art168 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Tiere und Soziale Arbeit

Tiere und Soziale Arbeit

Rose, Lotte
ISBN: 9783497606399

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art169 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

Kurztext

Angesichts der allgemeinen Verbreitung von Haustieren in privaten Haushalten gehören Tiere zwangsläufig auch oft zur Lebenswelt der Menschen, mit denen Soziale Arbeit zu tun hat. Tiere können für sie treue und eng verbundene Partner, Projektionsflächen für verschiedenartigste Emotionen und Wünsche sein. Tiere fungieren zudem als „Dienstleister“ in der Sozialen Arbeit. Sie werden in sozialen Einrichtungen in vielfältigen Formen eingesetzt -– am stärksten derzeit für die Zielgruppen der Kinder und der alten Menschen. Sie dienen als Lern- und Erfahrungsmedium, in offenen Kontakt-Situationen als Beziehungsmedium, in Behandlungs-Settings als therapeutisches Medium. Zudem werden sie –- im besonderen Fall der Blinden- und Service-Hunde – gezielt für Assistenzdienste für Menschen mit Behinderungen ausgebildet und genutzt. An den Einsatz von Tieren werden große pädagogische Hoffnungen geknüpft. Der Einsatz von Tieren professionalisiert sich in therapeutischen Kontexten wie auch international. Im Fachdiskurs der Sozialen Arbeit werden Tiere bislang jedoch kaum kritisch-reflexiv und wissenschaftlich fundiert thematisiert. Es überwiegen vielmehr idealisierende Schilderungen von entsprechenden Praxisprojekten. Eine offensivere Debatte wäre aus folgenden Gründen erforderlich: Soziale Arbeit muss die menschliche Beziehung zu Heim- und Haustieren als ambivalentes Bindungsphänomen und distinktive Kulturpraxis überhaupt kompetent verstehen. Dies schließt auch das Wissen um kulturspezifische Tierbilder und –tabus ein, aber auch um soziale Desintegrationsrisiken, die mit normabweichenden Tierhaltungspraxen einhergehen können. Sie ist zudem in ihrer Praxis herausgefordert, mit diesen Beziehungsrealitäten fachgerecht und tierschutzgerecht umzugehen.


meta value=Tod und Hospizarbeit

Tod und Hospizarbeit

Colla, Herbert E.
ISBN: 9783497606405

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art170 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Soziale Arbeit als Disziplin und Profession war schon immer mit Tod und Sterben konfrontiert, insbesondere mit der sozialwissenschaftlichen Öffnung der Suizidologie. Durch den demografischen Wandel werden die Themen von Tod und Sterben Im Alltag präsenter. Trotz dieses Normalisierungsprozesses wird in den Medien inflationär mit den Themen, oft ohne ausreichende Differenzierung, umgegangen. Sterben und Tod wird unter dem Signum der Privatheit verhandelt.Die Thanatologie als ein junger interdisziplinärer anthropologischer Wissenschaftszweig, untersucht den Tod und das Sterben des Menschen. In diesem Zusammenhang hat sich auch die „Death Education“ in dem englischsprachigen Raum an den allgemeinbildenden Schulen sowie den Hochschulen und in der Sozialen Arbeit entwickelt.Obwohl in der Bevölkerung der Wunsch weitestgehend verbreitet ist, sein Leben in der vertrauten häuslichen Umgebung zu beenden, sterben dennoch gegenwärtig mehrheitlich Menschen in Institutionen (Kliniken, Altersheime usw.). Dementsprechend geraten vielfältige Vorkehrungen, Bräuche und Zeichen der Pietät in Vergessenheit, mit denen man den Tod als Teil des Alltags umgab, indem Tod und Sterben in die Hände von Experten gelegt wurde. Eine besondere Form der Sterbebegleitung ist das Hospiz, welches sich der Anforderung einer Verbesserung der Lebensqualität sterbender Menschen annahm. Der Paradigmenwechsel lässt sich an den Begriffen von „cure“, also Pflege im bio-medizinisch-technischen Verständnis, bis hin zu „care“ im phänomenologischen Sinne als Sorge, Mit-Sein, Fürsorge und Solidarität nachzeichnen.


meta value=Transnationalität und Soziale Arbeit

Transnationalität und Soziale Arbeit

Schröer, Wolfgang
Schweppe, Cornelia
ISBN: 9783497606412

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art171 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

meta value=Tugend

Tugend

Brumlik, Micha
ISBN: 9783497606429

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art172 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Vertrauen

Vertrauen

Wagenblass, Sabine
ISBN: 9783497606443

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art174 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

11 Seiten
Preis E-Book: € [D] 11.00 €

Kurztext

In der Sozialen Arbeit wird viel über die Bedeutsamkeit von Vertrauen diskutiert. Empirisch gibt es jedoch bislang wenig gesicherte Erkenntnisse über die Relevanz von Vertrauen. In den wenigen vorliegenden empirischen Studien werden insbesondere drei Ebenen der Bedeutsamkeit von Vertrauen in der Sozialen Arbeit diskutiert. Auf der Makroebene geht es zentral um die gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozesse und die zunehmende Abhängigkeit von Expertensystemen und Institutionen, dem Systemvertrauen. Auf der Mesoebene wird das Vertrauen in interprofessionellen Kooperationen diskutiert, d.h. dem Vertrauen zwischen den verschiedenen Institutionen, die die AdressatInnen im Alltag unterstützen und begleiten (Soziale Arbeit, Bildungs- und Gesundheitswesen, usw.). Und auf der Mikroebene schließlich wird Vertrauen als ein Moment diskutiert, das die Interaktion und Beziehung zwischen den Professionellen und den AdressatInnen in der Sozialen Arbeit wesentlich bestimmt. Im Ergebnis zeigt sich, dass Vertrauen auf diesen drei Ebenen nicht einfach vorausgesetzt werden kann, vielmehr muss es aktiv hergestellt werden, dafür bedarf es jedoch verschiedener Kontextbedingungen, die in diesem Beitrag diskutiert werden.


meta value=Vormundschaft/Pflegschaft

Vormundschaft/Pflegschaft

Hansbauer, Peter
ISBN: 9783497606450

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art175 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

7 Seiten
Preis E-Book: € [D] 7.00 €

meta value=Weiterbildung

Weiterbildung

Mai, Jürgen
Arnold, Rolf
ISBN: 9783497606467

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art176 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

4 Seiten
Preis E-Book: € [D] 4.00 €

meta value=Wirksamkeit

Wirksamkeit

Albus, Stefanie
Micheel, Heinz-Günter
Polutta, Andreas
ISBN: 9783497606474

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art177 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

Kurztext

Begriffe wie Wirkungen, Effekte und Ergebnisse finden sich etwa seit der Wende zum 21. Jahrhundert vermehrt in konzeptionellen, politischen, empirischen und analytischen Beiträgen und Veröffentlichungen zur Sozialen Arbeit. Die Orientierung an Wirksamkeit wird aktuell -– obwohl sie durchaus als ein Grundgedanke von pädagogisch-professionellem Handeln zu verstehen ist -– insbesondere im Kontext neuer Legitimationserfordernisse wohlfahrtsstaatlicher Leistungen bedeutsam. Mit dem Fokus auf Wirksamkeit verbinden sich Transformationsprozesse, die bereits unter Begriffen wie New Public Management oder Qualitätsmanagement seit den 1990er Jahren relevant wurden. Im Zuge wirkungsorientierter Steuerung lassen sich verschiedene Bereiche identifizieren: Erstens steht die (sozial-)politische Steuerung in Rede, zweitens die Steuerung von Organisationen Sozialer Arbeit nach Kriterien der Effektivität (und zunehmend betriebswirtschaftlicher Effizienz), drittens eine Veränderung der professionellen Steuerungsmedien in der Praxis und viertens eine Form wirkungsorientierter Governance, die die aktive Beteiligung von AdressatInnen Sozialer Arbeit mit einbezieht. Im Lichte dieser Facetten wirkungsorientierter Steuerung wird deutlich, dass die sozialpolitischen Umsteuerungsmaßnahmen sozialer Dienste weiter reichen, als zunächst in der Diskussion um die Forcierung wettbewerblicher Elemente erkennbar schien. Die in Deutschland verspätete Rezeption und kritische Analyse des im englischsprachigen Raum diskutierten Steuerungsmodells Evidenzbasierter Praxis (EBP) –- einem forschungsmethodisch und professionstheoretisch höchst umstrittenen Steuerungsmodell – lässt erkennen, dass hier ein neues Verhältnis von professioneller Praxis und Wissenschaft und Sozialpolitik entworfen wird. Der Beitrag erörtert zu diesen Entwicklungen Perspektiven, Gefahren und mögliche Konsequenzen für Forschung und Praxis Sozialer Arbeit.


meta value=Wissenschaftstheorie

Wissenschaftstheorie

Dewe, Bernd
Otto, Hans-Uwe
ISBN: 9783497606481

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art178 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

13 Seiten
Preis E-Book: € [D] 13.00 €

meta value=Wohlfahrtsstaat

Wohlfahrtsstaat

Schmid, Josef
ISBN: 9783497606498

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art179 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

8 Seiten
Preis E-Book: € [D] 8.00 €

meta value=Wohnungslosigkeit

Wohnungslosigkeit

Wolf, Andreas
ISBN: 9783497606504

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art180 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

9 Seiten
Preis E-Book: € [D] 9.00 €

Kurztext

Obwohl der Begriff ‚Wohnungslosigkeit’ eine eindeutige soziale Situation zu beschreiben scheint, zeigt ein Blick auf die Begriffsgeschichte (u.a. „Nichtsesshaftigkeit“), dass erst in der Verbindung zum Armutsbegriff und den sich daraus auch ergebenden rechtlichen Implikationen einer „Grundsicherungsexistenz“ eine Begriffsdefinition gefunden wurde (Wohnungsnotfall), die sowohl für kommunalpolitische wie sozialarbeiterische Interventionen nachhaltige Lösungsmuster ermöglicht.Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag zunächst die Begriffsgeschichte und der rechtliche Kontext beschrieben, um dann in einem historischen Überblick die Besonderheiten des Hilfesystems zu skizzieren, die zum Verständnis der folgenden Ausführungen zu Theorieansätzen hilfreich sind. Nach einem kurzen Blick auf Forschungsergebnisse schließen sich dann Schlussfolgerungen und Überlegungen zur Praxis der Sozialarbeit in der Wohnungslosenhilfe an, deren Schwerpunkt nach wie vor die persönliche Hilfe ist.


meta value=Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft

Kessl, Fabian
ISBN: 9783497606511

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit – DOI10.2378/ot6a.art181 – (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

10 Seiten
Preis E-Book: € [D] 10.00 €